Deutsche Tageszeitung - FC Bayern: Coman-Wechsel nach Saudi-Arabien perfekt

FC Bayern: Coman-Wechsel nach Saudi-Arabien perfekt


FC Bayern: Coman-Wechsel nach Saudi-Arabien perfekt
FC Bayern: Coman-Wechsel nach Saudi-Arabien perfekt / Foto: © SID

Der Wechsel von Kingsley Coman nach Saudi-Arabien ist perfekt. Der FC Bayern gab am Freitagabend den Abschied des Franzosen nach zehn Jahren in München bekannt. Man bedanke sich "von Herzen für eine einzigartig erfolgreiche gemeinsame Zeit", sagte Sportvorstand Max Eberl und erinnerte an das Highlight: "Mit seinem Treffer im Champions-League-Finale 2020 gegen Paris Saint-Germain hat er sich für alle Zeiten einen Platz in der Vereinsgeschichte gesichert."

Textgröße ändern:

Kurz zuvor hatte sich Coman auf Instagram vom Klub und den Fans verabschiedet. "Es ist kaum zu glauben, dass fast zehn Jahre vergangen sind, seit ich als 19-Jähriger München zu meiner Heimat gemacht habe", schrieb Coman und zählte seine Titel auf, er sei "zutiefst dankbar". Der Verein werde "immer ein Teil von mir sein". Der 29-Jährige wird künftig für den Cristiano-Ronaldo-Klub Al-Nassr spielen. Die Ablöse soll bis zu 35 Millionen Euro betragen, Coman einen Dreijahresvertrag erhalten.

Coman lief in 339 Pflichtspielen für den FC Bayern auf, dabei erzielte er 72 Tore und bereitete 71 Treffer vor. In München gewann er neun deutsche Meisterschaften, die Champions League und die Klub-WM. Außerdem triumphierte er dreimal im DFB-Pokal, sechsmal im deutschen Superpokal sowie einmal im europäischen Supercup. In dieser Zeit debütierte der Offensivspieler in der französischen Nationalmannschaft, für die er bisher 58-mal spielte und acht Tore erzielte.

"Wenn so ein erfolgreicher Spieler den Verein verlässt, ist es natürlich immer ein bisschen emotional", sagte Bayern-Trainer Vincent Kompany am Freitag. Coman habe "extrem viele Titel gewonnen", ergänzte Sportdirektor Christoph Freund: "Aber er war auch ein super Mensch und in der Kabine sehr, sehr wichtig. Ich glaube, er hat den FC Bayern die letzten Jahre sehr geprägt. Er ist ein ganz außergewöhnlicher Spieler und Mensch, der natürlich eine Lücke hinterlässt."

Dennoch: Man schaue, so der Sportdirektor, "wieder nach vorne. Es ist auch immer wieder eine Chance für eine Mannschaft, neue Energie reinzubringen". Für ihn genießen jetzt "die Jungs, die da sind, Priorität. Sie müssen erfolgreich sein", sagte Kompany.

Coman war am Donnerstag nach Saudi-Arabien geflogen. Der Offensivspieler soll bei Al-Nassr Berichten zufolge rund 20 Millionen Euro netto pro Saison verdienen. Sein Vertrag bei den Bayern wäre noch bis 2027 gelaufen.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Drei Deutsche im Finale: Michigan holt College-Titel

Das deutsche Basketball-Talent Malick Kordel darf sich über die College-Krone in den USA freuen. Im Final Four der March Madness gewann der Oberhausener mit den Michigan Wolverines das Endspiel gegen die UConn Huskies mit 69:63, kam dabei aber erneut nicht zum Einsatz. U19-Vizeweltmeister Eric Reibe und sein deutscher Mitspieler Dwayne Koroma verpassten den erträumten Titelgewinn.

NHL: Grubauer bei nächster Pleite verletzt raus

Eishockey-Nationaltorhüter Philipp Grubauer hat in der NHL mit Seattle Kraken einen bitteren Abend erlebt. Der Rosenheimer musste beim 2:6 (1:1, 0:2, 1:3) bei den Winnipeg Jets nach 33 Minuten mit einer Unterkörperverletzung ausgewechselt werden, zuvor hatte der Goalie drei der 18 Schüsse auf sein Tor passieren lassen. Im Rennen um die Wildcard-Plätze in der Western Conference sind die Chancen für Seattle nach der fünften Pleite nacheinander gering.

NBA: Orlando siegt ohne Franz Wagner - Schröder glänzt

Die Orlando Magic haben auch ohne den deutschen Basketballstar Franz Wagner im engen Rennen um den direkten Einzug in die Playoffs der NBA einen wichtigen Sieg gelandet. Gegen das Topteam Detroit Pistons gelang der Franchise aus Florida ein 123:107, Welt- und Europameister Wagner wurde für die Partie geschont.

Matthäus warnt Bayern vor Bernabéu-Atmosphäre

Der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat Bayern München vor dem Viertelfinal-Kracher in der Champions League bei Real Madrid vor der hitzigen Atmosphäre im Estadio Santiago Bernabéu gewarnt. "Meiner Ansicht nach geht es in Madrid in erster Linie nicht um die einzelnen Spieler, sondern nur um den Kopf. Die Bayern müssen Ruhe bewahren und mental da sein, denn im Bernabéu kann eine ganz besondere Magie entstehen, die gerade in der Champions League schon viele Teams zu spüren bekommen haben", schrieb der Weltmeister von 1990 in seiner Sky-Kolumne.

Textgröße ändern: