Deutsche Tageszeitung - Lipowitz sorgt für deutsche Euphorie und spürt "mehr Druck"

Lipowitz sorgt für deutsche Euphorie und spürt "mehr Druck"


Lipowitz sorgt für deutsche Euphorie und spürt "mehr Druck"
Lipowitz sorgt für deutsche Euphorie und spürt "mehr Druck" / Foto: © SID

Florian Lipowitz versetzt Radsport-Deutschland in Euphorie. Doch für den Senkrechtstarter aus Ulm sind die Reaktionen aus der Heimat auf seine Glanzleistungen bei der Tour de France eine zwiespältige Angelegenheit. "Es ist ja wirklich schön zu sehen, dass in Deutschland wieder sehr viele Radsportbegeisterte sind und auch das Rennen verfolgen", sagte der 24-Jährige nach seinem vierten Platz im Bergzeitfahren von Peyragudes.

Textgröße ändern:

Es folgte das große Aber: "Auf der anderen Seite macht man sich dann vielleicht auch ein bisschen mehr Druck", sagte der Tour-Debütant: "Auch gestern nach der ersten Pyrenäen-Etappe habe ich eine Weile gebraucht, um runterzukommen. Doch im Großen und Ganzen ist es superschön zu sehen, dass viele Fans da sind und die Unterstützung von daheim so groß ist."

Zuletzt fieberten die deutschen Fans 2019 bei einer Tour derart mit, als Emanuel Buchmann um das Podest kämpfte und es als Vierter denkbar knapp verpasste. Auch Lipowitz liegt nun auf Rang vier, auf der letzten und schwersten Pyrenäen-Etappe am Samstag über den mythischen Tourmalet könnte er schon den Podestplatz übernehmen.

Der drittplatzierte Belgier Remco Evenepoel liegt nur noch sechs Sekunden voraus und schwächelte bei beiden Pyrenäen-Etappen deutlich. Hinter dem wohl nicht mehr einzuholenden Spitzenreiter Tadej Pogacar und dem zweitplatzierten Jonas Vingegaard ist alles drin.

"Wenn man ehrlich ist, sind Pogacar und Jonas außer Reichweite. Aber ich denke, im Kampf um den dritten Platz haben wir auf jeden Fall gute Karten", sagte Lipowitz: "Ich will jetzt nicht zu weit nach vorne schauen. Aber es ist alles möglich."

Noch ist die Tour lang: Am Dienstag geht es auf den berüchtigten Mont Ventoux, dann weiter Richtung Alpen. Angesichts der Ruhe und der Stärke, die Neuling Lipowitz bislang zeigt, muss ihm davor nicht bange sein.

"So weit geht es mir doch ganz gut. Es ist aber auch erst meine zweite Grand Tour", sagte Lipowitz: "Drei Wochen Rennen fahren ist doch nochmal etwas anderes. Mal schauen, was in der dritten Woche alles passiert."

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Lys verletzt: Schwieriges Beltz-Debüt im Billie Jean King Cup

Mit neuem Teamchef, aber ohne die große Hoffnungsträgerin: Die deutschen Tennisfrauen starten in eine komplizierte Wiederaufstiegs-Mission im Billie Jean King Cup. Durch den kurzfristigen verletzungsbedingten Ausfall von Eva Lys muss die Auswahl von Bundestrainer Torben Beltz in Oeiras/Portugal mit einer unerfahrenen Mannschaft bestehen. Am Dienstag (12 Uhr/tennis.de) geht es in der Regionalgruppe Europa/Afrika I mit dem ersten Vorrundenduell los.

Bayern-Training mit Kane

Der FC Bayern kann im Champions-League-Kracher bei Real Madrid wohl wieder auf seinen Torgaranten Harry Kane setzen. Der englische Stürmerstar nahm am Montagmittag mit einem Lächeln am Abschlusstraining für das Viertelfinal-Hinspiel in der Königsklasse (Dienstag, 21.00 Uhr/Prime Video) teil. Ob er im Bernabéu wirklich in der Startelf stehen kann, soll sich kurzfristig und erst vor Ort entscheiden.

Freude bei Wolfsburg, Tränen bei Popp: "Mussten das klarmachen"

Bei Alexandra Popp flossen die Tränen, völlig aufgelöst umarmte die verletzte Leistungsträgerin ihre Teamkolleginnen nach dem Happy End im Elfmeter-Krimi. "Sie war noch gar nicht in der Verfassung, was zu sagen", berichtete Matchwinnerin Stina Johannes, die dem VfL Wolfsburg bei Carl Zeiss Jena nach 120 Minuten ohne Tor mit zwei Paraden den Einzug ins Finale des DFB-Pokals gerettet hatte.

NBA: Starkes Comeback von Curry

Basketball-Superstar Stephen Curry hat sich nach seiner langen Verletzungspause mit einer starken Leistung in der NBA zurückgemeldet. Der 38 Jahre alte Point Guard erzielte in seinem ersten Spiel seit dem 30. Januar 29 Punkte, zwei Rebounds und vier Assists und war damit bester Werfer der Golden State Warriors, die knapp mit 116:117 gegen die Houston Rockets verloren.

Textgröße ändern: