Deutsche Tageszeitung - Dauphiné: Lipowitz springt auf Rang zwei - Evenepoel überragt

Dauphiné: Lipowitz springt auf Rang zwei - Evenepoel überragt


Dauphiné: Lipowitz springt auf Rang zwei - Evenepoel überragt
Dauphiné: Lipowitz springt auf Rang zwei - Evenepoel überragt / Foto: © SID

Der deutsche Radprofi Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) hat beim Critérium du Dauphiné auch im Einzelzeitfahren überzeugt und beißt sich in der Spitzengruppe fest. Der 24-Jährige holte am Mittwoch auf dem Kurs über 17,7 km von Charmes-sur-Rhône nach Saint-Péray den fünften Platz, im Gesamtklassement kletterte er damit vom vierten auf den zweiten Rang - nur vier Sekunden fehlen nun auf den neuen Spitzenreiter Remco Evenepoel (Soudal Quick-Step).

Textgröße ändern:

Der belgische Doppel-Olympiasieger unterstrich seine Ausnahmestellung im Kampf gegen die Uhr mit dem souveränen Sieg auf dieser kurzen vierten Etappe. Evenepoel distanzierte den früheren Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard (Dänemark/Visma - Lease a Bike) um 21 Sekunden, Dritter wurde der Amerikaner Matteo Jorgenson (Visma - Lease a Bike) mit 38 Sekunden Rückstand.

Erst dahinter sortierte sich Topfavorit Tadej Pogacar ein, der Tour-de-France-Sieger aus Slowenien verlor 49 Sekunden auf Evenepoel. Lipowitz war 57 Sekunden langsamer als der Belgier und verpasste das Gelbe Trikot damit wirklich haarscharf: 53 Sekunden Vorsprung auf Evenepoel hatte er mit in die Etappe genommen. Grundlage dafür war sein starker Auftritt am Dienstag gewesen, als Lipowitz auf dem mehr als 200 Kilometer langen Teilstück rund 30 Plätze gut gemacht hatte.

In der Gesamtwertung blickt alles auf die großen Drei, auf Pogacar, Vingegaard und Evenepoel. Der Belgier nimmt nun einen kleinen Puffer mit in die zweite Hälfte der Dauphiné: 16 Sekunden Vorsprung sind es auf Vingegaard, 38 auf Pogacar. Am Donnerstag steht noch eine hügelige Etappe über 182 Kilometer von Saint-Priest nach Mâcon an, ab Freitag fällt die Entscheidung dann in den hohen Bergen. Bei der Dauphiné, die am Sonntag mit dem Anstieg zum Col du Mont-Cenis endet, testen die Stars ihre Form vor der anstehenden Tour de France.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Knoten gelöst: Paderborn holt ersten Saisonsieg

Aufsteiger SC Paderborn hat ein Ausrufezeichen gesetzt und seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Das Team von Trainer Ralf Kettemann bezwang den Europa-League-Teilnehmer TSG Hoffenheim mit 3:1 (2:0) und beendete zudem seine bisherige Torflaute. Für die Ostwestfalen ist der erste Bundesliga-Sieg seit mehr als sechseinhalb Jahren, während die TSG weiter nicht in Schwung kommt.

Rad-WM: Evenepoel fliegt zum historischen vierten Zeitfahr-Gold

Der belgische Radstar Remco Evenepoel hat in Montreal erneut den Titel Einzelzeitfahren gewonnen und ist damit als erster Profi zum vierten Mal in Folge Weltmeister im Kampf gegen die Uhr geworden. Der Doppel-Olympiasieger setzte sich in der Metropole am Sankt-Lorenz-Strom nach einer Machtdemonstration überlegen durch und bleibt in seiner Paradedisziplin die klare Nummer eins der Welt.

Handball: Magdeburg patzt gegen Melsungen

Handball-Meister SC Magdeburg ist als erste Mannschaft des zuvor makellosen Bundesliga-Spitzentrios gehörig ins Stolpern geraten. Nach einer missratenen ersten Halbzeit unterlag das Team von Cheftrainer Bennet Wiegert am Sonntagabend beim European-League-Sieger MT Melsungen mit 34:37 (14:19), durch die erste Pflichtspielniederlage der Saison rutschte die Mannschaft auf Tabellenplatz vier ab (8:2 Punkte).

Schalke und Elversberg gehen mit Remis in die Länderspielpause

Kein Sieger im Aufsteigerduell, aber vorwiegend zufriedene Gesichter: Rückkehrer Schalke 04 und Neuling SV Elversberg gehen im Tabellenmittelfeld in die Länderspielpause. Die Königsblauen haben nach dem 0:0 im vierten Saisonspiel fünf, die Saarländer sogar sieben Punkte auf dem Konto - und ordentlichen Abstand zur Abstiegszone. Zu einem Dreier reichte es für die Aufsteiger nicht, weil beide nicht volles Risiko gingen.

Textgröße ändern: