Deutsche Tageszeitung - Dank X-Faktor Möller: Flensburg verteidigt Titel - Kiel Dritter

Dank X-Faktor Möller: Flensburg verteidigt Titel - Kiel Dritter


Dank X-Faktor Möller: Flensburg verteidigt Titel - Kiel Dritter
Dank X-Faktor Möller: Flensburg verteidigt Titel - Kiel Dritter / Foto: © IMAGO/nordphoto GmbH/ Witke/SID

Titel verteidigt, Saison gerettet: Die SG Flensburg-Handewitt hat erneut die European League gewonnen. Das Team um Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla bezwang Montpellier HB im Finale von Hamburg mit 32:25 (19:13) und wiederholte damit den Triumph aus dem Vorjahr.

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Mehr noch: Die Nordlichter behaupteten am Sonntag auch eine stolze Serie für den deutschen Handball. Seit 2015 ging der zweitwichtigste Europapokal nach der Champions League mit einer Ausnahme (Benfica Lissabon 2022) ausschließlich an Klubs aus der Bundesliga. Den dritten Platz schnappte sich am Sonntag der THW Kiel durch ein 37:31 (18:18) gegen die MT Melsungen.

Überragender Spieler bei den Flensburgern war im Endspiel erneut Kevin Möller. Der dänische Torhüter, der bereits im Halbfinale am Samstag gegen Melsungen (35:34 nach Verlängerung) 20 Bälle entschärft hatte, bot erneut eine Gala-Vorstellung und riss die rund 12.000 Zuschauer immer wieder von den Sitzen. Zu den besten SG-Torschützen avancierten Lukas Jörgensen mit zehn und Emil Jacobsen mit neun Treffern. Montpellier, das am Vortag noch die Kieler Titelträume durch ein 32:31 beendet hatte, war dem Tempospiel der SG in keiner Phase gewachsen.

Flensburg - unentwegt angetrieben von seinen enthusiastischen Fans - zeigte gegen den französischen Pokalsieger seine beste Saisonleistung und brachte eine schwache Saison noch zu einem versöhnlichen Ende. So hat die SG, die in der Liga momentan nur auf dem sechsten Platz rangiert, durch den Coup von Hamburg einen Europacup-Startplatz für die kommende Saison sicher. Im DHB-Pokal war das Starensemble um Golla bereits im Viertelfinale ausgeschieden.

Kiel sicherte sich am Sonntag zumindest den Trostpreis. Entscheidenden Anteil daran hatte der Däne Emil Wernsdorf Madsen. Mit seinen zwölf Toren brachte er die Mannschaft von Trainer Filip Jicha nach einer umkämpften ersten Hälfte gegen Melsungen nach der Pause auf die Siegerstraße. Aufseiten der weiterhin titellosen Melsunger erhielt wie schon in den vergangenen Wochen der 44 Jahre alte Routinier Carsten Lichtlein, eigentlich Torwart-Trainer des Klubs, im kleinen Finale reichlich Spielzeit, konnte die Niederlage aber nicht abwenden.

Nach der Finalniederlage im DHB-Pokal gegen den THW im April (23:28) und nun Platz vier in Europa bleibt der Mannschaft von Trainer Roberto García Parrondo noch die Chance, in der Bundesliga den ersten Titel der Vereinsgeschichte zu gewinnen. Die Melsunger sind vier Spieltage vor Saisonende punktgleich mit Spitzenreiter Füchse Berlin, am Donnerstag (20.00 Uhr/Dyn) treffen die beiden Spitzenteams in Berlin direkt aufeinander.

(V.Korablyov--DTZ)

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