Deutsche Tageszeitung - DHB-Teams: Unterschiedliche EM-Vorzeichen bei "Jahreshighlight"

DHB-Teams: Unterschiedliche EM-Vorzeichen bei "Jahreshighlight"


DHB-Teams: Unterschiedliche EM-Vorzeichen bei "Jahreshighlight"
DHB-Teams: Unterschiedliche EM-Vorzeichen bei "Jahreshighlight" / Foto: © IMAGO/Pro Shots/SID

Die Vorfreude bei den Teams des Deutschen Hockeybundes (DHB) ist kurz vor dem Start in die Heim-EM gleichermaßen riesig, die Zielsetzung beider Mannschaften bei dem Turnier in Mönchengladbach jedoch unterschiedlich. Bei seinen Spielern werde nur eine einzige "Logik" kommuniziert, betonte Bundestrainer André Henning kurz vor dem Auftaktspiel der Männer gegen Frankreich (8. August): "Nämlich das Turnier zu gewinnen."

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Auch der absolute Top-Favorit der Hockey-Elite soll dabei nicht im Weg stehen. "Ich glaube, dass die Niederlande dieses Jahr nicht Europameister werden", sagte Kapitän Mats Grambusch im Gespräch mit MagentaSport selbstbewusst. Wieso? "Weil die deutsche Nationalmannschaft sich niemals zweimal in Folge schlagen lässt."

Anders sieht es bei den DHB-Frauen aus. Mit Ende des olympischen Zyklus hatte die Mannschaft eine regelrechte Rücktrittswelle hinnehmen müssen. Gerade deswegen sei sie "nicht damit beschäftigt, hohe Erwartungen an das Team zu stellen", betonte Frauen-Bundestrainerin Janneke Schopman. "Aber wir können Hockey spielen, und ich denke, wir haben das auch bewiesen", ergänzte die Niederländerin vor dem ersten Spiel, ebenfalls gegen Frankreich (9. August).

Ein Turniersieg gelang zumindest bei Europameisterschaften beiden Teams schon lange nicht mehr, der bislang letzte Titel liegt bereits zwölf Jahre zurück: In Belgien gab es 2013 dafür Gold im Doppelpack. Nach Mönchengladbach, zum "absoluten Jahreshighlight" (Henning), reisen die deutschen Männer als aktueller Weltmeister und Olympia-Zweiter.

Allerdings sei es laut Henning so, dass "die Top fünf der Weltrangliste gerade alles europäische Teams sind". Erschwerend kommt hinzu, dass "die anderen Teams immer mit einem ganz kleinen Vorsprung versehen" sind, denn als einzige der Top-Nationen werde beim DHB nicht zentral trainiert. "Um wirklich um den großen Topf mitzuspielen, werden wir innerhalb des Turniers eine Entwicklung brauchen", betonte Henning. Seine Jungs müssten das Stereotyp der "typisch deutschen Turniermannschaft" erfüllen.

(P.Tomczyk--DTZ)

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