Deutsche Tageszeitung - Nächste Schweizer Gala: Weltmeister von Allmen feiert Heimsieg

Nächste Schweizer Gala: Weltmeister von Allmen feiert Heimsieg


Nächste Schweizer Gala: Weltmeister von Allmen feiert Heimsieg
Nächste Schweizer Gala: Weltmeister von Allmen feiert Heimsieg / Foto: © SID

Ein Weltmeister siegt vor einem Weltmeister, die Schweiz liegt dreifach vorne: Die Speed-Asse der Eidgenossen haben auch die WM-Revanche dominiert und beim Heimspiel in Crans-Montana komplett abgeräumt. Nach seinem Gold in Saalbach-Hinterglemm gewann Franjo von Allmen erstmals eine Weltcup-Abfahrt und setzte sich mit 13 Hundertsteln Vorsprung auf Super-G-Weltmeister Marco Odermatt durch. Wie bei der WM-Abfahrt belegte Alexis Monney (+0,42 Sekunden) Rang drei.

Textgröße ändern:

Das Top-Trio der Schweizer bereitete 6000 begeisterten Fans eine Menge Vorfreude auf die kommende WM 2027, die zum zweiten Mal nach 1987 in Crans-Montana stattfindet. Vor 38 Jahren hatten ebenfalls die Schweizer einen Traumtag erlebt: In der Abfahrt feierten sie damals angeführt von Peter Müller einen Vierfachsieg.

Während die Schweizer in der sechsten Weltcup-Abfahrt des Winters den fünften Sieg feierten und von zwölf Top-2-Plätzen elf eingefahren haben, bleiben die Österreicher weiter ohne Podest in der Königsdisziplin. Ex-Weltmeister Vincent Kriechmayr kam auf der nicht allzu anspruchsvollen Piste auf Platz vier (+0,81). Der Kanadier James Crawford, der beim Klassiker in Kitzbühel die Schweizer Siegesserie geknackt hatte, wurde Sechster (+0,84).

Der frühere Vize-Weltmeister Romed Baumann spielte wie schon bei der WM-Abfahrt keine Rolle und verpasste mit 2,66 Sekunden Rückstand eine Spitzenplatzierung deutlich.

Für die Schweizer war es indes nicht das einzige Highlight am Wochenende. Speed-Spezialist Niels Hintermann gab bei Instagram bekannt, dass er seine im Oktober 2024 öffentlich gemachte Krebserkrankung wohl überwunden habe. Wann und ob der dreimalige Weltcupsieger ins Wettkampfgeschehen zurückkehrt, ließ er offen.

Das Abfahrtstraining am Freitag war zuvor von einem schweren Sturz des Franzosen Nils Alphand überschattet worden. Der Sohn des früheren Topstars Luc Alphand wurde mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht. Nähere Informationen zum Gesundheitszustand des 28-Jährigen wurden zunächst nicht bekannt.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Tennis: Auch Struff scheitert in Shanghai

Tennisprofi Jan-Lennard Struff ist in der zweiten Runde des ATP-Masters in Shanghai gescheitert - damit ist beim Hartplatz-Event in China aus deutscher Sicht nur noch Alexander Zverev vertreten. Struff (36) unterlag am Samstag dem früheren Weltranglistenersten Daniil Medwedew mit 6:4, 4:6, 3:6, es war die zweite Niederlage gegen den Russen innerhalb von acht Tagen: Schon im Achtelfinale von Peking war Struff an Medwedew gescheitert (4:6, 3:6).

NHL: Seiders Red Wings unterliegen Grubauers Kraken

Moritz Seider und die Detroit Red Wings tun sich zu Beginn der NHL-Season weiterhin schwer. Der Kapitän der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft verlor mit Detroit das Duell mit den Seattle Kraken um DEB-Goalie Philipp Grubauer mit 3:6, im vierten Spiel war es die dritte Niederlage. Noch unter der Woche hatten die Red Wings mit dem ersten Saisonsieg gegen die Ottawa Senators Hoffnung geschöpft.

WNBA: Fiebich und New York scheitern im Halbfinale

Basketball-Nationalspielerin Leonie Fiebich hat mit New York Liberty den Sprung in die Finalserie der WNBA verpasst. Die 26-Jährige und ihr Team verloren in der Nacht auf Samstag auch das dritte Spiel gegen Atlanta Dream mit 83:85, es war New Yorks erstes Heimspiel der Halbfinalserie. Diese entschied Atlanta mit 3:0 für sich, das Team aus dem US-Bundesstaat Georgia steht damit erstmals seit 2013 im Finale. Dort trifft Atlanta ab dem 17. Oktober auf die Golden State Valkyries, die Titelverteidiger Las Vegas Aces ebenfalls mit 3:0 Siegen bezwangen.

"Chance genutzt": Kössler überzeugt den Bundestrainer

Zielspielerin, Ballverteilerin, Torjägerin: Für Bundestrainer Christian Wück konnte es nach dem rundum gelungenen fünften Länderspiel von Melissa Kössler nur ein Urteil geben. "Wenn man es kurz und knapp fassen will, hat sie ihre Chance genutzt", sagte der 53-Jährige über die Matchwinnerin. Mit einem Doppelpack hatte Kössler die DFB-Frauen zu einem 4:2 (2:1) gegen Australien und dem erhofft positiven Start in die WM-Saison geführt.

Textgröße ändern: