Deutsche Tageszeitung - Moch läuft in die Top 10 - Norwegen feiert "King Kläbo"

Moch läuft in die Top 10 - Norwegen feiert "King Kläbo"


Moch läuft in die Top 10 - Norwegen feiert "King Kläbo"
Moch läuft in die Top 10 - Norwegen feiert "King Kläbo" / Foto: © IMAGO/PIERRE TEYSOT/SID

Friedrich Moch kämpfte wie ein Löwe, am Streckenrand brüllte Cheftrainer Peter Schlickenrieder seinen Topmann nach vorne - doch als die Post abging, konnte Deutschlands bester Skilangläufer im Konzert der ganz Großen nicht mehr mithalten: Beim nächsten Gold-Coup von Norwegens Superstar Johannes Hösflot Kläbo kam der Allgäuer im Skiathlon der WM von Trondheim auf einen guten zehnten Platz. Für die absolute Weltspitze reichte es wieder nicht.

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"Es war brutal hart, ich hab gekämpft bis zum Ende. Es war ein Überlebenskampf. Im Zielsprint war es dann doch ein bisschen zäh", sagte der 24 Jahre alte Moch. Schlickenrieder meinte nach einem packenden Rennen über jeweils 10 km im klassischen und freien Stil: "Ich bin sehr zufrieden. Top 10 war das Ziel, das hat er knapp geschafft. Der 'Fri' war bis zum Schluss vorne dabei, es war eine gute Leistung."

Vor Zehntausenden Zuschauern im Hexenkessel des ausverkauften Granasen-Skistadions und in den Wäldern entlang der Strecke holte Kläbo zwei Tage nach seinem Triumph im Sprint seinen elften WM-Titel - den ersten in einem Einzeldistanzrennen. Noch in Trondheim könnte der 28-Jährige zu Landsmann und Rekordweltmeister Petter Northug aufschließen, der 14-mal Gold gewann. Noch vier Titelchancen hat Kläbo bei der laufenden WM.

Alleskönner Kläbo, der einen Norge-Vierfachsieg wie 2023 anführte, lief taktisch klug und schlug dann im Sprint gnadenlos zu. Im Ziel lag er jeweils 1,4 Sekunden vor Martin Löwström Nyenget und Harald Amundsen Östberg. "Kläbo ist ein Künstler auf Schnee. Die Konkurrenz hat es ihm aber auch leicht gemacht", sagte Schlickenrieder. Titelverteidiger Simen Hegstad Krüger (12.) landete als einziger der fünf Norweger außerhalb der Top 4.

Moch hatte 3,8 Sekunden Rückstand, auch Florian Notz (27.) und Elias Keck (30.) liefen in die Top 30. 2007 hatten Axel Teichmann und Tobias Angerer bei der WM in Sapporo einen deutschen Doppelsieg im Skiathlon gefeiert, es sind die bislang einzigen Medaillen des DSV in dieser Disziplin.

Erstmals seit 2003 wurde der Skiathlon wieder über 20 statt wie zuletzt über 30 km ausgetragen. Dies resultiert aus der Angleichung des Wettkampfprogramms von Männern und Frauen. Die Frauen, die am Sonntag (14.00 Uhr) im Skiathlon starten, liefen bislang 15 km.

(O.Zhukova--DTZ)

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