Deutsche Tageszeitung - Körpertreffer als Schlüssel: Kabayel erkämpft sich WM-Chance

Körpertreffer als Schlüssel: Kabayel erkämpft sich WM-Chance


Körpertreffer als Schlüssel: Kabayel erkämpft sich WM-Chance
Körpertreffer als Schlüssel: Kabayel erkämpft sich WM-Chance / Foto: © IMAGO/Schmidt/SID

Der deutsche Profiboxer Agit Kabayel darf nach dem nächsten Statement-Sieg auf einen baldigen WM-Kampf hoffen. Der Schwergewichtler aus Bochum gewann den Ausscheidungsfight des Verbandes WBC am Samstag in Riad gegen den Chinesen Zhilei Zhang durch K.o. in der sechsten Runde und hat als Pflichtherausforderer nun Anspruch auf einen Kampf gegen Weltmeister Alexander Usyk. Der 32-Jährige feierte den 26. Sieg im 26. Profikampf und krönte sich zum Interims-Champion der WBC. Zhang kassierte in seinem 31. Kampf seine dritte Niederlage.

Textgröße ändern:

Kabayel wandelt damit weiter auf Spuren von Max Schmeling, der vor fast 100 Jahren als bisher einziger Deutscher auf dem Schwergewichts-Thron saß. Ob ein Fight gegen Usyk auch wirklich zustande kommt, ist jedoch offen - ein Vereinigungskampf mit IBF-Weltmeister Daniel Dubois könnte für den Ukrainer finanziell lukrativer sein.

Vor den Augen von Usyk und Ex-Weltmeister Anthony Joshua setzte Kabayel schon in den ersten Runden auf seine gefürchteten Schläge zum Körper, die ihm den Spitznamen "Leberking" eingebracht hatten. Der Bochumer war der klar aktivere Boxer und suchte die Ringmitte, der schon 41 Jahre alte Chinese hatte früh mit konditionellen Problemen kämpfen - schlug Kabayel dann aber in Runde fünf mit seiner gewaltigen Linken zu Boden. Der Deutsche berappelte sich, ging in Runde sechs weiter zum Körper - und zermürbte Zhang entscheidend. Der Chinese ging zu Boden und wurde ausgezählt.

Kabayel, der zuvor bereits zweimal Europameister gewesen war, war mit beeindruckenden Erfolgen gegen die zuvor ungeschlagenen Arslanbek Machmudow (Russland) und Frank Sanchez (Kuba) in die Weltspitze aufgestiegen - und untermauerte seinen WM-Anspruch nun mit Nachdruck.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Bericht: Merz holt Ex-Nationalspielerin Keßler ins Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz holt die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler einem Bericht des Handelsblatts zufolge in sein Regierungsteam. Die 38-Jährige, bisher UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, soll demnach als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt auf Christiane Schenderlein folgen. Die Europäische Fußball-Union kommentierte dies auf Anfrage zunächst nicht.

"Um die Ohren fliegen": Klopp erklärt Kongress-Verzicht

Sein Kommen war lange ausgemacht, doch als frischgebackener Bundestrainer wollte sich Jürgen Klopp dann doch nicht auf dem Internationalen Trainer-Kongress an seiner alten Wirkungsstätte Mainz präsentieren. Sein Auftritt dort hätte ihm "in den nächsten Tagen und Wochen um die Ohren fliegen" können, damit entschuldigte sich der 59-Jährige in einer Grußbotschaft für sein Fernbleiben. Klopp wurde von DFB-Sportdirektor Rudi Völler vertreten.

Völler: Kimmich bleibt tragende Säule

Kapitän Joshua Kimmich bleibt auch nach dem dritten WM-Desaster in Serie eine tragende Säule der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. "Ich gehe mal davon aus", sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler auf dem "Internationalen Trainer-Kongress" in Mainz auf eine entsprechende Frage und ergänzte: "Jo Kimmich hat es in vielen Länderspielen bewiesen, dass er ein Fahnenträger ist, ein toller Kapitän. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da eine große Veränderung geben wird."

Chaos in Italien: Pirlo ist wohl raus, Maldini droht

Er war der Wunschkandidat nach den Absagen von Pep Guardiola und Carlo Ancelotti, nun aber steht Andrea Pirlo im Mittelpunkt einer Kontroverse um die Besetzung des Trainerpostens bei der italienischen Fußball-Nationalmannschaft. Zugleich droht nun auch der Rückzug des gerade erst zum Technischen Direktor berufenen Paolo Maldini, der sich für den nicht mehr tragbaren Pirlo eingesetzt hatte.

Textgröße ändern: