Deutsche Tageszeitung - Kritik an Trump und Infantino: "Gesucht und gefunden"

Kritik an Trump und Infantino: "Gesucht und gefunden"


Kritik an Trump und Infantino: "Gesucht und gefunden"
Kritik an Trump und Infantino: "Gesucht und gefunden" / Foto: © IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz/SID

Am Sonntag beginnt in den USA die erstmals im neuen Format ausgetragene Klub-WM - die FIFA- und Menschenrechtsexpertin Sylvia Schenk blickt im Vorfeld kritisch auf das Verhältnis zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Präsidenten des Fußball-Weltverbands Gianni Infantino. "Da haben sich zwei gesucht und gefunden", sagte Schenk im Interview mit dem Nachrichtenportal t-online, "das sind zwei Männer, die sich immer sehr stark in den Vordergrund schieben. Sie als extrovertiert zu bezeichnen, ist noch untertrieben."

Textgröße ändern:

Infantino verhalte sich bei der FIFA "wie ein Sonnenkönig", kritisierte Schenk, "und keiner setzt was dagegen. Das kann man nur mit Staunen beobachten." Verlassen könne er sich bei seiner Inszenierung auf Trump, der etwa wochenlang die Trophäe der Klub-WM im Oval Office präsentierte. "Trump überhöht damit die FIFA und schmeichelt Infantinos Ego, auch indem er ihn zur Inauguration einlud", analysierte Schenk, "er verschafft ihm damit eine riesige Plattform, aber auch sich selbst."

Laut der Expertin sei es Trumps Strategie, sich "den Sport populistisch zunutze" zu machen. Allerdings glaubt Schenk nicht daran, dass Trump die Klub-WM in größerem Maße politisch hilft. Bisher sei es andersherum gewesen, "die USA wurden instrumentalisiert, um Druck auf den Fußball und Infantino auszuüben, um in anderen Ländern was zu ändern", sagte sie, um anzufügen: "Ich bin der Meinung: Klärt die Dinge bitte erst mal in eurem eigenen Land und verlangt nicht von der FIFA, dass sie jetzt auch noch den amerikanischen Präsidenten ändert, das schafft auch sonst niemand."

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Kane geht trotz Verletzung steil: "Wow, wow, wow!"

Die Verletzung war Harry Kane nicht anzumerken, als er nach dem furiosen Comeback-Sieg seiner Kumpels steil ging. "Wow, wow, wow! Was für ein Comeback! Ein Lob an die Jungs", jubelte der angeschlagene Torjäger des FC Bayern in einem selbstgedrehten Handy-Video über das 3:2 (0:0) des deutschen Rekordmeisters in der Fußball-Bundesliga nach 0:2-Rückstand beim SC Freiburg: "Was für eine Mentalität. Was für ein Sieg. Ein großartiger Auswärts-Dreier."

"Alles gut" zwischen Undav und Bundestrainer Nagelsmann

Deniz Undav sieht zwischen sich und Bundestrainer Julian Nagelsmann keine Probleme. "Ich will gar nicht so auf das Thema eingehen. Ich habe mit dem Bundestrainer geredet. Die Sache ist durch, es ist alles gut zwischen uns", sagte der Stürmer des VfB Stuttgart nach dem 0:2 (0:0) gegen Borussia Dortmund bei Sky: "Was wir besprochen haben, werde ich hier nicht sagen. Wir haben kurz geredet, es ist alles gut."

Hecking mit Schiri-Schelte: "Das war unterirdisch"

Nach dem neuerlichen Rückschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ist Dieter Hecking hart mit Schiedsrichter Martin Petersen ins Gericht gegangen. Er sei zwar weit davon entfernt, die Schuld für das 3:6 (3:2) des VfL Wolfsburg bei Bayer Leverkusen beim Referee zu suchen. "Aber diese Leistung war unterirdisch", sagte der Wölfe-Trainer nach dem elften Spiel nacheinander ohne Sieg.

"Schuss in den Ofen": Fan-Krawalle überschatten Dresden-Spiel

Das Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC ist nach Jagdszenen auf dem Feld zwischenzeitlich unterbrochen worden. In der 19. Spielminute machten sich zahlreiche vermummte Dynamo-Fans aus dem K-Block auf den Weg zum Gästeblock, es kam zu Auseinandersetzungen, Pyrotechnik und Raketen wurden hin- und hergeschossen, ehe die Polizei die Heimfans zurück in den eigenen Block drängte.

Textgröße ändern: