Deutsche Tageszeitung - Neuer Biathlon-Kalender: Oberhof nicht mehr im Januar

Neuer Biathlon-Kalender: Oberhof nicht mehr im Januar


Neuer Biathlon-Kalender: Oberhof nicht mehr im Januar
Neuer Biathlon-Kalender: Oberhof nicht mehr im Januar / Foto: © IMAGO/Karina Hessland/SID

Die deutschen Biathlon-Fans müssen sich in den kommenden Jahren auf einen neuen Termin für den Heimweltcup in Oberhof einstellen. Wie der Weltverband IBU nach einer Sitzung seines EB Boards am Freitag mitteilte, finden die traditionell bislang in der ersten Januarwoche ausgetragenen Rennen am Rennsteig künftig erst Ende Februar oder gar Anfang März statt. Der zweite Heimweltcup in Ruhpolding rückt zu Beginn des kommenden Olympia-Zyklus, der von 2026 bis 2030 läuft, einmalig in die erste, bleibt in den folgenden Jahren aber dann wieder traditionell in der zweiten Januarwoche.

Textgröße ändern:

Das Oberhofer Organisationskomitee hatte zuletzt wegen schwieriger Schneeverhältnisse und schlechter Wetterbedingungen oftmals mit dem Termin zum Jahresauftakt gehadert und Wünsche bezüglich einer Verlegung geäußert. "Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Oberhof zu Beginn des dritten Trimesters ein guter Standort werden kann", hatte OK-Chef Bernd Wernicke bereits im Rahmen der diesjährigen Weltcup-Rennen in Thüringen gesagt. Diesen Wunsch erfüllt der Weltverband nun ab der Saison 2026/27.

"Auf den ersten Blick mag es verwundern, wenn ein bewährtes System reformiert werden soll", sagte DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach der Sportschau: "Der Plan, der uns heute präsentiert wurde, scheint jedenfalls die meisten unserer gemeinsamen Überlegungen zu berücksichtigen. Uns als DSV war natürlich in erster Linie wichtig, dass wir auch in den kommenden vier Jahren mit unseren beiden Standorten Oberhof und Ruhpolding jedes Jahr im Kalender vertreten sind."

Generell beschloss das EB Board einige strukturelle Veränderungen im Weltcupkalender. So wird es nur noch teilweise den bislang klassischen Aufbau mit drei Trimestern geben. In der Saison 2026/27 und 2028/29 wird beispielsweise der zweite Wettkampfblock um eine Station erweitert. Auf der Pokljuka wird dann zum Jahreswechsel ein gänzlich neuer Zwei-Tages-Weltcup eingeführt. Die Weltmeisterschaften sind dagegen weiterhin für Mitte Februar geplant.

Wie bereits bekannt, wird die WM 2027 im estnischen Otepää ausgetragen. In Folge macht der Jahreshöhepunkt 2028 in Hochfilzen und 2029 in Oslo Station. Der Saisonstart erfolgt im kommenden Olympia-Zyklus zunächst in Kontiolahti und danach in Östersund, zudem findet das Weltcupfinale 2029 einmal im kanadischen Canmore statt.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

England testet Keeper-Regel: Unterzahl bei taktischer Auszeit

Im Kampf gegen "taktische Auszeiten" und nur zum Schein behandelte Torhüter will der englische Fußball offenbar eine kreativen Regel testen. Die Idee: Betritt medizinisches Personal zur Behandlung eines Schlussmanns den Platz, hat der Trainer zehn Sekunden Zeit, einen Spieler zu benennen. Dieser muss das Feld für eine Minute verlassen.

Bericht: Merz holt Ex-Nationalspielerin Keßler ins Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz holt die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler einem Bericht des Handelsblatts zufolge in sein Regierungsteam. Die 38-Jährige, bisher UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, soll demnach als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt auf Christiane Schenderlein folgen. Die Europäische Fußball-Union kommentierte dies auf Anfrage zunächst nicht.

"Um die Ohren fliegen": Klopp erklärt Kongress-Verzicht

Sein Kommen war lange ausgemacht, doch als frischgebackener Bundestrainer wollte sich Jürgen Klopp dann doch nicht auf dem Internationalen Trainer-Kongress an seiner alten Wirkungsstätte Mainz präsentieren. Sein Auftritt dort hätte ihm "in den nächsten Tagen und Wochen um die Ohren fliegen" können, damit entschuldigte sich der 59-Jährige in einer Grußbotschaft für sein Fernbleiben. Klopp wurde von DFB-Sportdirektor Rudi Völler vertreten.

Völler: Kimmich bleibt tragende Säule

Kapitän Joshua Kimmich bleibt auch nach dem dritten WM-Desaster in Serie eine tragende Säule der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. "Ich gehe mal davon aus", sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler auf dem "Internationalen Trainer-Kongress" in Mainz auf eine entsprechende Frage und ergänzte: "Jo Kimmich hat es in vielen Länderspielen bewiesen, dass er ein Fahnenträger ist, ein toller Kapitän. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da eine große Veränderung geben wird."

Textgröße ändern: