Deutsche Tageszeitung - Gladbacher Dusel-Remis: Dämpfer oder Qualitätsmerkmal?

Gladbacher Dusel-Remis: Dämpfer oder Qualitätsmerkmal?


Gladbacher Dusel-Remis: Dämpfer oder Qualitätsmerkmal?
Gladbacher Dusel-Remis: Dämpfer oder Qualitätsmerkmal? / Foto: © IMAGO / Kirchner-Media/SID

So richtig einig waren sie sich bei Borussia Mönchengladbach nach dem äußerst schmeichelhaften 1:1 (1:0) beim FC St. Pauli nicht. Während Nationalstürmer Tim Kleindienst scharfe Kritik an seiner Mannschaft äußerte und bei DAZN treffend von einem "unfassbar schlechten Spiel" sprach, waren auch positivere Stimmen zu vernehmen. Immerhin hatten die zuletzt formstarken Gladbacher selbst mit einer enttäuschenden Leistung beim Aufsteiger noch einen Punkt mitgenommen - und damit eine bisher ungeahnte Effizienz bewiesen.

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"So ein Spiel hätten wir im letzten Jahr nicht nur verloren, sondern sogar klar verloren", betonte Sport-Geschäftsführer Roland Virkus: "Wir müssen demütig bleiben nach so einem Punkt auf St. Pauli - eine Mannschaft, die fußballerisch gut ist. So ein Spiel musst du abhaken und dich wieder auf die nächsten Aufgaben fokussieren."

Der Punkt, den sich die Borussia in Hamburg im Stile eines strauchelnden Topteams ermogelte, kann in der Tat noch extrem wichtig werden im engen Rennen um die Europacup-Plätze. Zwei Punkte trennen Gladbach von Mainz 05 auf Rang vier, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Auch wenn nach vier Siegen in Folge die beeindruckende Auswärtsserie riss, zeigten die Borussen am Millerntor immerhin eine defensive Leidensfähigkeit, die Hoffnung weckte.

"Eigentlich hätte St. Pauli den Sieg verdient gehabt, aber der Punkt ist wichtig", sagte auch Angreifer Robin Hack. Es gelte nun, schnell nach vorne zu schauen auf die "geilen Spiele" gegen die Konkurrenten SC Freiburg und Borussia Dortmund, sagte Hack. "Wir haben nichts zu verlieren und gucken, dass wir das Maximale aus der Situation rausholen."

Kleindienst hatte zuvor über den fehlenden "Zugriff" seines Teams gemotzt. "Wir haben alles vermissen lassen, hatten keine zweiten Bälle. Sooo viele Ballverluste, sooo viele technische Fehler", sagte er: "Man hatte das Gefühl, wir hätten noch zehn Stunden weiterspielen können und hätten hier nichts Vernünftiges auf den Rasen gebracht."

(N.Loginovsky--DTZ)

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