Deutsche Tageszeitung - Nach Gold: Preuß darf Trainer Röiseland die Haare schneiden

Nach Gold: Preuß darf Trainer Röiseland die Haare schneiden


Nach Gold: Preuß darf Trainer Röiseland die Haare schneiden
Nach Gold: Preuß darf Trainer Röiseland die Haare schneiden / Foto: © SID

Nach ihrer goldenen Galavorstellung durfte Franziska Preuß erstmal in die ungewohnte Rolle als Friseurin schlüpfen. "Da wir schon Bronze im Mixed und Silber im Sprint hatten, habe ich gesagt, wenn jemand von uns Gold holt, kann er meine Haare schneiden", sagte Frauen-Trainer Sverre Olsbu Röiseland mit breitem Grinsen: "Sie hat es getan - also sehen wir mal, wie ich danach aussehe." Preuß selbst sah nach ihrem "perfekten Rennen" erstmal sehr gerührt aus.

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Besonders in den Armen von Mama Elisabeth und Papa Georg kullerten dicke Freudentränen. "Für meine Eltern auch ein mega Moment, die haben alle Tiefen am meisten mitgekriegt. Die wissen mit am besten, was in einem Sportler los ist, wenn es mal nicht läuft", sagte die 30-Jährige: "Sie waren in Nove Mesto auch schon dabei, da lief es nicht so. Dass man jetzt mal einen Grund zur Freude hat, ist der Wahnsinn. Es war sehr emotional."

Sie habe während all der Zwangspausen immer gewusst, "wenn ich gesund bin, kann ich mehr schaffen". An die noch verbleibenden vier weiteren Medaillenchancen verschwendete Preuß aber erstmal keinen Gedanken. "Ich bin froh, dass es einen Zwischentag gibt zum Runterfahren", sagte die Bayerin. Sie habe für sich "ein gutes Programm für den Tag gefunden mit wenig Sport und viel Zeit im Bett, um möglichst viele Körner zu sparen. Die zweite Woche wird nochmal lang. Ich mache nichts Besonderes."

Er würde bei Preuß für die zweite WM-Hälfte "keine Limits setzen", sagte Sportdirektor Felix Bitterling. Aber seine Spitzenathletin sei "kein Roboter. Mit jeder Medaille und jedem Titel wird auch das drumherum mehr. Es wollen sie so viele Leute sprechen, dann kommt noch dies und der Anruf und wenn es nur die erweiterte Familie zum Gratulieren ist, irgendwann zieht das Energie. Das darf man nicht unterschätzen."

(U.Kabuchyn--DTZ)

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