Deutsche Tageszeitung - Kerber warnt: "Loch" im deutschen Frauen-Tennis droht

Kerber warnt: "Loch" im deutschen Frauen-Tennis droht


Kerber warnt: "Loch" im deutschen Frauen-Tennis droht
Kerber warnt: "Loch" im deutschen Frauen-Tennis droht / Foto: © IMAGO/tennisphoto.de/SID

Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber hat die Erwartungen an das deutsche Frauen-Tennis gedämpft und um Geduld geworben. Man müsse "ein bisschen die Zeit vergehen lassen, weil ich ganz genau weiß, dass wir wirklich sehr, sehr gute junge Talente haben", sagte die 37-Jährige im Interview mit RTL/ntv. Nach der "extrem starken" Generation mit ihr, Andrea Petkovic, Sabine Lisicki oder Julia Görges sei es aber "klar, dass irgendwann ein Loch droht, und da kommen wir so langsam hin".

Textgröße ändern:

Zuletzt waren Erfolge deutscher Spielerinnen selten geworden. Melbourne-Überraschung Eva Lys kletterte jüngst im WTA-Ranking auf Platz 77 und überholte damit Tatjana Maria (79.) und Laura Siegemund (83.). "Natürlich muss man aber hier jetzt auch gucken, dass Eva weiterhin genauso solide das Jahr zu Ende spielt", sagte Kerber.

Es brauche "halt Geduld. Und ich weiß, dass Deutschland oder allgemein Menschen keine Geduld haben. Auch ich nicht", sagte die frühere Weltranglistenerste, die seit diesem Jahr als Beraterin die weiblichen Nachwuchstalente des Deutschen Tennis Bundes (DTB) unterstützen soll.

Es sei "vielleicht noch nicht die Generation nach mir oder nach uns, sondern so zwei, drei Generationen, auf die wir warten müssen", erklärte Kerber, die dennoch Grund für Optimismus sieht: "Aber ich bin mir sicher, dass wir früher oder später wieder wirklich gute Tennisspielerinnen haben werden und dass das auch wieder boomen wird."

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

"Um die Ohren fliegen": Klopp erklärt Kongress-Verzicht

Sein Kommen war lange ausgemacht, doch als frischgebackener Bundestrainer wollte sich Jürgen Klopp dann doch nicht auf dem Internationalen Trainer-Kongress an seiner alten Wirkungsstätte Mainz präsentieren. Sein Auftritt dort hätte ihm "in den nächsten Tagen und Wochen um die Ohren fliegen" können, damit entschuldigte sich der 59-Jährige in einer Grußbotschaft für sein Fernbleiben. Klopp wurde von DFB-Sportdirektor Rudi Völler vertreten.

Völler: Kimmich bleibt tragende Säule

Kapitän Joshua Kimmich bleibt auch nach dem dritten WM-Desaster in Serie eine tragende Säule der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. "Ich gehe mal davon aus", sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler auf dem "Internationalen Trainer-Kongress" in Mainz auf eine entsprechende Frage und ergänzte: "Jo Kimmich hat es in vielen Länderspielen bewiesen, dass er ein Fahnenträger ist, ein toller Kapitän. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da eine große Veränderung geben wird."

Chaos in Italien: Pirlo ist wohl raus, Maldini droht

Er war der Wunschkandidat nach den Absagen von Pep Guardiola und Carlo Ancelotti, nun aber steht Andrea Pirlo im Mittelpunkt einer Kontroverse um die Besetzung des Trainerpostens bei der italienischen Fußball-Nationalmannschaft. Zugleich droht nun auch der Rückzug des gerade erst zum Technischen Direktor berufenen Paolo Maldini, der sich für den nicht mehr tragbaren Pirlo eingesetzt hatte.

Völler: Kimmich bleibt Kapitän

Kapitän Joshua Kimmich bleibt auch nach dem dritten WM-Desaster in Serie eine tragende Säule der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. "Ich gehe mal davon aus", sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler auf dem "Internationalen Trainer-Kongress" in Mainz auf eine entsprechende Frage und ergänzte: "Jo Kimmich hat es in vielen Länderspielen bewiesen, dass er ein Fahnenträger ist, ein toller Kapitän. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da eine große Veränderung geben wird."

Textgröße ändern: