Deutsche Tageszeitung - Hamann rät Bayern von Wirtz-Transfer ab

Hamann rät Bayern von Wirtz-Transfer ab


Hamann rät Bayern von Wirtz-Transfer ab
Hamann rät Bayern von Wirtz-Transfer ab / Foto: © SID

Der frühere Fußball-Nationalspieler und heutige TV-Experte Dietmar Hamann rät Bayern München überraschenderweise davon ab, Florian Wirtz zu kaufen. Gemeinsam mit Bayern-Star Jamal Musiala in einer Mannschaft sei es "schwierig", sagte Hamann in einem RTL-Interview.

Textgröße ändern:

Die beiden Dribbelkünstler seien sich dafür schlicht "zu ähnlich". Da beide ihre Stärken im zentralen Mittelfeld haben, "würden sie sich gegenseitig auf den Füßen stehen in München", sagte Hamann. "Oder es müsste einer von beiden auf den Flügel ausweichen, was aber bedeuten würde, dass er seine Qualitäten nicht zu hundert Prozent auf den Platz bringen könnte."

Den Verweis auf das gute Zusammenspiel der jungen Ausnahmespieler in der deutschen Nationalmannschaft konterte Hamann. "Bei der EM hat das meiner Meinung nach weniger gut geklappt. Die Europameisterschaft war das Turnier von Musiala", sagte er: "Wirtz habe ich deutlich schwächer gesehen. Er hat ein Tor im Viertelfinale gegen Spanien gemacht – aber was ist sonst in Erinnerung geblieben von ihm? Schauen Sie nach Leverkusen, da blüht er in dieser Saison richtig auf."

Dies liege an einer klaren Rollenverteilung: "Granit Xhaka organisiert die Defensive, und vorn führt Wirtz die Regie, ohne dass ihm jemand dazwischenfunkt."

Musiala hat seinen Vertrag beim FC Bayern am Freitag bis 2030 verlängert. Eine Verpflichtung von Wirtz hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß zuletzt als "Traum" bezeichnet. "Wenn neben Jamal Musiala vielleicht auch irgendwann mal der Wirtz beim FC Bayern spielt, dann können wir noch ruhiger in die Zukunft schauen", sagte er.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

BVB holt Teenager Karetsas aus Genk

Der Wechsel von Konstantinos Karetsas zu Borussia Dortmund ist nach SID-Informationen in trockenen Tüchern. Der 18 Jahre alte Grieche kommt vom belgischen Erstligisten KRC Genk zu den Westfalen, wo er im offensiven Mittelfeld die Nachfolge von Julian Brandt antreten soll. Die Ablöse liegt bei kolportierten 30 Millionen Euro plus zwei Millionen Euro Bonuszahlungen, teurer war beim BVB in Summe nur der aktuelle Weltfußballer Ousmane Dembélé im Jahr 2016 (35 Millionen Euro).

England testet Keeper-Regel: Unterzahl bei taktischer Auszeit

Im Kampf gegen "taktische Auszeiten" und nur zum Schein behandelte Torhüter will der englische Fußball offenbar eine kreativen Regel testen. Die Idee: Betritt medizinisches Personal zur Behandlung eines Schlussmanns den Platz, hat der Trainer zehn Sekunden Zeit, einen Spieler zu benennen. Dieser muss das Feld für eine Minute verlassen.

Bericht: Merz holt Ex-Nationalspielerin Keßler ins Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz holt die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler einem Bericht des Handelsblatts zufolge in sein Regierungsteam. Die 38-Jährige, bisher UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, soll demnach als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt auf Christiane Schenderlein folgen. Die Europäische Fußball-Union kommentierte dies auf Anfrage zunächst nicht.

"Um die Ohren fliegen": Klopp erklärt Kongress-Verzicht

Sein Kommen war lange ausgemacht, doch als frischgebackener Bundestrainer wollte sich Jürgen Klopp dann doch nicht auf dem Internationalen Trainer-Kongress an seiner alten Wirkungsstätte Mainz präsentieren. Sein Auftritt dort hätte ihm "in den nächsten Tagen und Wochen um die Ohren fliegen" können, damit entschuldigte sich der 59-Jährige in einer Grußbotschaft für sein Fernbleiben. Klopp wurde von DFB-Sportdirektor Rudi Völler vertreten.

Textgröße ändern: