Deutsche Tageszeitung - Quadruple perfekt: Dänemarks Handballer erneut auf dem WM-Thron

Quadruple perfekt: Dänemarks Handballer erneut auf dem WM-Thron


Quadruple perfekt: Dänemarks Handballer erneut auf dem WM-Thron
Quadruple perfekt: Dänemarks Handballer erneut auf dem WM-Thron / Foto: © SID

Gold, Gold, Gold, Gold! Dänemarks Handballer haben zum vierten Mal in Folge den WM-Thron bestiegen. Die Mannschaft von Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen bezwang Kroatien im einseitigen Finale von Oslo 32:26 (16:12) und untermauerte ihre historische Dominanz. Seit unglaublichen 37 Spielen und mehr als acht Jahren ist der Olympiasieger um Welthandballer Mathias Gidsel auf der WM-Bühne ungeschlagen.

Textgröße ändern:

Kroatiens Kapitän Domagoj Duvnjak blieb das i-Tüpfelchen auf seiner Nationalmannschaftskarriere somit verwehrt. In seinem letzten Länderspiel hatte der Rückraumspieler des THW Kiel von dem ersten Titelgewinn mit seinem Heimatland geträumt. Am Ende wurde es Silber - wie schon bei der WM 2009 und den EM-Turnieren 2008, 2010 und 2020.

Der Berliner Gidsel war am Sonntagabend vor rund 11.000 Zuschauern in der Unity Arena mit zehn Toren bester Schütze der Dänen, die von Beginn an den Ton angaben. Kroatien ging aggressiv zu Werke, spielte sich in der Offensive aber immer wieder fest oder scheiterte im Abschluss am glänzenden Emil Nielsen im dänischen Tor. Nach der Pause brach die kroatische Gegenwehr, Jacobsens Team feierte das Quadruple schon weit vor der Schlusssirene.

Bronze hatten sich in einem engen Duell zuvor die Franzosen gesichert. Der Europameister schlug Deutschland-Bezwinger Portugal im kleinen Finale 35:34 (19:17) und jubelte im ersten Turnier nach der Ära von Superstar Nikola Karabatic über seine insgesamt 13. WM-Medaille - keine andere Nation gewann mehr.

Wenn Dänemark so weitermacht, könnte Frankreichs Status als Rekordsieger mit sechs WM-Titeln jedoch in Gefahr geraten. Die Kroaten versuchten, "Danish Dynamite" mit einer offensiven Deckung vor Probleme zu stellen. Doch der dänische Rückraum, insbesondere die Achse aus Gidsel und Simon Pytlick, riss mit pfeilschnellen Pässen immer wieder Lücken und spielte so Emil Jakobsen auf Linksaußen frei.

Ein weiteres Problem für Sigurdssons Team: Nielsen war sofort im Spiel. So hatte Kroatien nach zehn Minuten erst einen Treffer erzielt. Zwar blieb die Partie bis zum 8:7 (22.) eng. Nach der Roten Karte gegen Kroatiens Abwehrriesen Marko Mamic lief der dänische Offensivmotor jedoch allmählich heiß. Beim 13:9 (27.) wuchs der Vorsprung erstmals auf vier Tore.

Duvnjak, der nach einer Wadenverletzung sichtbar angeschlagen war und nur zu Überzahlsituationen auf das Feld kam, und seine Teamkollegen stemmten sich so lange wie möglich gegen die Niederlage. Doch auf den Tag genau 22 Jahre nach Kroatiens erstem WM-Triumph (2003 gegen Deutschland) blieb Dänemark gnadenlos. Als die kroatischen Kräfte und Disziplin nachließen, wuchs der Vorsprung weiter.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Muskelfaserriss: Nächster Rückschlag für Gladbachs Kleindienst

Kapitän Tim Kleindienst vom Bundesliga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach bleibt vom Verletzungspech verfolgt. Wie Trainer Alexander Blessin bekannt gab, zog sich der Stürmer im Training einen Muskelfaserriss zu. Kleindienst, der bereits bei der Derbyniederlage beim 1. FC Köln gefehlt hatte, wird damit auch den Krisengipfel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen den Tabellen-17. TSG Hoffenheim verpassen. "Es ist bitter für ihn, es ist bitter für uns. Natürlich ist es eine Zeit, in der wir ihn sehr, sehr gut gebrauchen könnten", sagte Blessin vor seiner Heimpremiere.

Bayern ehren NS-Widerstandskämpfer Buisson

Der FC Bayern hat seines früheren Vorstandsmitgliedes Willi Buisson gedacht und die Erinnerung an den NS-Widerstandskämpfer zurück in die Gegenwart geholt. Bei der feierlichen Enthüllung einer Gedenktafel für den "fußballbegeisterten Demokraten" im Münchner Stadtteil Neuhausen würdigte Klubpräsident Herbert Hainer Buisson unter anderem als "Vorbild für Zivilcourage".

"Inakzeptabel": Hajduk-Fans skandieren rechte Parolen

Kroatische Spitzenpolitiker haben die pro-nationalsozialistischen und antisemitischen Sprechchöre von Fans des Fußballvereins Hajduk Split vor dem Spiel in der Conference League gegen Ajax Amsterdam scharf verurteilt. Kroatiens Präsident Zoran Milanovic bezeichnete den Vorfall am Freitag in einer Stellungnahme als "inakzeptabel und beschämend".

BVB bei Union: Kovac fordert Reaktion nach Bodö-Niederlage

Niko Kovac fordert von seinen Spielern von Borussia Dortmund eine Reaktion auf die Niederlage in der Champions League bei FK Bodö/Glimt. Im Bundesligaspiel bei Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Sky) "erwartet uns genauso viel Intensität, Aggressivität und Zweikämpfe, die wir führen werden müssen", sagte der BVB-Trainer am Freitag: "Das Entscheidende im Fußball ist die Einstellung."

Textgröße ändern: