Deutsche Tageszeitung - Basketballer quälen sich ins Supercup-Finale

Basketballer quälen sich ins Supercup-Finale


Basketballer quälen sich ins Supercup-Finale
Basketballer quälen sich ins Supercup-Finale / Foto: © IMAGO/Alexander Trienitz/SID

Angeführt von Kapitän Dennis Schröder haben die deutschen Basketball-Weltmeister zwölf Tage vor EM-Beginn einen ersten Dämpfer gerade noch vermieden. Nur dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewann die deutsche Mannschaft zum Auftakt des Supercups in München 73:71 (28:35) gegen die Auswahl der Türkei. Im Finale am Samstag (20.45 Uhr/MagentaSport) trifft das Team von Bundestrainer Álex Mumbrú auf Serbien oder Tschechien.

Textgröße ändern:

Nach einer offensiv ernüchternden Leistung in der ersten Halbzeit brachte Schröder die deutsche Mannschaft ins Spiel zurück. In der 26. Minute ging die DBB-Auswahl erstmals in Führung, die Türken aber erwiesen sich bis zum Schluss als enorm widerspenstig. Neben Schröder (22 Punkte) war Franz Wagner nach einer unauffälligen ersten Halbzeit und trotz schwacher Wurfquote bester deutscher Schütze (17 Punkte), auch er persönlich hat noch viel Luft nach oben.

Die deutsche Mannschaft hatte vor den Augen von Weltmeister-Trainer Gordon Herbert gewaltige Probleme, gegen die unbequemen Türken einen Rhythmus zu finden. Von Beginn an lief sie einem Rückstand hinterher, nach dem ersten Viertel stand es 17:25, zehn Punkte kamen dabei vom türkischen Superstar Alperen Sengün vom NBA-Klub Houston Rockets.

Offensiv blieb zunächst vieles Stückwerk bei der DBB-Auswahl, vor allem, wenn Kapitän Schröder nicht auf dem Feld war. Auch Wagner hatte Probleme, er kam nur selten zum Abschluss, wurde von den Türken gut zugestellt. Zur Halbzeit hatten gerade mal fünf deutsche Spieler Punkte erzielt, bester Schütze bis dahin war der gute Justus Hollatz (8).

"Wir müssen einen Gang hochschalten", sagte Hollatz zur Pause bei MagentaSport. Nach dem Wiederbeginn kam Deutschland dann tatsächlich in Schwung. Innerhalb kürzester Zeit machte die DBB-Auswahl einen Zehn-Punkte-Rückstand wett, glich zum 42:42 aus (25.), ging kurz darauf erstmals in Führung. Auch Wagners Würfe fielen nun – davonziehen konnte die deutsche Mannschaft aber nicht. Auffällig: War Schröder nicht auf dem Feld, stockte die deutsche Offensive.

Mumbrú standen erneut nicht alle Spieler zur Verfügung. Guard David Krämer (Real Madrid) fällt wegen einer Verletzung an den Adduktoren aus, Weltmeister Johannes Voigtmann (Bayern München) laboriert an einem Virus. Immerhin: Daniel Theis kam erstmals zum Einsatz, Maodo Lo soll am Samstag wieder einsatzfähig sein.

Nach dem Supercup stehen für die DBB-Auswahl noch zwei Härtetests gegen Europameister Spanien an. Zunächst am 21. August in Madrid, am 23. August dann in Köln. Vier Tage später beginnt für Deutschland die Vorrunde im finnischen Tampere mit dem Spiel gegen Montenegro. Weitere Gegner in der Gruppe B sind Schweden, Litauen, Großbritannien und Finnland.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Rekordmann Márquez feiert zehnten MotoGP-Sieg am Sachsenring

Weltmeister Marc Márquez hat seinen Ruf als "King of Sachsenring" eindrucksvoll zementiert und mit dem zehnten MotoGP-Sieg beim Großen Preis von Deutschland einen Rekord eingestellt. Der 33-Jährige, klassenübergreifend bei nur einem Start auf dem Kurs bei Hohenstein-Ernstthal geschlagen (2024), zog mit Giacomo Agostini gleich - der Rekord-Weltmeister aus Italien war der bislang einzige Fahrer, der in der Königsklasse zehn Siege auf einer Strecke (Imatra/Finnland) feiern konnte.

Wimbledons neue Königin Noskova: "Werde paar Tage brauchen"

Linda Noskova wollte ihr neuestes Schmuckstück nicht mehr aus den Händen geben. Ob im Gespräch mit Prinzessin Kate, beim lockeren Talk mit Rekordsiegerin Martina Navratilova oder dem Gang auf den berühmten Balkon des ehrwürdigen All England Club - die funkelnde Venus Rosewater Dish begleitete die neue Königin von Wimbledon auf Schritt und Tritt.

Nachfolger Zverev? Stich "ziemlich emotionslos"

Michael Stich "gönnt" Alexander Zverev den historischen Triumph in Wimbledon - doch große Gefühle würde ein Erfolg des Hamburgers im All England Club nicht beim Champion von 1991 auslösen. "Ich freue mich für ihn, in dem Sinne, dass er es total verdient hätte, wenn er jetzt Wimbledon gewinnt", sagte der Prime-Video-Experte in einer Medienrunde des Streamingdienstes: "Aber es ist ja nicht mein Sieg, den ich erreichen kann." Dementsprechend würde Stich "ziemlich emotionslos" auf den potenziellen Coup des 29-Jährigen reagieren.

Sieg in Überzahl: Messi und Co. mit Mühe ins Halbfinale

Fußball-König Lionel Messi kommt der nächsten Krönung nach einem zähen Ringen immer näher. Der Superstar und seine Argentinier besiegten die Schweiz im Viertelfinale von Kansas City mit 3:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung und stehen bei der Mission Titelverteidigung nun in der Runde der letzten vier. Julian Alvarez erlöste mit einem Traumtor in der 110. Minute seinen Kapitän, Zehntausende Argentinier im Stadion und ein ganzes Land. Der eingewechselte Lautaro Martinez setzte den Schlusspunkt (120.+1).

Textgröße ändern: