Deutsche Tageszeitung - "Menschen-Mensch": Muslic soll für Trendwende sorgen

"Menschen-Mensch": Muslic soll für Trendwende sorgen


"Menschen-Mensch": Muslic soll für Trendwende sorgen
"Menschen-Mensch": Muslic soll für Trendwende sorgen / Foto: © IMAGO/Revierfoto/SID

Der neue Trainer Miron Muslic setzt bei Schalke 04 auf Leidenschaft und Aufbruchsstimmung. Der 42-jährige Österreicher will beim Fußball-Zweitligisten "eine neue Dynamik erschaffen und die Leute wieder mitnehmen". Bei seiner offiziellen Vorstellung am Freitag zeigte sich Muslic hochmotiviert: "Ich hatte Lust auf Schalke. Ich hatte richtig Bock. Wenn man das erste Mal mit Schalke in Berührung kommt, dann passiert mit einem etwas."

Textgröße ändern:

Muslic pflege einen "aktiven Stil" und lebe "eine Höchstleistungskultur" vor. Er könne "inspirieren und begeistern", sagte Sportvorstand Frank Baumann. Muslic, der einen Vertrag bis Juni 2027 unterschrieb, ist bereits der 37. Schalker Coach seit der Jahrtausendwende. "Es fühlt sich auch so an, als hätten hier schon viele Leute gesessen. Der Stuhl ist auch ziemlich unbequem", sagte Muslic scherzhaft.

Muslic hatte den Posten überraschend übernommen, zuvor waren Christian Titz, Markus Anfang oder Lukas Kwasniok als Nachfolger des Niederländers Kees van Wonderen gehandelt worden. Zuletzt stand Muslic an der Seitenlinie des englischen Zweitliga-Absteigers Plymouth Argyle - dort bat er um seine Freigabe, um den Job in Gelsenkirchen zu übernehmen. "Schalke ist ein Gigant im deutschen Fußball", sagte der Österreicher mit bosnischen Wurzeln. Auch Trainer-Kollege Alexander Blessin habe ihm zu seiner neuen Rolle beim "schlafenden Riesen" gratuliert. Er wolle "aktiv sein und die Intensität nach oben schrauben. Unser Spiel definiert sich über Aggressivität und Intensität."

Die vergangene Saison beendete Schalke auf einem enttäuschenden 14. Platz. Unter Muslic soll nun die Trendwende gelingen. "Miron ist ein Menschen-Mensch", schwärmte Direktor Profifußall Youri Mulder. Muslic selbst weiß um die Bedeutung seiner persönlichen Geschichte für die Schalker Fans: "Mein Werdegang fühlt sich sehr ähnlich zu vielen Geschichten in Gelsenkirchen an. Keine einfache Zeit, alles in seinem Leben schwer und hart erarbeiten zu müssen, ein Stück weit unbeugsam zu sein - das sind die Eigenschaften, die auch die Menschen hier haben. Ich bin felsenfest davon überzeugt, als Mensch hierher zu passen."

Am Samstag findet das erste Training unter dem neuen Hoffnungsträger statt.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

12.839 Tage nach Becker: Zverev offiziell die Nummer eins

Am frühen Montagmorgen war es dann auch endgültig offiziell: Alexander Zverev ist Weltranglistenerster. Die ATP wies den Hamburger in ihrem Ranking für die Woche ab dem 2. November erstmals als Nummer eins aus. Genau 12.839 Tage nach Boris Beckers letztem Tag an der Weltspitze am 8. September 1991 sitzt damit wieder ein Deutscher auf dem Tennis-Thron.

NFL: Mahomes und Chiefs verspielen Führung kurz vor Schluss

Lange sahen Patrick Mahomes und die Kansas City Chiefs wie die sicheren Sieger aus, dann kassierte der Star-Quarterback mit seinem Team doch noch die zweite Pleite in Folge in der NFL. Der dreimalige Super-Bowl-Sieger führte im letzten Viertel bei den Denver Broncos mit 24:13, aber mit zwei Touchdowns drehten die Gastgeber das Spiel. Mahomes schaffte es mit der Chiefs-Offense noch bis ein Yard vor die Endzone, dann wurde er vier Sekunden vor Schluss gesackt, es blieb beim 24:28.

Messi schießt Miami zum Sieg

Einmal mehr hat Fußball-Superstar Lionel Messi den Unterschied gemacht. Der Argentinier erzielte für Inter Miami beim 2:1 (0:0) beim Tabellennachbarn New England Revolution in der Major League Soccer das Siegtor (83.) und brachte sein Team damit wieder auf Platz zwei der Eastern Conference. Zudem bereitete Messi den zwischenzeitlichen Ausgleich durch eine seltene Kopfballverlängerung vor.

NHL: Draisaitl eilt mit den Oilers von Sieg zu Sieg

Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers bleiben in der Eishockey-Profiliga NHL eine Macht. Das 4:1 bei den New York Rangers war für die Kanadier der siebte Sieg im siebten Auswärtsspiel. Draisaitl trug zwei Vorlagen bei und baute seine persönliche Bilanz auf 28 Scorerpunkte in dieser Saison aus. Ligaweit übertroffen ist der Kölner nur von seinem Mitspieler Connor McDavid (39), der die Oilers im Madison Square Garden nach 50 Sekunden in Führung schoss und das dritte Tor durch Evan Bouchard auflegte. Jener Bouchard steht nun bei 26 Scorern und ist ligaweit die Nummer drei.

Textgröße ändern: