Deutsche Tageszeitung - FIFA trifft "mehrere Gewerkschaften" - VDV nicht eingeladen

FIFA trifft "mehrere Gewerkschaften" - VDV nicht eingeladen


FIFA trifft "mehrere Gewerkschaften" - VDV nicht eingeladen
FIFA trifft "mehrere Gewerkschaften" - VDV nicht eingeladen / Foto: © SID

Die FIFA hat nach eigener Darstellung eine Sitzung mit "mehreren Spielergewerkschaften aus der ganzen Welt" abgehalten und dabei die Belastung der Profis und den internationalen Spielkalender diskutiert. Darüber informierte der Fußball-Weltverband am Sonntag vor dem Finale der Klub-WM in den USA, es sei ein "produktives" Meeting gewesen. Die deutsche Spielergewerkschaft VDV war allerdings weder involviert noch informiert, wie Geschäftsführer Ulf Baranowsky auf SID-Anfrage mitteilte.

Textgröße ändern:

"Wir waren bei dem Treffen in New York nicht dabei. Uns lag auch keine Einladung vor", ließ er wissen: "Es wäre interessant zu wissen, wer genau sich da getroffen hat." Ob die internationale Spielergewerkschaft FIFPro in New York vertreten war, war zunächst unklar, eine Reaktion auf die entsprechende Anfrage stand am Sonntagmorgen noch aus.

Die FIFA berichtete nach dem Meeting von einem "Konsens" darüber, dass zwischen den Spielen der Profis "mindestens 72 Stunden Ruhezeit liegen müssen", zudem sollen die Spielerinnen und Spieler "am Ende jeder Saison eine Ruhezeit/Ferienzeit von mindestens 21 Tagen erhalten". Dies allerdings sollen die Klubs und betroffenen Spieler "individuell" gewährleisten. Mit Blick auf den Rahmenterminkalender teilte die FIFA lediglich mit: Ein "ausgewogenes Verhältnis zwischen Nationalmannschafts- und Vereinsfußball einerseits sowie zwischen nationalen, kontinentalen und globalen Vereinswettbewerben andererseits" sei wichtig, auch darüber bestehe Einigkeit.

Der Start der Klub-WM war im vergangenen Monat Anlass für eine Beschwerde der VDV bei der EU-Kommission. Ziel dieser Beschwerde gegen die FIFA war es, dass die Spielerinteressen etwa bei Entscheidungen zur Aufstockung internationaler Wettbewerbe "in angemessener Weise berücksichtigt werden", sagte VDV-Präsident Carsten Ramelow damals: "Es darf nicht sein, dass die FIFA aus wirtschaftlichen Eigeninteressen ihre marktbeherrschende Stellung zum Nachteil der Spieler missbraucht."

Schon im vergangenen Jahr war die FIFPro in ähnlicher Weise aktiv geworden. Kurz vor dem Start der Klub-WM forderte die internationale Gewerkschaft nun zudem eine Pause von vier Wochen am Ende jeder Spielzeit gefolgt von einer mindestens vierwöchigen Saisonvorbereitung, bevor die Wettkämpfe wieder beginnen. Am Sonntag bestreiten Paris Saint-Germain und der FC Chelsea das Finale der Klub-WM, in Frankreich und England beginnt fünf Wochen später wieder der Ligabetrieb.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Bierchen, Eisbad und Döner: DBB-Frauen feiern WM-Halbfinale

Basketball-Bundestrainer Olaf Lange bekam im Bauch der Berliner Uber Arena eine dicke Umarmung von Ehefrau und Australien-Headcoach Sandy Brondello, Schlüsselspielerin Leonie Fiebich gab derweil den Partybefehl. "Ich bin eigentlich ready für ein Bierchen und bisschen feiern", sagte die Nationalspielerin bei ProSieben MAXX nach dem sensationellen Einzug ins Halbfinale der Heim-WM in Berlin.

Nach Startelf-Comeback: Erlöser Musiala ist "richtig glücklich"

Es war zweifelsohne berechtigt, dass Michael Olise am Ende dastand und den kleinen silbernen Pokal in den Händen hielt, der dem "Spieler des Spiels" verliehen wird. Verdient gehabt hätte die Auszeichnung freilich auch Jamal Musiala. Beim am Ende überzeugenden 5:0 (0:0) des FC Bayern gegen den FK Bodö/Glimt erzielte er das wichtigste Tor des Abends: Sein 1:0 nur 76 Sekunden nach der Pause war nach zäher erster Halbzeit eine Erlösung gegen bis dahin sehr widerspenstige Norweger.

Wegen WM-Erfolgen: Lehrerin Wilke darf schwänzen

Nach dem historischen Einzug ins WM-Halbfinale darf Alexandra Wilke Schule schwänzen. Naja, nicht ganz. Die Basketball-Nationalspielerin, nebenbei noch Lehrerin für Mathe und Sport, ist wegen der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin für die letzten Vorbereitungen auf das neue Schuljahr freigestellt.

"Bin zu weit gegangen": Leclerc entschuldigt sich bei Hamilton

Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat sich für sein fragwürdiges Manöver gegen seinen Teamkollegen Lewis Hamilton beim Grand Prix von Italien entschuldigt. "Ich bin zu weit gegangen. Wir haben die Situation geklärt", sagte der Monegasse vor dem Rennwochenende in Madrid. Der 28-Jährige hatte Hamilton in Monza kurz nach dem Start weit nach außen gedrängt, sodass der Rekordweltmeister, um eine Kollision zu verhindern, ins Kiesbett auswich und dort mehrere Plätze verlor.

Textgröße ändern: