Deutsche Tageszeitung - Woltemade nach Viertelfinal-Einzug: "Es ist viel drin"

Woltemade nach Viertelfinal-Einzug: "Es ist viel drin"


Woltemade nach Viertelfinal-Einzug: "Es ist viel drin"
Woltemade nach Viertelfinal-Einzug: "Es ist viel drin" / Foto: © IMAGO / DeFodi Images/SID

Nick Woltemade ging nach seiner nächsten Gala erst auf eine Ehrenrunde, dann zog es ihn direkt zu seinen Eltern. Gemeinsam mit Vater Tim und Mama Corinna, natürlich im Woltemade-Trikot und mit der Nummer 10 auf dem Rücken, besprach der Torjäger der deutschen U21 den bisherigen Verlauf der EM. Denn der macht Lust auf mehr.

Textgröße ändern:

"Wir haben auf jeden Fall das Potenzial, etwas Gutes zu schaffen. Oder etwas zu schaffen, was nicht so häufig in den letzten Jahren passiert ist. Es ist viel drin", sagte Woltemade nach dem 4:2 (2:0) gegen die Slowakei, bei dem er sein schon viertes Turniertor erzielte. Viel wichtiger aber: Schon nach zwei Spielen steht das DFB-Team als Viertelfinalist fest, wo entweder Spanien oder Italien wartet.

Doch Woltemade hat damit noch lange nicht genug. "Wir haben auch das Wissen, dass wir jedes Spiel Gas geben müssen. Dass sich jeder reinhaut. Dass sich keiner ausruht auf seiner Qualität. Und ich glaube, das ist das Wichtigste. Wir haben die Mentalität dafür", sagte der 23-Jährige bei Sat.1.

Woltemade ist in der Slowakei auf dem besten Wege, als vierter Deutscher nach Pierre Littbarski (1982), Luca Waldschmidt (2019) und Lukas Nmecha (2021) Torschützenkönig einer U21-EM zu werden. Auch die sieben Tore von Waldschmidt, der gemeinsam mit dem Schweden Marcus Berg (2009) den EM-Rekord hält, sind durchaus in Reichweite.

Erstmals bei der EM traf Woltemade zudem per Kopf - trotz seiner Größe von 1,98 m galt dies nicht immer als seine größte Stärke. "Beim VfB Stuttgart habe ich das sehr viel trainiert, eigentlich jeden Tag. Die haben mir nach dem Training die Flanken hingeschossen. Und ich glaube, man hat in der Bundesliga auch schon gesehen, dass es deutlich besser geworden ist", sagte Woltemade: "Es ist immer schön zu sehen, dass es auch belohnt wird, wenn man viel arbeitet. Vielleicht hätte ich mal ein bisschen früher damit anfangen sollen..."

Weiter geht es für Woltemade und Co. am Mittwoch (21.00 Uhr/Sat.1) gegen Titelverteidiger England, für die deutsche Mannschaft geht es dann nur noch um den Turniersieg. Das freut auch Woltemade. "Wir haben natürlich jetzt noch ein Brett vor der Tür gegen England. Wir wollten vermeiden, dass wir da noch müssen. Deswegen haben wir es gut gemacht. Wir können sehr stolz auf uns sein."

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Tour: Philipsen siegt - Engelhardts Flucht nicht belohnt

Der bislang so bitterlich enttäuschende belgische Sprintstar Jasper Philipsen hat seinen ersten Etappensieg bei der 113. Tour de France gefeiert, für die deutschen Radprofis erfüllte sich am Tag nach dem Drama um Florian Lipowitz der Traum vom ersten Tageserfolg seit fünf Jahren dagegen nicht. Während Philipsen im Spurt einer großen Gruppe nach 174,7 km in Voiron triumphierte, kam der deutsche Meister Felix Engelhardt bei einem mutigen Fluchtversuch nicht durch.

Ausfall bis Ende September: Torhüter Seimen fehlt Stuttgart

Der VfB Stuttgart muss ohne seinen neuen Stammtorhüter Dennis Seimen in die Saison der Fußball-Bundesliga starten. Wie der Champions-League-Teilnehmer am Mittwoch mitteilte, steht der 20-Jährige aufgrund einer Muskelverletzung bis mindestens Ende September nicht zur Verfügung. Seimen verletzte sich an der Oberschenkelrückseite. Auch Offensivspieler Justin Diehl zog sich eine Verletzung zu (Oberschenkelvorderseite) und fällt ebenso aus.

Hainer: "Menschenfänger" Klopp eine gute Lösung

Herbert Hainer hat sich als erster Vertreter des FC Bayern zur Personalie des designierten Bundestrainers Jürgen Klopp geäußert - und das erwartete Engagement rundum begrüßt. "Es braucht jetzt Motivation, Aufbruch, Stimmung. Wir haben ja gute Fußballer und das muss alles geordnet werden. Und ich glaube, dass Jürgen Klopp absolut der Richtige ist", sagte Hainer am Mittwoch in München.

Ecker-Rosendahl und Henkel würdigen Trainer Osenberg

Für Leichtathletik-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl (79) war ihr verstorbener Trainer Gerd Osenberg weit mehr als ein versierter Übungsleiter. "Er konnte sehr gut auf den einzelnen Menschen eingehen – so, dass es einem Spaß gemacht hat, Leistungssport zu machen", sagte die zweimalige Goldmedaillengewinnerin von München 1972 im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Textgröße ändern: