Deutsche Tageszeitung - Alles klar in vier Minuten: Zverev locker im Achtelfinale

Alles klar in vier Minuten: Zverev locker im Achtelfinale


Alles klar in vier Minuten: Zverev locker im Achtelfinale
Alles klar in vier Minuten: Zverev locker im Achtelfinale / Foto: © SID

Kurzer Arbeitstag für Alexander Zverev: Deutschlands Tennisstar hat beim ATP-Masters in Cincinnati im Eiltempo das Achtelfinale erreicht und bekommt gegen Karen Chatschanow die Chance zur schnellen Revanche. Zverev stand am Mittwoch bei der Fortsetzung seiner Drittrundenpartie gegen den US-Amerikaner Brandon Nakashima nur vier Minuten und sechs Ballwechsel auf dem Platz - das Match war am Dienstagabend (Ortszeit) beim Stand von 6:4, 5:4 und Aufschlag Zverev wegen eines Gewitters abgebrochen worden.

Textgröße ändern:

Zverev servierte das Match locker aus, auch wenn er zunächst 0:30 in Rückstand geriet. Vier Punkte in Folge sorgten dann für das klare 6:4, 6:4.

Nun trifft Zverev bei dem mit 9,2 Millionen US-Dollar dotierten Hartplatz-Turnier auf den Russen Chatschanow, gegen den er vor einer Woche im Halbfinale von Toronto in drei spannenden Sätzen verloren hatte. Nach seinem bitteren Erstrundenaus in Wimbledon und einer anschließenden Turnierpause samt Training auf Mallorca mit Toni Nadal hatte Zverev in Toronto zuletzt aufsteigende Form gezeigt - diese bestätigt er auch in Ohio.

Für Zverev war der ungefährdete Erfolg gegen Nakashima bei der Generalprobe für die US Open ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Beim letzten Grand Slam des Jahres (ab 24. August) in New York will der 28-Jährige um den Titel mitspielen. In Cincinnati erreichte Zverev in den beiden vergangenen Jahren jeweils das Halbfinale, 2021 gewann er den Titel.

Gegen Nakashima, Nummer 31 der Welt, hatte er am Dienstag insgesamt vier Breakchancen abgewehrt und sich mit Mut und Aggressivität auf die Siegerstraße begeben. Nach seinem Break zum 5:4 im zweiten Satz schrie er seine Freude heraus, musste dann aber vom Platz - und brachte das Spiel am Mittwoch nach Hause.

Neben Zverev hält auch Ella Seidel die deutschen Hoffnungen in Cincinnati hoch. Das 20 Jahre alte Talent aus Hamburg war am Dienstag durch ihren zweiten Erfolg in Serie gegen eine Top-50-Spielerin überraschend ins Achtelfinale eingezogen und trifft darin auf die Französin Varvara Gracheva. Für Seidel ist es schon jetzt der größte Erfolg ihrer Karriere, durch den sie an den Top 100 der Weltrangliste kratzt.

Für Seidel ist der Höhenflug kurz vor der Qualifikation für die US Open dazu ein wichtiger Push. In Flushing Meadows stand die kraftvolle Rechtshänderin noch nie im Hauptfeld, das soll sich in diesem Jahr ändern.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Drei Deutsche im Finale: Michigan holt College-Titel

Das deutsche Basketball-Talent Malick Kordel darf sich über die College-Krone in den USA freuen. Im Final Four der March Madness gewann der Oberhausener mit den Michigan Wolverines das Endspiel gegen die UConn Huskies mit 69:63, kam dabei aber erneut nicht zum Einsatz. U19-Vizeweltmeister Eric Reibe und sein deutscher Mitspieler Dwayne Koroma verpassten den erträumten Titelgewinn.

NHL: Grubauer bei nächster Pleite verletzt raus

Eishockey-Nationaltorhüter Philipp Grubauer hat in der NHL mit Seattle Kraken einen bitteren Abend erlebt. Der Rosenheimer musste beim 2:6 (1:1, 0:2, 1:3) bei den Winnipeg Jets nach 33 Minuten mit einer Unterkörperverletzung ausgewechselt werden, zuvor hatte der Goalie drei der 18 Schüsse auf sein Tor passieren lassen. Im Rennen um die Wildcard-Plätze in der Western Conference sind die Chancen für Seattle nach der fünften Pleite nacheinander gering.

NBA: Orlando siegt ohne Franz Wagner - Schröder glänzt

Die Orlando Magic haben auch ohne den deutschen Basketballstar Franz Wagner im engen Rennen um den direkten Einzug in die Playoffs der NBA einen wichtigen Sieg gelandet. Gegen das Topteam Detroit Pistons gelang der Franchise aus Florida ein 123:107, Welt- und Europameister Wagner wurde für die Partie geschont.

Matthäus warnt Bayern vor Bernabéu-Atmosphäre

Der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat Bayern München vor dem Viertelfinal-Kracher in der Champions League bei Real Madrid vor der hitzigen Atmosphäre im Estadio Santiago Bernabéu gewarnt. "Meiner Ansicht nach geht es in Madrid in erster Linie nicht um die einzelnen Spieler, sondern nur um den Kopf. Die Bayern müssen Ruhe bewahren und mental da sein, denn im Bernabéu kann eine ganz besondere Magie entstehen, die gerade in der Champions League schon viele Teams zu spüren bekommen haben", schrieb der Weltmeister von 1990 in seiner Sky-Kolumne.

Textgröße ändern: