Deutsche Tageszeitung - Musiala und Wirtz: "Fußball-Deutschland darf glücklich sein"

Musiala und Wirtz: "Fußball-Deutschland darf glücklich sein"


Musiala und Wirtz: "Fußball-Deutschland darf glücklich sein"
Musiala und Wirtz: "Fußball-Deutschland darf glücklich sein" / Foto: © SID

Vincent Kompany neigt nicht zu Superlativen. Aber bei den Jungstars Jamal Musiala und Florian Wirtz gerät der Trainer des FC Bayern ins Schwärmen. "Fußball-Deutschland darf froh und glücklich sein, dass sie beide für Deutschland spielen. Es sind zwei überragende Spieler. Wir wissen, was sie so besonders macht", sagte Kompany vor dem Bundesliga-Gipfel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) beim Double-Gewinner Bayer Leverkusen. Er als Belgier hätte gerne zwei solche Topspieler im Nationalteam.

Textgröße ändern:

Im Spitzenspiel zwischen Rekordmeister und Meister stehen die beiden 21-Jährigen im Fokus. Es sei schon "besonders, dass man zwei Spieler der gleichen Generation auf diesem Niveau hat", betonte der Bayern-Coach und sieht bei beiden noch Entwicklungspotenzial: "Sie sind noch jung. Die besten Jahre kommen noch. Ich habe volles Vertrauen, dass sie besser werden."

Auch Bayerns Sportvorstand Max Eberl war am Freitag voll des Lobes über die beiden Ausnahmekönner: "Wir haben es bei der EM schon gesehen. Sie sind außergewöhnliche Spieler und verstehen sich gut."

Wie der FC Bayern denn Wirtz am Samstag stoppen will? Da würde sein Kollege Xabi Alonso in Bezug auf Musiala wohl das gleiche antworten, sagte Kompany mit einem Schmunzeln: "Das muss man immer kollektiv lösen. Diese Spieler finden immer einen Moment. Es geht nur im Kollektiv, nicht individuell."

Die beiden Nationalspieler stehen seit Wochen im Mittelpunkt von Diskussionen. Bei Musiala geht es um eine mögliche Vertragsverlängerung in München über 2026 hinaus. Beide Parteien sollen auf einem guten Weg sein, ist zu hören.

Wirtz besitzt beim Meister noch einen Vertrag bis 2027, sein Marktwert liegt bei 140 Millionen Euro. Zuletzt hatte Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß die Spekulationen um dessen Zukunft angefeuert, als er von "einem Traum" sprach, Wirtz bei den Bayern spielen zu sehen.

Eberl wollte darauf aber schon unter der Woche nicht groß eingehen. Es gehöre sich vor so einem Spiel einfach nicht, "so eine Thematik aufzumachen", sagte er: "Flo Wirtz ist Spieler von Bayer Leverkusen. Wir haben selbst herausragende Spieler in unseren Reihen." Wie eben Jamal Musiala.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

BVB holt Teenager Karetsas aus Genk

Der Wechsel von Konstantinos Karetsas zu Borussia Dortmund ist nach SID-Informationen in trockenen Tüchern. Der 18 Jahre alte Grieche kommt vom belgischen Erstligisten KRC Genk zu den Westfalen, wo er im offensiven Mittelfeld die Nachfolge von Julian Brandt antreten soll. Die Ablöse liegt bei kolportierten 30 Millionen Euro plus zwei Millionen Euro Bonuszahlungen, teurer war beim BVB in Summe nur der aktuelle Weltfußballer Ousmane Dembélé im Jahr 2016 (35 Millionen Euro).

England testet Keeper-Regel: Unterzahl bei taktischer Auszeit

Im Kampf gegen "taktische Auszeiten" und nur zum Schein behandelte Torhüter will der englische Fußball offenbar eine kreativen Regel testen. Die Idee: Betritt medizinisches Personal zur Behandlung eines Schlussmanns den Platz, hat der Trainer zehn Sekunden Zeit, einen Spieler zu benennen. Dieser muss das Feld für eine Minute verlassen.

Bericht: Merz holt Ex-Nationalspielerin Keßler ins Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz holt die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler einem Bericht des Handelsblatts zufolge in sein Regierungsteam. Die 38-Jährige, bisher UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, soll demnach als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt auf Christiane Schenderlein folgen. Die Europäische Fußball-Union kommentierte dies auf Anfrage zunächst nicht.

"Um die Ohren fliegen": Klopp erklärt Kongress-Verzicht

Sein Kommen war lange ausgemacht, doch als frischgebackener Bundestrainer wollte sich Jürgen Klopp dann doch nicht auf dem Internationalen Trainer-Kongress an seiner alten Wirkungsstätte Mainz präsentieren. Sein Auftritt dort hätte ihm "in den nächsten Tagen und Wochen um die Ohren fliegen" können, damit entschuldigte sich der 59-Jährige in einer Grußbotschaft für sein Fernbleiben. Klopp wurde von DFB-Sportdirektor Rudi Völler vertreten.

Textgröße ändern: