Deutsche Tageszeitung - Als Mutter zum Wimbledon-Sieg? Bencic tritt auf die Bremse

Als Mutter zum Wimbledon-Sieg? Bencic tritt auf die Bremse


Als Mutter zum Wimbledon-Sieg? Bencic tritt auf die Bremse
Als Mutter zum Wimbledon-Sieg? Bencic tritt auf die Bremse / Foto: © SID

Mit möglichen Zukunftsszenarien wollte sich Belinda Bencic gar nicht erst befassen. "Ich spiele erst einmal mein Halbfinale. Und dann reden wir weiter", sagte die Schweizerin angesprochen auf den Fakt, dass sie als erste Mutter seit 45 Jahren das prestigeträchtige Tennisturnier in Wimbledon gewinnen könnte.

Textgröße ändern:

Knapp 15 Monate nach der Geburt von Tochter Bella bekommt die Olympiasiegerin von 2021 am Donnerstag auf dem Centre Court die Chance, erstmals in ein Grand-Slam-Finale einzuziehen. In der Runde der letzten vier trifft sie auf die fünfmalige Major-Siegerin Iga Swiatek aus Polen. "Ich freue mich unglaublich auf das Match", sagte Bencic, die ihren Halbfinaleinzug als wahr gewordenen Traum bezeichnete. Als bislang letzte Mutter hatte 1980 die Australierin Evonne Goolagong den Klassiker gewonnen.

28 Jahre nach dem Wimbledon-Triumph von ihrem großen Vorbild Martina Hingis fehlen ihr im All England Club noch zwei Siege zum ganz großen Coup. Dabei war sie erst Ende 2024 von ihrer Babypause zurückgekehrt, in diesem Jahr kämpft sie sich Stück für Stück in die Weltspitze zurück. Es sei schön, die Wimbledon-Erfahrung "als Familie zu teilen", sagte Bencic, die in diesen Tagen in London immer wieder ihrem Mann Martin für die Unterstützung dankte.

Bencic zeigte schon früh in ihrer Karriere großes Potenzial, als Kind hatte sie Tennis-Unterstützung von Melanie Molitor, der Mutter von Hingis, erhalten. Als 22-Jährige stand sie 2019 im Halbfinale der US Open. Sechs Jahre später bestreitet sie nun ihr zweites Grand-Slam-Halbfinale. Die Voraussetzungen haben sich geändert.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Südwest-Duell: Elversberg stoppt Mainzer Auswärtslauf

Dank brutaler Effizienz hat die SV Elversberg im Südwest-Duell der Pokal-Enttäuschten den Auswärtslauf des FSV Mainz 05 gestoppt. Der Neuling gewann zum Auftakt des 8. Bundesliga-Spieltags 4:1 (3:0) gegen die zuvor punktgleichen Rheinhessen und kletterte vorerst auf Platz fünf. Der schwache FSV hatte zuvor als einzige Mannschaft in der Eliteklasse alle Partien in der Fremde gewonnen - saisonübergreifend waren es sogar fünf Auswärtssiege in Folge. Zum ersten Mal seit Mitte April gab Mainz bei einem Gastspiel wieder Punkte ab.

Antonelli wieder fit - nur Leclerc ist schneller

Kimi Antonelli ist am wichtigsten Wochenende seiner Formel-1-Karriere rechtzeitig fit geworden - und hat gleich Schwung für seine Fahrt zum ersten WM-Titel aufgenommen. Der Mercedes-Pilot belegte im ersten freien Training zum Großen Preis von Mexiko den zweiten Platz, im Rennen am Sonntag (21.00 Uhr MEZ/Sky) genügt ihm Rang neun für die sichere Krönung. Am Freitag war nur Ferrari-Pilot Charles Leclerc schneller als der Italiener.

Wie eine Nummer eins: Zverev spaziert ins Halbfinale

Mit dem großen Selbstvertrauen eines Weltranglistenersten ist Alexander Zverev ins Halbfinale des ATP-Turniers von Wien spaziert. Der Hamburger, der ab Montag erstmals als Nummer eins geführt werden wird, setzte sich in der Runde der letzten acht mühelos 6:0, 6:2 gegen den Briten Arthur Fery durch.

Regionalliga: DFB-Präsidium einigt sich auf Kompassmodell

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzt sich im Ringen um eine Reform der Regionalliga für das sogenannte Kompassmodell ein. Wie der DFB bekannt gab, einigte sich das Präsidium des Verbandes bei seiner Sitzung am Freitag darauf, beim Außerordentlichen DFB-Bundestag am 18. Dezember einen Antrag auf Einführung des Reformvorschlags zu stellen.

Textgröße ändern: