Deutsche Tageszeitung - Zehn Jahre nach Skandal: Heftige Kritik an aktueller FIFA

Zehn Jahre nach Skandal: Heftige Kritik an aktueller FIFA


Zehn Jahre nach Skandal: Heftige Kritik an aktueller FIFA
Zehn Jahre nach Skandal: Heftige Kritik an aktueller FIFA / Foto: © SID

Zehn Jahre nach dem großen Korruptionsskandal bei der FIFA hat sich beim Fußball-Weltverband nichts zum Guten gewandelt. Diese Meinung vertritt jedenfalls ein Zusammenschluss von NGOs, Akademikern, Schriftstellern, Whistleblowern und Fangruppierungen. In einer gemeinsamen Erklärung prangern sie die "anhaltende Misswirtschaft" bei der FIFA unter Präsident Gianni Infantino an. Demnach werde der Verband "heute möglicherweise schlechter geführt als vor zehn Jahren".

Textgröße ändern:

Vor zehn Jahren wurden rund um den FIFA-Kongress in Zürich zahlreiche hochrangige Funktionäre wegen Korruption verhaftet, die Ära des damaligen Präsidenten Joseph S. Blatter endete kurz darauf. Nach Ansicht der Kritiker ist der in der Folge angestrebte Reformprozess gescheitert.

"Unsere Erklärung zeigt nicht nur dieses Scheitern unter Gianni Infantino, sondern auch die Breite der Expertenopposition und die Frustration über das dysfunktionale Führungsmodell der FIFA", sagte Nick McGeehan, der als Co-Direktor von FairSquare die gemeinsame Erklärung koordiniert hat.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Nach 2:0-Führung: Wamser ernüchtert die Bayern-Frauen

Ernüchterung in Unterhaching: Die Fußballerinnen des FC Bayern haben zum Start in die neue Champions-League-Saison einen ersten Dämpfer kassiert. Die Mannschaft von Trainer José Barcala gab bei ihrem ersten Pflichtspiel in ihrer neuen Europapokal-Heimat auch wegen eines späten Treffers von Nationalspielerin Carlotta Wamser (86.) eine 2:0-Führung aus der Hand und kam gegen den englischen Double-Gewinner Manchester City nur zu einem 2:2 (2:1).

Volleyballer scheiden im EM-Viertelfinale aus

Die deutschen Volleyballer haben bei der Europameisterschaft eine Sensation gegen Polen verpasst und sind im Viertelfinale ausgeschieden. Die Mannschaft von Bundestrainer Massimo Botti verlor am Dienstag im bulgarischen Sofia 0:3 (23:25, 17:25, 17:25) gegen den Titelverteidiger und Weltranglistenersten. Bester Scorer für Deutschland war Erik Röhrs mit zwölf Punkten.

München und NRW-Städte bei deutscher Olympia-Bewerbung vorn

Im Rennen um den deutschen Olympia-Bewerber hat München kurz vor der entscheidenden Abstimmung hauchdünn die Nase vorn - vor der Region Köln/Rhein-Ruhr. Berlins Bewerbung schneidet im Bericht der Evaluierungskommission mit Abstand am schlechtesten ab, wie der Sport-Informations-Dienst (SID) am Dienstag berichtete. Der Kommissionsbericht ist ein wesentlicher Faktor für die am Samstag erwartete Abstimmung innerhalb des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB).

DOSB: Kommission sieht München dicht vor Köln/Rhein-Ruhr

München und Köln/Rhein-Ruhr "sehr gut" und dicht beieinander, Berlin abgeschlagen: Im nationalen Wettstreit um die Rolle des deutschen Olympiabewerbers um Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 spricht vor der Wahl am Samstag alles für einen Zweikampf zwischen Süd und West - die Hauptstadt steckt faktisch in der Rolle des krassen Außenseiters. Diesen Schluss legt der am Dienstagabend veröffentlichte Bericht der Evaluierungskommission nahe, dessen Ergebnisse für die Stimmberechtigten bei der Abstimmung in Baden-Baden allerdings nicht bindend sind.

Textgröße ändern: