Deutsche Tageszeitung - VDV und FIFPro erneuern Kritik an Klub-WM und FIFA

VDV und FIFPro erneuern Kritik an Klub-WM und FIFA


VDV und FIFPro erneuern Kritik an Klub-WM und FIFA
VDV und FIFPro erneuern Kritik an Klub-WM und FIFA / Foto: © firo Sportphoto/SID

Nach dem Ende der Klub-WM hat sich der Gegenwind für die FIFA verschärft. Sowohl die internationale Spielergewerkschaft FIFPro als auch der deutsche Verband VDV kritisierten die Ausrichtung und Planung des Turniers in den USA.

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"Die FIFA versucht, auf Kosten der Gesundheit der Spieler und zulasten der nationalen Wettbewerbe den eigenen Profit zu steigern. Der Fußball braucht aber keinen Gigantismus, sondern vielmehr ein gutes Maß, das den Gesundheitsschutz der Spieler gewährleistet und sich an den Interessen der Fans orientiert", sagte VDV-Präsident Carsten Ramelow nach dem Finalsieg des FC Chelsea gegen Paris Saint-Germain (3:0).

Der Vize-Weltmeister von 2002 nahm auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in die Pflicht. Der DFB sei "als Mitgliedsverband der FIFA gefordert, sich für die Interessen der Spieler und für die traditionsreichen nationalen Wettbewerbe einzusetzen. DFB-Präsident Bernd Neuendorf trägt als Mitglied des FIFA-Rats eine besondere Verantwortung", sagte Ramelow.

Vor dem Start der Klub-WM hatte die deutsche Spielergewerkschaft eine kartellrechtliche Beschwerde gegen die FIFA bei der EU-Kommission eingereicht. Die FIFA solle dazu verpflichtet werden, "die VDV bei Entscheidungen zum internationalen Spielkalender und zur Aufstockung beziehungsweise Einführung von internationalen Wettbewerben derartig einzubinden, dass unsere Spielerinteressen in angemessener und hinreichender Weise berücksichtigt werden", so Ramelow.

FIFPro-Präsident Sergio Marchi warf dem Weltverband vor, die Klub-WM als "globale Fußballfeier" zu inszenieren, obwohl sie in Wahrheit "nichts weiter als eine Fiktion" sei. Die FIFA erhöhe ihre Einnahmen "auf Kosten der Körper und Gesundheit der Spieler", sagte Marchi der BBC.

Zudem verglich er FIFA-Präsident Gianni Infantino mit dem römischen Kaiser Nero: "Eine großartige Inszenierung, die unweigerlich an das Brot und Spiele im Rom Neros erinnert - Unterhaltung für die Massen, während hinter den Kulissen Ungleichheit, Unsicherheit und der Mangel an Schutz für die wahren Protagonisten immer tiefer werden."

(M.Dorokhin--DTZ)

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