Deutsche Tageszeitung - Tischtennis-Ass Boll künftig wohl BVB-Asienbotschafter

Tischtennis-Ass Boll künftig wohl BVB-Asienbotschafter


Tischtennis-Ass Boll künftig wohl BVB-Asienbotschafter
Tischtennis-Ass Boll künftig wohl BVB-Asienbotschafter / Foto: © www.imago-images.de/SID

Das deutsche Tischtennis-Idol Timo Boll hat offenbar eine erste Aufgabe für die Zeit nach seinem nahenden Laufbahnende gefunden. SID-Informationen zufolge soll der Rekordeuropameister bei Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund rund um das Punktspiel am Sonntag (17.30/DAZN) gegen den FSV Mainz als künftiger Asien-Repräsentant vorgestellt werden. Tags zuvor (18.00 Uhr/Dyn) steht der 43-Jährige mit Meister und Play-off-Teilnehmer Borussia Düsseldorf in seinem letzten Bundesliga-Punktspiel nach 29 Jahren beim Tischtennis-Team des BVB in der Box.

Textgröße ändern:

Boll ist eingefleischter Anhänger von Dortmunds Fußballern und eingetragenes BVB-Mitglied. Bereits vor Jahresfrist hatte der ehemalige Weltranglistenerste im Zusammenhang mit seinem Interesse am Sportmanagement-Bereich Interesse an der BVB-Organisation gezeigt.

Wenige Tage vor der anstehenden Fahrt nach Dortmund bestätigte Boll auf SID-Anfrage auch schon Gespräche mit den schwarz-gelben Borussen. "Ich würde gerne mal in die Strukturen eines großen Fußballklubs hineinschnuppern. Da wäre für mich der BVB die erste Adresse, und es gibt auch schon erste Kontakte hierzu", erklärte der zweimalige WM-Dritte.

Eine Zusammenarbeit mit Boll, den auch Düsseldorf gerne über den Sommer hinaus in neuer Funktion an sich binden möchte, würde für Dortmund auf einen erheblichen Imagetransfer in Fernost einzahlen. Boll gilt auf dem asiatischen Kontinent als außerordentlicher Publikumsliebling und genießt im tischtennisverrückten China den Status eines Superstars. Bei zahlreichen Turnierteilnahmen im Reich der Mitte vor dem Ende von Bolls internationaler Karriere stellten die Organisatoren dem zweimaligen Weltcupsieger regelmäßig Personenschützer für die Wege zwischen Hotels und Hallen zur Seite.

Dortmunds Tischtennis-Chefin Ursula Reitemeyer beschrieb eine Botschafter-Rolle von Boll für ihren Verein auf dem asiatischen Markt als geradezu logisch: "Timo", sagte die Philosophie-Professorin im SID-Gespräch, "ist ja in Asien und besonders in China wohl bekannter als fast jeder Fußballer."

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Boxen: Zachenhuber verliert WM-Kampf in Dschidda

Boxprofi Simon Zachenhuber hat seine unverhoffte WM-Chance nicht zum WBO-Triumph genutzt, sich aber hervorragend verkauft. Im saudi-arabischen Dschidda unterlag der Supermittelgewichtler aus Bayern dem weiter ungeschlagenen Titelträger Hamzah Sheeraz (Großbritannien) am späten Samstagabend unerwartet knapp nach Punkten. Es war Zachenhubers zweite Niederlage im 31. Profikampf.

Nach Test-Wirbel: Ansah stürmt in 10,00 zum Titel

Owen Ansah ist trotz des Wirbels um seinen verweigerten Dopingtest bei der Leichtathletik-DM in Wattenscheid ganz souverän erneut zum Titel über 100 m gesprintet und hat an seinem deutschen Rekord gekratzt. Der 25 Jahre alte deutsche Rekordhalter aus Hamburg gewann im Lohrheidestadion in glatten 10,00 Sekunden und blieb nur zwei Hundertstel über seiner Bestmarke aus dem Juni.

Norris rast zur Pole - Strafen für Hamilton und Antonelli

Die Serie von Mercedes in der Formel 1 ist gerissen: Lando Norris ist in Budapest zur Pole Position gerast. Der britische Weltmeister setzte sich bei der Zeitenjagd für den Großen Preis von Ungarn am Sonntag (15.00 Uhr MESZ/Sky) mit einer Runde von 1:17,207 Minuten durch und startet vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc und seinem McLaren-Teamkollegen Oscar Piastri. Beide profitierten von jeweiligen Strafen für Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Spitzenreiter Kimi Antonelli.

Norris beendet Mercedes-Serie - Strafe für Hamilton

Die Serie von Mercedes in der Formel 1 ist gerissen: McLaren-Pilot Lando Norris ist in Budapest zur Pole Position gerast. Der britische Weltmeister setzte sich bei der Zeitenjagd für den Großen Preis von Ungarn am Sonntag (15.00 Uhr MESZ/Sky) mit einer Runde von 1:17,207 Minuten knapp vor seinem Landsmann Lewis Hamilton im Ferrari (+0,012 Sekunden) und dessen Teamkollege Charles Leclerc (+0,238) durch. Im elften Hauptrennen der Saison steht damit erstmals kein Silberpfeil auf dem ersten Startplatz.

Textgröße ändern: