Deutsche Tageszeitung - "Jetzt alle Chancen": Füchse deklassieren Melsungen im Showdown

"Jetzt alle Chancen": Füchse deklassieren Melsungen im Showdown


"Jetzt alle Chancen": Füchse deklassieren Melsungen im Showdown
"Jetzt alle Chancen": Füchse deklassieren Melsungen im Showdown / Foto: © IMAGO/Daniel Lakomski/SID

Nach einem deutlichen und nie gefährdeten Sieg im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga greifen die Füchse Berlin nach der ersten Meisterschaft.

Textgröße ändern:

Berlin (SID) Die Fans in der Max-Schmeling-Halle skandierten "Oh, wie ist das schön", die Spieler der Füchse Berlin fielen sich freudestrahlend um den Hals: Nach der Machtdemonstration im Showdown ist das Sehnsuchtsziel in Reichweite, die Mannschaft um den überragenden Welthandballer Mathias Gidsel bezwang den zuvor punktgleichen Verfolger MT Melsungen im vorentscheidenden Bundesliga-Gipfeltreffen eindrucksvoll mit 37:29 (18:12) – die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte ist nun zum Greifen nah.

"Ich bin megaglücklich", sagte Gidsel am Dyn-Mikrofon, der zugab, vor dem Spiel nervös gewesen zu sein. Dieser Sieg bedeute "viel für den Verein und die Mannschaft. Jetzt haben wir alle Chancen auf die Meisterschaft. Wenn wir 100 Prozent spielen, sind wir absolut die beste Mannschaft."

Gidsel war am Donnerstagabend mit 15 Toren der mit Abstand beste Werfer der Berliner, die mit noch drei ausstehenden Partien an der Tabellenspitze (52:10 Punkte) weiterhin alles in der eigenen Hand haben. Patzer darf sich der Hauptstadtklub im umkämpften Saisonendspurt dennoch keine erlauben: Auf Rang zwei lauert der Titelverteidiger SC Magdeburg (51:11), knapp dahinter folgen die Melsunger (50:12), die ebenfalls von ihrem ersten Meistertitel träumen.

"Die MT Melsungen und wir haben es uns erarbeitet, am Ende der Saison ein Topspiel bestreiten zu dürfen", hatte Füchse-Trainer Jaron Siewert vor der Partie erklärt. In so einer Lage kurz vor Saisonende zu sein, sei "überragend", sagte auch MT-Torwarttrainer Carsten Lichtlein, der derzeit aufgrund der Verletzung von Nebojsa Simic mit 44 Jahren wieder zwischen den Pfosten steht.

Der Weltmeister von 2007 musste zunächst jedoch von der Melsunger Bank aus verfolgen, wie sein Neffe, Füchse-Spielmacher Nils Lichtlein, den ersten Treffer für den Gegner erzielte. Es entwickelte sich zunächst eine umkämpfte Partie auf Augenhöhe, in der vor allem der Berliner Keeper Dejan Milosavljev schon in der Anfangsphase zu Höchstformen auflief. Unter anderem scheiterte Ian Barrufet gleich zu Beginn bei einem Siebenmeter an dem Schlussmann.

Berlin kam dann immer besser in Fahrt. Hinten stand die Abwehr sicher, nach Ballgewinnen ging es unter lautstarkem Jubel der Fans über Gidsel immer wieder mit Tempo nach vorne. Zwischenzeitig zogen die Gastgeber auf sieben Tore davon.

"Wir müssen die Lücken schneller schließen. Wir machen es nicht so, wie wir es besprochen haben", monierte MT-Kreisläufer Adrian Sipos in der Halbzeit am Dyn-Mikrofon. Doch auch im zweiten Durchgang fand Melsungen zunächst kein Mittel gegen die Berliner, die nicht nachließen. Vor allem Gidsel war weiter kaum zu stoppen.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Wegen Klopp: DFB lädt zu PK

Das Warten hat ein Ende: Jürgen Klopp wird wie erwartet am Freitag als Bundestrainer vorgestellt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) lud am Donnerstag für 11.00 Uhr zu einer "hybriden Pressekonferenz" am Frankfurter DFB-Campus, allerdings noch ohne den konkreten Anlass zu nennen. Der Hintergrund nach SID-Informationen: Die Verbandsgremien, die dem Deal zustimmen müssen, kommen erst noch zusammen.

Medien: Weltmeister Rodri zu Real Madrid?

Der Weltmeister-Kapitän bald ein "Königlicher"? Offenbar ist Real Madrid an einer Verpflichtung von Rodri interessiert. Nach Berichten verschiedener Medien soll Real intensiv um den 30 Jahre alten Mittelfeldspieler werben, der noch bis 2027 bei Manchester City unter Vertrag steht und dort nach Wunsch des Klubs verlängern soll.

Popp traut BVB den Weg in die Bundesliga zu

Alexandra Popp sieht bei Borussia Dortmund beste Voraussetzungen für den langfristigen Aufstieg des Frauenfußballs. Die frühere Nationalmannschaftskapitänin lobte im Interview mit den Ruhr Nachrichten die professionellen Strukturen beim Regionalligisten und traut dem BVB den Weg in die Bundesliga zu.

Bild: Millionenspende für Klopp

Eine millionenschwere Ablöse ist es nicht, dafür aber offenbar eine großzügige Spende im siebenstelligen Bereich. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) löst seinen Wunsch-Bundestrainer Jürgen Klopp angeblich gegen eine Zahlung von einer Million Euro bei dessen Arbeitgeber Red Bull ab. Die Zahlung soll als Spende an die Konzern-Stiftung "Wings for Life" fließen. Das berichtet die Bild-Zeitung. Der DFB wollte den Vorgang auf Anfrage nicht kommentieren.

Textgröße ändern: