Deutsche Tageszeitung - "Erwarte gar nichts": Fiél droht der Rauswurf bei Hertha

"Erwarte gar nichts": Fiél droht der Rauswurf bei Hertha


"Erwarte gar nichts": Fiél droht der Rauswurf bei Hertha
"Erwarte gar nichts": Fiél droht der Rauswurf bei Hertha / Foto: © Imago/HMB Media/Claus/SID

Cristian Fiél droht bei Hertha BSC nach der nächsten Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga der Rauswurf - und der Trainer verzichtete am Samstagabend auf jegliche Durchhalteparolen. "Im Moment erwarte ich gar nichts", sagte der 44-Jährige nach dem unglücklichen 1:2 (1:0) bei Fortuna Düsseldorf bei Sky: "Wir sind alle lange genug im Fußball unterwegs. Wenn die Ergebnisse so sind, wie im Moment, dann hilft es auch nicht, dass die Mannschaft lebt. Ergebnisse sind entscheidend, und da waren wir die letzten Wochen einfach nicht gut."

Textgröße ändern:

Ob der Verein nun kurzfristig eine Entscheidung in der Trainer-Personalie fällen werde, "wird man sehen", sagte Fiél: "Wenn du von fünf Spielen vier verlierst, dann hast du nicht viele Argumente. Das ist auch die Wahrheit."

Nach der Partie hatte Herthas Sportdirektor Benjamin Weber bereits ein Bekenntnis zu Fiél vermieden. "Es kommt gerade eine ganze Menge zusammen", sagte Weber angesichts der Negativserie und kündigte an: "Wir werden nach Hause fahren und uns morgen hinsetzen. Wenn es soweit ist, werden wir uns äußern."

In Düsseldorf war die Hertha durch Fabian Reese früh in Führung gegangen und über weite Strecken die bessere Mannschaft. Ein Doppelschlag durch Fortuna-Joker Dzenan Pejcinović drehte das Spiel in der zweiten Hälfte.

"Fußball kann bitter sein", sagte Fiél: "Wir hatten viele Torchancen, haben das Spiel viel dominiert, Zweikämpfe gewonnen. Am Ende geht das Ergebnis aber wieder mal nicht in unsere Richtung, und deshalb ist es schwer. Ich wüsste nicht, welche Kritik ich an den Jungs üben soll."

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

BVB holt Teenager Karetsas aus Genk

Der Wechsel von Konstantinos Karetsas zu Borussia Dortmund ist nach SID-Informationen in trockenen Tüchern. Der 18 Jahre alte Grieche kommt vom belgischen Erstligisten KRC Genk zu den Westfalen, wo er im offensiven Mittelfeld die Nachfolge von Julian Brandt antreten soll. Die Ablöse liegt bei kolportierten 30 Millionen Euro plus zwei Millionen Euro Bonuszahlungen, teurer war beim BVB in Summe nur der aktuelle Weltfußballer Ousmane Dembélé im Jahr 2016 (35 Millionen Euro).

England testet Keeper-Regel: Unterzahl bei taktischer Auszeit

Im Kampf gegen "taktische Auszeiten" und nur zum Schein behandelte Torhüter will der englische Fußball offenbar eine kreativen Regel testen. Die Idee: Betritt medizinisches Personal zur Behandlung eines Schlussmanns den Platz, hat der Trainer zehn Sekunden Zeit, einen Spieler zu benennen. Dieser muss das Feld für eine Minute verlassen.

Bericht: Merz holt Ex-Nationalspielerin Keßler ins Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz holt die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler einem Bericht des Handelsblatts zufolge in sein Regierungsteam. Die 38-Jährige, bisher UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, soll demnach als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt auf Christiane Schenderlein folgen. Die Europäische Fußball-Union kommentierte dies auf Anfrage zunächst nicht.

"Um die Ohren fliegen": Klopp erklärt Kongress-Verzicht

Sein Kommen war lange ausgemacht, doch als frischgebackener Bundestrainer wollte sich Jürgen Klopp dann doch nicht auf dem Internationalen Trainer-Kongress an seiner alten Wirkungsstätte Mainz präsentieren. Sein Auftritt dort hätte ihm "in den nächsten Tagen und Wochen um die Ohren fliegen" können, damit entschuldigte sich der 59-Jährige in einer Grußbotschaft für sein Fernbleiben. Klopp wurde von DFB-Sportdirektor Rudi Völler vertreten.

Textgröße ändern: