Deutsche Tageszeitung - Olympia-Eiskanal in Cortina: Behörden beklagen Sabotage

Olympia-Eiskanal in Cortina: Behörden beklagen Sabotage


Olympia-Eiskanal in Cortina: Behörden beklagen Sabotage
Olympia-Eiskanal in Cortina: Behörden beklagen Sabotage / Foto: © SID

Auf der Baustelle des geplanten Olympia-Eiskanals in Cortina d'Ampezzo für die Winterspiele im nächsten Jahr ist es offenbar zu einem Sabotageakt gekommen. Wie das italienische Infrastrukturministerium mitteilte, sei ein Kühlrohr gelöst und anschließend damit eine Straße blockiert worden. Der Vorfall war den zuständigen Behörden von Regierungskommissar Fabio Saldini gemeldet worden, am Montag ist eine Inspektion des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) geplant.

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Die Geschehnisse seien "beunruhigend und gravierend", teilte das Infrastrukturministerium um Minister Matteo Salvini mit: "Diejenigen, die den Olympischen Spielen schaden wollen, schaden Italien vor den Augen der Welt." Der Staat werde sich jedoch "nicht einschüchtern lassen".

Das 120 Millionen Euro teure Projekt sorgte sowohl wegen der kurzen Zeit bis zu den Spielen als auch wegen der Umweltauswirkungen für öffentliche Misstöne. Schon vor der Beeinträchtigung durch den jüngsten Vorfall stand das Bauvorhaben unter großem Zeitdruck.

Es ist weiterhin fraglich, ob die Bahn rechtzeitig vor Ablauf der Genehmigungsfrist im März fertiggestellt ist. Sollte dies nicht der Fall sein, droht eine Verlegung der Wettbewerbe im Bob, Rodeln und Skeleton, bei denen insgesamt zwölf Goldmedaillen vergeben werden, in die USA nach Lake Placid.

Die Veranstalter hatten ursprünglich geplant, die Wettbewerbe im Ausland auszutragen. Vor rund einem Jahr wurde diese Entscheidung jedoch revidiert und stattdessen auf den Wiederaufbau der Eugenio-Monti-Bahn gesetzt. Italiens Sportminister Andrea Abodi hatte die Entscheidung für den umstrittenen Wiederaufbau erst zu Wochenbeginn verteidigt.

(V.Sørensen--DTZ)

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