Deutsche Tageszeitung - Zverev und die "absolut positive Woche" in Stuttgart

Zverev und die "absolut positive Woche" in Stuttgart


Zverev und die "absolut positive Woche" in Stuttgart
Zverev und die "absolut positive Woche" in Stuttgart / Foto: © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER/SID

Alexander Zverev hat nach seinem erstmaligen Halbfinaleinzug beim ATP-Turnier in Stuttgart anscheinend die Freude am Rasentennis für sich entdeckt. "Wenn man gewinnt, macht es immer Spaß", sagte Zverev nach seinem Zweisatzsieg (7:5, 6:4) gegen den US-Amerikaner Brandon Nakashima. Es sei "eine absolut positive Woche" für den topgesetzten 28-Jährigen - trotz des Disputs mit der Tennis-Ikone Boris Becker nach dem French-Open-Aus im Viertelfinale vor einigen Tagen.

Textgröße ändern:

Und der Weltranglistendritte ging gleich noch einen Schritt weiter. "Damit es eine Lieblingsturnier-Woche wird, muss ich aber auch gewinnen." Zwischen ihm und der Chance auf seinen ersten Turniersieg auf dem Grün steht ein weiterer US-Amerikaner, der ein gutes Omen sein könnte. Ben Shelton (Nr. 3) hatte er vor fast genau zwei Monaten schon einmal auf heimischen Boden geschlagen. Und zwar zum bislang einzigen Titelgewinn in diesem Jahr in München. Am Samstagnachmittag (nicht vor 14 Uhr) kommt es beim 250er-Wettbewerb zum erneuten Duell mit dem 13. der Weltrangliste.

Für den topgesetzten Hamburger laufe nach dem zweiten Match beim Vorbereitungsturnier für das prestigeträchtige Highlight in Wimbledon (ab 30. Juni) alles in die richtige Richtung: "Ich war besser bei den Schlägen von der Grundlinie, habe besser returniert und besser aufgeschlagen." Zudem habe ihn die Unterstützung der schwitzenden Stuttgarter Zuschauer gefreut. "Du wirst niemals so angefeuert, wie wenn du vor heimischen Publikum spielst", sagte Zverev, der nun zum sechsten Mal auf Rasen in einem Halbfinale steht. Zuletzt war das beim 500er-Turnier in Halle/Westfalen im letzten Jahr der Fall.

Die Hitze sei für Zverev kein Problem, aber in Shelton erwarte er einen unangenehmen, aggressiven Gegner, der im Match keinen Rhythmus zulassen werde. Auch der öffentlich ausgetragene Disput mit Boris Becker sei derzeit kein Thema. Es sei zwar das erste Mal gewesen, dass beide nicht miteinander sprachen, obwohl sie am gleichen Ort waren. Zverev habe aber "keine riesigen Gefühle" dazu.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Heidenheim verschenkt Sieg in Bielefeld

Der 1. FC Heidenheim hat auf der Jagd nach dem Spitzen-Duo der 2. Fußball-Bundesliga seinen vierten Sieg in Serie verschenkt. Trotz zahlreicher bester Chancen reichte es für den Absteiger bei Arminia Bielefeld nur zu einem 2:2 (2:1). Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt liegt nun drei Punkte hinter dem 1. FC Nürnberg und fünf Zähler hinter Spitzenreiter Hertha BSC.

Vor Wagner-Ankunft: Hannover besiegt Bochum

Das dürfte dem neuen Cheftrainer gefallen: Hannover 96 hat den Abwärtstrend der vergangenen Wochen gestoppt und den zweiten Dreier der Saison eingefahren. Noch ohne Sandro Wagner an der Seitenlinie, aber mit frischem Elan gewannen die Niedersachsen mit 2:1 (2:0) gegen den VfL Bochum und verbesserten ihr Punktekonto im letzten Spiel vor der Länderspielpause auf sieben.

Zverev brilliert: Davis-Cup-Team zieht in Finalrunde ein

Er versprach, kam und siegte: US-Open-Champion Alexander Zverev hat die deutsche Davis-Cup-Auswahl furios in das Finalturnier im November geführt. Eine Woche nach seinem Grand-Slam-Triumph von New York setzte sich der Hamburger in seinem zweiten Einzel beim Davis Cup in Halle/Westfalen auch gegen den Weltranglisten-101. Dino Prizmic mit 6:2, 6:4 durch und sorgte für das entscheidende 3:1 gegen Kroatien, dank dem die Auswahl des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) zum dritten Mal in Folge mit der Runde der besten Acht im traditionsreichen Mannschaftswettbewerb planen kann.

Matchball Zverev: Krawietz/Pütz siegen im Davis-Cup-Doppel

Die deutsche Davis-Cup-Auswahl um US-Open-Champion Alexander Zverev steht vor dem Einzug in das Finalturnier der besten Acht in Bologna. Im dritten Spiel der Zweitrundenbegegnung gegen Kroatien lieferte sich das Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz mit den Tokio-Olympiasiegern Nikola Mektic und Mate Pavic ein unterhaltsames Duell und gewann mit 7:5, 6:2. Das Duo aus Coburg und Frankfurt/Main, das vorige Woche im US-Open-Finale noch seinen ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel verpasst hatte, stellte damit auf 2:1 für Deutschland.

Textgröße ändern: