Deutsche Tageszeitung - Sturmlauf ohne Erfolg: Europa für BVB in höchster Gefahr

Sturmlauf ohne Erfolg: Europa für BVB in höchster Gefahr


Sturmlauf ohne Erfolg: Europa für BVB in höchster Gefahr
Sturmlauf ohne Erfolg: Europa für BVB in höchster Gefahr / Foto: © SID

Borussia Dortmund kassiert nach dem Einzug ins Champions-League-Viertelfinale den nächsten schweren Dämpfer in der Liga.

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Leipzig (SID) Nach der x-ten vergebenen Torchance eines irren Sturmlaufs fiel Maximilian Beier nach hinten um wie ein Baum. 26 Torschüsse, drei Aluminium-Treffer und riesige Gelegenheiten in Serie hatte Borussia Dortmund vor allem in der zweiten Halbzeit produziert - und doch verlor der BVB sein wegweisendes Spiel bei RB Leipzig mit 0:2 (0:1). Die Aussicht auf einen Europapokalplatz für den Viertelfinalisten der Champions League schwindet und schwindet.

Die Dortmunder setzten drei Tage nach dem Achtelfinal-Erfolg beim OSC Lille (2:1) auch ihre Bundesliga-Achterbahnfahrt nach internationalen Erfolgen fort. "Immer wird gesagt, dass wir nach der Champions League keine Spiele gewinnen können. Das nervt extrem, das haben wir wieder nicht geschafft", schimpfte Pascal Groß. "Konstanz ist im Fußball eine Riesenqualität - und die kriegen wir einfach nicht hin." Der Rückstand auf den sechsten Platz beträgt sieben Punkte, das Restprogramm ist zudem enorm schwierig.

RB Leipzig ist nach dem dritten Bundesligasieg des Jahres im Kampf um das Minimalziel erneute Champions-League-Qualifikation dagegen weiter voll im Rennen und steht mit 42 Punkten deutlich besser da als die Borussia (35). Xavi Simons (18.) und Lois Openda (48.) ließen in Leipzig auch Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff jubeln. "Egal wie: Wir wollten unbedingt die drei Punkte haben", sagte der starke Torhüter Peter Gulacsi bei Sky: "Der BVB war in der zweiten Halbzeit offensiv einfach brutal."

In einer munteren Anfangsphase wählten beide Mannschaften einen kontrollierten, aber offensiven Ansatz. Leipzig erspielte sich dabei schnell einen Vorteil über die linke Seite von David Raum. Der Nationalspieler hatte zu viel Freiraum und wurde über lange Pässe immer wieder erfolgreich ins letzte Drittel geschickt. Für das Tor von BVB-Keeper Gregor Kobel entstand so große Gefahr.

Nach einer scharfen Hereingabe Raums scheiterte Openda (14.) an der Latte. Kurz darauf schickte Xavi Simons Linksverteidiger Raum. Nach dessen Abschluss landete der Ball vor den Füßen des niederländischen Spielmachers, der für die verdiente Führung sorgte. Leipzig war auch danach klar überlegen - und erneut im Alu-Pech: Ridle Baku (35.) zirkelte den Ball an die Latte.

Dortmund lieferte in der ersten Hälfte zu wenig. Torjäger Serhou Guirassy (9.) und Karim Adeyemi (45.+2) zielten bei den einzig nennenswerten Versuchen zu zentral. Defensiv war der BVB überaus anfällig, im Spielaufbau zu nervös und fehlerbehaftet. Zudem bangt er um den früh ausgewechselten Marcel Sabitzer, der sich schmerzhaft das Knie verdrehte.

Der geringe Rückstand zur Pause war schmeichelhaft und fiel nach Wiederanpfiff prompt höher aus. Openda kam nach einer Ecke am langen Pfosten frei zum Abschluss.

Dortmund zeigte die nötige Reaktion, hatte nun seine stärkste Phase und war wie die plötzlich stark verunsicherten Leipziger im Pech: Maximilian Beier (50., 52.) und Adeyemi (64.) trafen das Alu. Guirassy (62.) scheiterte zudem freistehend an Gulacsi, der sich auch ansonsten auszeichnete. Groß schoss aus herausragender Position über das Tor.

(V.Korablyov--DTZ)

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