Deutsche Tageszeitung - Semechin verliert Sponsoren nach Schwangerschafts-Verkündung

Semechin verliert Sponsoren nach Schwangerschafts-Verkündung


Semechin verliert Sponsoren nach Schwangerschafts-Verkündung
Semechin verliert Sponsoren nach Schwangerschafts-Verkündung / Foto: © IMAGO/Ralf Kuckuck/SID

Paralympicssiegerin Elena Semechin steht nach der Verkündung ihrer Schwangerschaft ohne Teile ihrer bisherigen Sponsoren da. "Das ist tatsächlich so: Einen Partner habe ich verloren und ein Partner hat die Förderung pausiert, und wir sprechen dann im Januar weiter", berichtete die Ausnahme-Schwimmerin im Aktuellen Sportstudio des ZDF. "Das sind natürlich schon Gedanken und Sorgen, die man sich macht. Wie finanziere ich mich dann? Dann kommt ja noch ein Menschlein dazu. Wie sieht meine Karriere danach aus? Bin ich da genug abgesichert oder nicht? Wir werden sehe

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Die Para Sportlerin des Jahres 2024 hatte vor rund einer Woche in den Sozialen Medien mitgeteilt, den ersten Nachwuchs mit Ehemann Philipp zu erwarten. Sie hoffe nun, dass "sich Menschen finden, die das unterstützen. Natürlich hofft man dann auch auf die Unterstützung vom Verband, dass da vielleicht die Strukturen geändert werden, dass ein Budget für solche Kosten generiert wird". Generell wünsche sie sich "einfach mehr Unterstützung für alle werdenden Mütter in allen Sportarten".

Hinter Semechin, geborene Krawzow, liegen bewegte Jahre. Im November 2021 und damit nur drei Monate nach ihrem Paralympics-Gold von Tokio war ein Hirntumor diagnostiziert worden. Dies habe sie "aus dem Leben erstmal rausgehauen", so Semechin. Doch schon während der Chemotherapie kehrte sie auf die große Bühne zurück, sammelte schnell wieder internationale Medaillen. Den letzten Zyklus ihrer Chemo schloss sie im Februar 2023 ab.

Anfang September 2024 in Paris durfte Semechin dann nicht nur bei der Abschlussfeier die deutsche Fahne tragen, sondern erfüllte sich über ihre Spezialstrecke 100 m Brust mit Gold in Weltrekordzeit auch ihren Traum. Ende 2024 brachte eine Augenuntersuchung dann einen weiteren gesundheitlichen Schock. Denn dabei kam heraus, dass ihre wegen der Erb-Krankheit Morbus Stargardt verbleibende Sehkraft von zwei Prozent weiter zu schwinden droht.

Dennoch hat Semechin sportlich weiter große Ziele. "Meine Kräfte sind, glaube ich, unendlich. Ich bin so happy, dass ich diese zweite Chance bekommen habe. Die möchte ich, so gut es geht, nutzen", sagte Semechin und ergänzte mit Blick auf die Sommerspiele 2028 in Los Angeles: "Ich möchte in LA starten - als Mutti. Warum nicht? Da kann man mal versuchen. Das wären dann meine fünften Spiele. Ich glaube, das ist noch drin, ich habe noch Lust. Ich habe noch dieses Feuer und die Motivation."

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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