Deutsche Tageszeitung - Gelungener Rasenauftakt: Zverev folgt Engel ins Viertelfinale

Gelungener Rasenauftakt: Zverev folgt Engel ins Viertelfinale


Gelungener Rasenauftakt: Zverev folgt Engel ins Viertelfinale
Gelungener Rasenauftakt: Zverev folgt Engel ins Viertelfinale / Foto: © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER/SID

Das enttäuschende French-Open-Aus verdaut, den ersten Sieg in der Rasensaison eingefahren: Alexander Zverev hat einen gelungenen Auftakt in seine Wimbledon-Vorbereitung (ab 30. Juni) gefeiert. Der Weltranglistendritte gewann sein erstes Match beim ATP-Rasenturnier in Stuttgart gegen den Franzosen Corentin Moutet mit etwas Mühe 6:2, 7:6 (9:7). Nach dem Erstrunden-Freilos steht der 28-Jährige nun im Viertelfinale des 250er-Wettbewerbs und trifft dort auf den Sieger des US-amerikanischen Duells zwischen Learner Tien und Brandon Nakashima.

Textgröße ändern:

Bei seinem ersten Auftritt in der baden-württembergischen Landeshauptstadt seit sechs Jahren setzte der topgesetzte Zverev früh ein Zeichen, sicherte sich ein Break und bestätigte dieses beim eigenen Aufschlag. Auf dem Grün des TC Weissenhof, auf dem er bislang überhaupt erst einen Sieg gefeiert hatte, offenbarte Zverev bei längeren Ballwechseln immer wieder Schwierigkeiten gegen Linkshänder Moutet. Beide wirkten mit zunehmender Spieldauer unzufrieden mit dem eigenen Spiel, was sich beim Franzosen in Diskussionen mit dem Schiedsrichter zeigte. In der sengenden Nachmittagshitze behielt Tokio-Olympiasieger Zverev nach X Stunden im Tiebreak des zweiten Satzes die Oberhand.

Mit dem Sieg ist Zverev nach French-Open-Champion Carlos Alcaraz (Spanien) der zweite Profi auf der ATP-Tour, der in diesem Jahr 30 Siege (bei elf Niederlagen) feierte. Das könnte ihm Auftrieb beim weiteren Verlauf der eher ungeliebten Rasensaison geben. Über Stuttgart und Halle führt der Weg für ihn zum Grand Slam nach London. In Wimbledon ist er jedoch noch nie über das Achtelfinale hinausgekommen, keinen seiner 24 ATP-Titel hat er auf Rasen gewonnen.

Weiterhin für Aufsehen die deutsche Nachwuchshoffnung Justin Engel. Der 17-Jährige schlug im Duell der Youngster den an Postion sieben gesetzten US-Amerikaner Alex Michelsen (20) mit 6:4, 6:4 und erreichte dadurch in Stuttgart zum ersten Mal ein Viertelfinale auf Tourebene. "Ich bin sehr glücklich und kann die nächste Runde kaum erwarten", sagte Engel nach dem Match: "Ich war sehr nervös. Die Leute hier im Publikum haben mir geholfen." Engel ist nun jüngster Viertelfinalist der Turniergeschichte und jüngster Viertelfinalist auf Rasen seit Boris Becker 1985 in Wimbledon.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Tour: Philipsen siegt - Engelhardts Flucht nicht belohnt

Der bislang so bitterlich enttäuschende belgische Sprintstar Jasper Philipsen hat seinen ersten Etappensieg bei der 113. Tour de France gefeiert, für die deutschen Radprofis erfüllte sich am Tag nach dem Drama um Florian Lipowitz der Traum vom ersten Tageserfolg seit fünf Jahren dagegen nicht. Während Philipsen im Spurt einer großen Gruppe nach 174,7 km in Voiron triumphierte, kam der deutsche Meister Felix Engelhardt bei einem mutigen Fluchtversuch nicht durch.

Ausfall bis Ende September: Torhüter Seimen fehlt Stuttgart

Der VfB Stuttgart muss ohne seinen neuen Stammtorhüter Dennis Seimen in die Saison der Fußball-Bundesliga starten. Wie der Champions-League-Teilnehmer am Mittwoch mitteilte, steht der 20-Jährige aufgrund einer Muskelverletzung bis mindestens Ende September nicht zur Verfügung. Seimen verletzte sich an der Oberschenkelrückseite. Auch Offensivspieler Justin Diehl zog sich eine Verletzung zu (Oberschenkelvorderseite) und fällt ebenso aus.

Hainer: "Menschenfänger" Klopp eine gute Lösung

Herbert Hainer hat sich als erster Vertreter des FC Bayern zur Personalie des designierten Bundestrainers Jürgen Klopp geäußert - und das erwartete Engagement rundum begrüßt. "Es braucht jetzt Motivation, Aufbruch, Stimmung. Wir haben ja gute Fußballer und das muss alles geordnet werden. Und ich glaube, dass Jürgen Klopp absolut der Richtige ist", sagte Hainer am Mittwoch in München.

Ecker-Rosendahl und Henkel würdigen Trainer Osenberg

Für Leichtathletik-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl (79) war ihr verstorbener Trainer Gerd Osenberg weit mehr als ein versierter Übungsleiter. "Er konnte sehr gut auf den einzelnen Menschen eingehen – so, dass es einem Spaß gemacht hat, Leistungssport zu machen", sagte die zweimalige Goldmedaillengewinnerin von München 1972 im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Textgröße ändern: