Deutsche Tageszeitung - Zwei Jahre nach Skandal: Spanien auch bei EM ohne Hermoso

Zwei Jahre nach Skandal: Spanien auch bei EM ohne Hermoso


Zwei Jahre nach Skandal: Spanien auch bei EM ohne Hermoso
Zwei Jahre nach Skandal: Spanien auch bei EM ohne Hermoso / Foto: © SID

Jennifer Hermoso wird auch bei der anstehenden Europameisterschaft in der Schweiz nicht für die spanischen Fußballerinnen auf dem Platz stehen. Die Weltmeisterin von 2023 fehlt im Turnierkader, den Nationaltrainerin Montse Tomé am Dienstag vorstellte. Auch zwei Jahre nach dem Kuss-Skandal im Rahmen des spanischen WM-Triumphs in Australien steht die Personalie Hermoso besonders im Fokus.

Textgröße ändern:

Das Fehlen Hermosos habe rein sportliche Gründe, stellte Tomé nun klar. "Wir haben ihr Jahr bewertet, wir haben mit ihrem Trainer gesprochen, wir haben getan, was wir tun müssen, um zu wissen, was wir brauchen", sagte sie über Spaniens Toptorjägerin, die für den mexikanischen Verein Tigres aktiv ist. Hermoso fehlt nun bereits zum fünften Mal in Folge im Aufgebot.

Bei den Olympischen Spielen 2024 hatte Hermoso noch mitgewirkt, anschließend wurde ihre Abwesenheit aber immer wieder als Reaktion auf den Skandal um den Ex-Verbandschef Luis Rubiales und den anschließenden Prozess zurückgeführt. Rubiales hatte die Nationalspielerin nach dem WM-Triumph in Australien mit beiden Händen am Kopf gepackt und auf den Mund geküsst. Die weltweit im Fernsehen übertragene Szene löste Empörung aus. Im Februar wurde der 47-Jährige mit einer Geldstrafe von 10.800 Euro belegt.

Spanien trifft vor dem EM in einem Test auf Japan (27. Juni), in der Gruppenphase des Turniers geht es dann gegen Portugal (3. Juli), Belgien (7. Juli) und Italien (11. Juli).

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Knoten gelöst: Paderborn holt ersten Saisonsieg

Aufsteiger SC Paderborn hat ein Ausrufezeichen gesetzt und seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Das Team von Trainer Ralf Kettemann bezwang den Europa-League-Teilnehmer TSG Hoffenheim mit 3:1 (2:0) und beendete zudem seine bisherige Torflaute. Für die Ostwestfalen ist der erste Bundesliga-Sieg seit mehr als sechseinhalb Jahren, während die TSG weiter nicht in Schwung kommt.

Rad-WM: Evenepoel fliegt zum historischen vierten Zeitfahr-Gold

Der belgische Radstar Remco Evenepoel hat in Montreal erneut den Titel Einzelzeitfahren gewonnen und ist damit als erster Profi zum vierten Mal in Folge Weltmeister im Kampf gegen die Uhr geworden. Der Doppel-Olympiasieger setzte sich in der Metropole am Sankt-Lorenz-Strom nach einer Machtdemonstration überlegen durch und bleibt in seiner Paradedisziplin die klare Nummer eins der Welt.

Handball: Magdeburg patzt gegen Melsungen

Handball-Meister SC Magdeburg ist als erste Mannschaft des zuvor makellosen Bundesliga-Spitzentrios gehörig ins Stolpern geraten. Nach einer missratenen ersten Halbzeit unterlag das Team von Cheftrainer Bennet Wiegert am Sonntagabend beim European-League-Sieger MT Melsungen mit 34:37 (14:19), durch die erste Pflichtspielniederlage der Saison rutschte die Mannschaft auf Tabellenplatz vier ab (8:2 Punkte).

Schalke und Elversberg gehen mit Remis in die Länderspielpause

Kein Sieger im Aufsteigerduell, aber vorwiegend zufriedene Gesichter: Rückkehrer Schalke 04 und Neuling SV Elversberg gehen im Tabellenmittelfeld in die Länderspielpause. Die Königsblauen haben nach dem 0:0 im vierten Saisonspiel fünf, die Saarländer sogar sieben Punkte auf dem Konto - und ordentlichen Abstand zur Abstiegszone. Zu einem Dreier reichte es für die Aufsteiger nicht, weil beide nicht volles Risiko gingen.

Textgröße ändern: