Deutsche Tageszeitung - Hennig/Gimmler verpassen Teamsprint-Medaille deutlich

Hennig/Gimmler verpassen Teamsprint-Medaille deutlich


Hennig/Gimmler verpassen Teamsprint-Medaille deutlich
Hennig/Gimmler verpassen Teamsprint-Medaille deutlich / Foto: © IMAGO/EIBNER/SID

Olympiasiegerin Katharina Hennig hat bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim im Langlauf-Teamsprint mit Laura Gimmler eine Medaille deutlich verpasst. Das deutsche Duo kam am Mittwoch bei schwierigen Bedingungen mit Tau- und Regenwetter auf den sechsten Platz - zu Bronze fehlten mehr als 40 Sekunden.

Textgröße ändern:

"Die Krankheit von Laura hat uns auf dem falschen Fuß erwischt. Sie war nicht in der Verfassung, auf so einem selektiven Kurs mitzulaufen", sagte Cheftrainer Peter Schlickenrieder in der ARD über die angeschlagene Gimmler, die sich kurz vor WM-Start einen Infekt zugezogen hatte: "Mehr war nicht drin."

Den Sieg im klassischen Stil sicherten sich nach drei 1,4-km-Runden für jede Läuferin die Schwedinnen Jonna Sundling, die bereits den Einzelsprint gewonnen hatte, und Maja Dahlqvist vor Jessie Diggins und Julia Kern aus den USA (+2,9 Sekunden) sowie der Schweiz mit Anja Weber und Nadine Fähndrich (+9,1).

Deutschland lag 51,9 Sekunden zurück. Norwegen kam beim Heimspiel nicht über Platz fünf hinaus. Damit ging in der vierten Laufentscheidung der Frauen Gold zum vierten Mal an die Schwedinnen - und das im Land des Erzrivalen.

Das deutsche Duo hatte nach einem Sturz Hennigs im Prolog am Morgen von recht weit hinten starten müssen, während Sundling mächtig Tempo machte. Schon auf der zweiten Runde ließ Gimmler abreißen, der Traum von einer Medaille war frühzeitig geplatzt.

Für Hennig war es nach Platz sieben über 10 km am Dienstag der zweite Einsatz in Trondheim, für Gimmler der erste. Wegen des Infekts hatte die Oberstdorferin auf den Einzelsprint zum Auftakt verzichten müssen.

Hennig hatte bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking sensationell mit Victoria Carl Gold im Klassik-Teamsprint geholt. In Trondheim war Carl zuvor in allen Rennen am Start gewesen und hatte daher im Hinblick auf die Staffel am Freitag pausiert. Dort haben die deutschen Langläuferinnen ihre größte Medaillenchance.

Die bislang einzige deutsche Medaille im Teamsprint der Frauen hatten Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad 2007 in Sapporo mit Silber geholt, 2010 holte das Duo Olympia-Gold.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Ronaldo adelt Messi: "Mein voller Respekt"

Nach dem Ende seiner Nationalmannschaftskarriere nehmen die Lobeshymnen auf Superstar Lionel Messi kein Ende - nun huldigte ihm sogar sein ewiger Rivale. "Leo", schrieb der Portugiese Cristiano Ronaldo bei Instagram, "du hast dein Land so viele Jahre lang vertreten und eine Geschichte geschrieben, die für immer in Erinnerung bleiben wird."

FIFA-Wahl: Vega will Infantino herausfordern

Der frühere Schweizer Fußballprofi Ramon Vega will ein weiteres Mal seinen Landsmann Gianni Infantino an der Spitze des Weltverbandes FIFA herausfordern. Der 55-Jährige kündigte an, bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr antreten zu wollen. Dafür braucht Vega allerdings den Rückhalt einiger Verbände, daran war sein Vorhaben, Infantino abzulösen, schon einmal gescheitert.

Handball: Magdeburg feiert Sieg im Schlüsselspiel

Der SC Magdeburg hat auf dem Weg zum angestrebten Gruppensieg in der Champions League das Schlüsselspiel bei Industria Kielce gewonnen. Der deutsche Handballmeister setzte sich in Polen 35:30 (19:17) durch und liegt nach drei Siegen aus drei Spielen an der Spitze der Gruppe F. Beste Torschützen der Gäste waren die Isländer Omar Ingi Magnusson und Gisli Kristjansson mit elf Toren.

"Inakzeptable Bedingungen": Golfstar Rahm verlässt LIV-Tour

Der spanische Golfstar Jon Rahm verlässt die in finanzielle Schieflage geratene LIV-Tour. Wie sein Anwalt am Mittwoch mitteilte, habe der 31 Jahre alte Rahm die "Bedingungen" der umstrittenen Turnierserie geprüft und für "inakzeptabel" befunden. Für die LIV-Tour, die im September nach dem Rückzug des saudi-arabischen Staatsfonds PIF als Hauptgeldgeber einen Insolvenzantrag in den USA gestellt hatte, ist das ein herber Schlag.

Textgröße ändern: