Deutsche Tageszeitung - Keßler erfreut: "Beste Frauen-EM aller Zeiten"

Keßler erfreut: "Beste Frauen-EM aller Zeiten"


Keßler erfreut: "Beste Frauen-EM aller Zeiten"
Keßler erfreut: "Beste Frauen-EM aller Zeiten" / Foto: © SID

Volle Stadien, gute TV-Quoten und ein hohes Spielniveau: Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verbucht die Europameisterschaft in der Schweiz als vollen Erfolg. "Es war mit Abstand die beste Frauen-EM aller Zeiten", bilanziert Nadine Keßler, UEFA-Direktorin für Frauenfußball, in der Welt. Die Schweiz sei "ein perfekter Gastgeber" gewesen.

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Insgesamt verfolgten das Turnier mehr als 500 Millionen Zuschauer vor den TV-Geräten, 657.291 Fans waren in den Stadien vor Ort, es kamen mehr als doppelt so viele Fans wie noch 2022 aus anderen Ländern (etwa 35 Prozent). Es sei "völlig neu, dass so viele Fans zu ihrer Nationalmannschaft reisen, sagte Keßler: "Nur wenige Sportereignisse haben eine solche Reichweite."

Ein Stadion beim Eröffnungsspiel, beim Finale oder bei den Spielen des Gastgeberlandes zu füllen, sei relativ einfach, doch: "Bei der EM 2022 in England lag die durchschnittliche Zuschauerzahl in den Stadien, ohne das Gastgeberland, bei 14.000 Zuschauern. Hier haben wir 21.000 Menschen erreicht. Das ist für mich das deutlichste Zeichen für Wachstum."

Die EM habe "viele Rekorde vermeldet, aber was man sich merken sollte, ist das Interesse am Spiel". Dies sei der größte Unterschied zu vorherigen Turnieren gewesen. "Während meiner Karriere war diese mangelnde Anerkennung das Schwierigste für mich", sagte die frühere Mittelfeldspielerin von Turbine Potsdam und dem VfL Wolfsburg, die sich auch über das gestiegene sportliche Niveau freut: "Innerhalb der europäischen Top 20 werden die Leistungsunterschiede immer geringer."

Nichtsdestotrotz ist der Frauenfußball für die UEFA noch nicht rentabel. Der Kontinentalverband rechnet mit Verlusten von 20 bis 25 Millionen Euro - oder wie Keßler sagt: Investitionen. "Denn hätten wir nicht beschlossen, das Preisgeld um 156 Prozent zu erhöhen, wäre das Turnier rentabel gewesen." Die UEFA-Ausschüttung stieg von 16 auf 41 Millionen Euro an. Es sei, damit sich der Sport weiterentwickeln könne - "und wir später über eine Rendite sprechen können".

(U.Kabuchyn--DTZ)

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