Deutsche Tageszeitung - Olympia 2026: Deutsches Haus steht in Cortina

Olympia 2026: Deutsches Haus steht in Cortina


Olympia 2026: Deutsches Haus steht in Cortina
Olympia 2026: Deutsches Haus steht in Cortina / Foto: © IMAGO/ULRICH HUFNAGEL/SID

Das Deutsche Haus bei den Olympischen Winterspielen 2026 wird in Cortina d'Ampezzo stehen. Dies gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Mittwoch bekannt. Demnach findet das Team D im Golfclub von Cortina im Süden des Dolomiten-Orts seine Heimat während der olympischen Wettkämpfe vom 6. bis 22. Februar 2026 sowie bei den anschließenden Paralympics (6. bis 15. März).

Textgröße ändern:

"Es ist eine tolle Location. Ein charmantes Gebäude in Naturholzbauweise mit Dolomitenblick und vielen Flächen drumherum", sagte Claudia Wagner, verantwortliche Geschäftsführerin Deutsche Sport Marketing: "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass es ein ganz besonderes Erlebnis über einige Wochen wird."

Für die Lage in Cortina, das gemeinsam mit Mailand Hauptaustragungsort der kommenden Winterspiele ist, habe die zentrale Lage in Reichweite mehrerer Wettkampfstätten gesprochen. In und um Cortina selbst finden unter anderem alpine Skirennen und die Wettbewerbe im Eiskanal statt. Bis Antholz (Biathlon) sind es rund 60, bis ins Val di Fiemme (Ski nordisch) rund 90 Kilometer.

"Es ist für uns die beste Station, um möglichst viele Athleten zu sammeln", sagte Wagner und erinnerte noch einmal an das gigantische Deutsche Haus bei den Pariser Sommerspielen, das in einem Rugby-Stadion errichtet wurde: "Das haben wir noch alle im Kopf, die Erinnerungen bleiben. Jetzt geht es darum, etwas Neues zu kreieren. Damals hatten wir das größte Deutsche Haus der Geschichte, jetzt wird es vielleicht das kleinste."

Der DOSB steckt ziemlich genau ein Jahr vor dem Beginn der Spiele mitten in den Planungen. "Man könnte sagen, dass es nur noch ein Jahr ist. Das geht jetzt schnell, bis die Flamme entzündet wird", sagte Olaf Tabor, DOSB-Vorstand Leistungssport: "Für uns wird es vor allem eine Herausforderung, die unterschiedlichen Standorte zu meistern." Zwischen Mailand und Cortina liegen rund 400 Auto-Kilometer.

Mit Blick auf die Wettkämpfe im kommenden Winter wollte sich Tabor aber noch auf keine sportliche Zielvorgabe festlegen. "Mit der noch unsicheren Qualifikations-Situation lässt sich noch keine belastbare Prognose stellen. Wir wollen aber an die Erfolge früherer Jahre anknüpfen", sagte Tabor: "Die jetzt anstehenden Weltmeisterschaften in vielen Sportarten sind aber ein Fingerzeig, eine Standortbestimmung im internationalen Vergleich."

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Italien sucht den Neuanfang - mit Chiellini und Mancini?

Der chaotische Umbruch beim viermaligen Fußball-Weltmeister Italien geht in die nächste Runde. Medienberichten zufolge wird jetzt der frühere Nationalspieler Giorgio Chiellini als neuer Sportdirektor gehandelt, als mögliche neue Nationaltrainer gelten nun wieder die früheren Italien-Coaches Roberto Mancini und Antonio Conte.

Tennis: Maria-Auftaktsieg in Memphis

Die frühere Wimbledon-Halbfinalistin Tatjana Maria (Bad Saulgau) ist mit einem Erfolg in die Hartplatz-Saison gestartet. Die deutsche Nummer zwei besiegte die Australierin Talia Gibson zum Auftakt des WTA-Turniers in Memphis in nur 67 Minuten mit 6:0, 6:3. Zuletzt hatte sie den Rasen-Challenger in Newport gewonnen.

Matthäus sieht bei Musiala "keine Ausreden mehr"

Lothar Matthäus hat Fußball-Nationalspieler Jamal Musiala vor der neuen Saison in die Pflicht genommen. "Irgendwann ist es vorbei mit der schweren Verletzung, die er sich vor über einem Jahr zugezogen hat. Diese muss er nun endgültig aus dem Kopf bekommen", schrieb der 65-Jährige in seiner Sky-Kolumne über den Profi des FC Bayern.

"Mit uns ist zu rechnen": Golla hat mit Melsungen Großes vor

Johannes Golla hat sich nach seiner Rückkehr zum Handball-Bundesligisten MT Melsungen hohe Ziele gesteckt. "Im Pokal hat es die MT in den vergangenen Jahren wiederholt zum Final Four geschafft. Es ist auch ein Traum von mir, da dabei zu sein", sagte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft im Interview mit der Frankfurter Neuen Presse: "Und auch wenn die Champions League für Melsungen Neuland ist, heißt es nicht, nur dabei sein zu wollen. Ich will mit der MT so lange wie möglich dabei sein."

Textgröße ändern: