Deutsche Tageszeitung - Nächster Rückschlag für RB - Druck auf Rose wächst

Nächster Rückschlag für RB - Druck auf Rose wächst


Nächster Rückschlag für RB - Druck auf Rose wächst
Nächster Rückschlag für RB - Druck auf Rose wächst / Foto: © SID

Das Ziel wackelt, der Druck auf Marco Rose wächst: Nach dem nächsten Rückschlag im Kampf um die Champions League war die Stimmung bei RB Leipzig an einem Tiefpunkt. "Das ist sehr enttäuschend", sagte Trainer Rose, dessen Zukunft bei den so ambitionierten Sachsen nach dem 1:2 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 wieder stärker in den Fokus rückt.

Textgröße ändern:

Dabei sollte der Halbfinaleinzug im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg (1:0) am Mittwoch eigentlich Schwung für den dringend benötigten Befreiungsschlag in der Bundesliga geben. Stattdessen stecken die Leipziger nach nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen auf Rang sechs fest.

"Das ändert nichts an den Ambitionen. Danach werde ich abgerechnet, danach werden wir als Klub abgerechnet", sagte Rose, für den die Luft nun wieder dünner wird. Die RB-Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer, der dem Trainer zuletzt noch den Rücken gestärkt hatte, mieden am späten Samstagnachmittag die Mikrofone in der Leipziger Arena.

Xavi Simons (1.) hatte RB zwar einen Traumstart beschert, doch danach schlich sich das Manko ein, dass die Leipziger schon über die ganze Saison begleitet. Seine Mannschaft sei gut ins Spiel gekommen, habe dann aber "nach und nach an Energie verloren", erklärte Rose. Die Laufwerte seien "top", die Einstellung "sehr gut", aber wieder habe sein Team "kein Gefühl für die entscheidenden Spielsituationen und Spielphasen" entwickelt. Das nutzten die Mainzer durch Nadiem Amiri (52.) und Jonathan Burkardt (58.) aus.

Kevin Kampl fand im Anschluss deutliche Worte. "Wir müssen jetzt langsam mal alle verstehen, die Spieler, die Fans, alle miteinander beim Verein, dass diese Saison einfach schwierig ist", sagte der Mittelfeldspieler: "Es wird bis zum Ende ein Kampf um die Champions League. Darauf müssen wir uns einstellen."

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Medien: Möglicher Infantino-Kontrahent tritt nicht an

Den Gegnern von Gianni Infantino gehen offenbar die Optionen für einen starken Kontrahenten bei der FIFA-Präsidentschaftswahl aus. Wie zunächst der Guardian und später die BBC und ESPN unter Berufung auf eigene Quellen berichteten, will der Kanadier Victor Montagliani für eine weitere vierjährige Amtszeit an der Spitze des Fußballverbandes für Nord- und Mittelamerika und die Karibik (CONCACAF) kandidieren und von einer FIFA-Kandidatur absehen.

Gidsel-Rekord: Füchse feiern zweiten Champions-League-Sieg

Welthandballer Mathias Gidsel hat die Füchse Berlin mit einer überragenden Rekordshow quasi im Alleingang zum nächsten Sieg in der Champions League geworfen. Der furiose Däne steuerte am dritten Spieltag in der Königsklasse fantastische 17 Tore zum 40:32 (20:17)-Erfolg seiner Mannschaft gegen den portugiesischen FC Porto bei, für das Team von Trainer Nicolej Krickau ist es der zweite Sieg im laufenden Wettbewerb.

DESG-Zwist: Erfurter Sportler unterschreiben "unter Protest"

Die Eisschnellläuferinnen und Eisschnellläufer am Bundesstützpunkt Erfurt haben die umstrittene Athletenvereinbarung der Deutschen Eisschnelllauf und Shorttrack Gemeinschaft (DESG) "ausdrücklich unter Protest" unterschrieben. Das Vertrauen in das DESG-Präsidium bleibe ungeachtet dessen "erheblich beschädigt", teilten die Athletinnen und Athleten um Hendrik Dombek und Toptalent Finn Sonnekalb in einer Stellungnahme am Donnerstagabend mit. Um 20 Uhr war die Frist der DESG abgelaufen.

Maradona-Prozess: Anklage fordert bis zu zwölf Jahre Haft

Im Prozess um den Tod von Fußball-Ikone Diego Maradona hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen für mehrere damals beteiligte medizinische Fachkräfte gefordert. Dabei sprach sich die Anklage am Donnerstag im Gericht in San Isidro bei Buenos Aires für Freiheitsstrafen von vier bis zwölf Jahren für sechs der Angeklagten aus. So habe laut Staatsanwaltschaft eine "chaotische Organisation" zu einer "Situation der Vernachlässigung" Maradonas geführt, der "seinem Schicksal überlassen" worden sei.

Textgröße ändern: