Deutsche Tageszeitung - Basketballer verpassen Überraschung im Supercup-Finale

Basketballer verpassen Überraschung im Supercup-Finale


Basketballer verpassen Überraschung im Supercup-Finale
Basketballer verpassen Überraschung im Supercup-Finale / Foto: © IMAGO/Wunderl/SID

Die deutschen Basketball-Weltmeister haben elf Tage vor der EM eine große Überraschung verpasst. Im Finale des Supercup in München unterlag die Mannschaft um Kapitän Dennis Schröder und Franz Wagner der starken Auswahl Serbiens 81:91 (32:38). Die DBB-Auswahl zeigte lange Zeit eine ansprechende und engagierte Leistung, lag zu Beginn des vierten Viertels schon mit 15 Punkten zurück, kämpfte sich aber noch mal heran.

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Das Duell mit dem Team um Superstar Nikola Jokic, der als bester Basketballer der Welt gilt, war der bislang wichtigste Härtetest vor dem EM-Turnier, das für die DBB-Auswahl am 27. August mit dem Gruppenspiel gegen Montenegro im finnischen Tampere beginnt. Die deutsche Mannschaft und Serbien gelten als Top-Favoriten auf EM-Gold - entsprechend umkämpft war das Spiel, beide Teams wollten Zeichen setzen.

Trotz der Niederlage: Das Spiel zeigte lange Zeit, wozu die DBB-Auswahl gegen einen starken Gegner fähig ist. Im Gegensatz zu den vorherigen drei Spielen und drei Siegen in der Vorbereitung war die Mannschaft von Bundestrainer Álex Mumbrú diesmal von Beginn an voll im Spiel. Der WM-Zweite und Olympia-Dritte Serbien aber erwies sich als cleverer, etwas treffsicherer und vor allem bereits besser eingespielt.

Für die deutsche Mannschaft war es nach zwei Siegen gegen Slowenien und gegen die Türkei im Halbfinale des Supercups die erste Niederlage in der Vorbereitung. Beste Schützen vor einem begeisterten Publikum im ausverkauften SAP Garden waren diesmal Wagner (24), der erst ab dem dritten Viertel in Fahrt kam, und Tristan da Silva (14). Bei den Serben sammelte Nikola Jovic von den Miami Heat (20) die meisten Punkte.

Das Endspiel war von Beginn an geprägt von hohem Einsatz auf beiden Seiten, die 11.500 Zuschauer, unter ihnen zahlreiche lautstarke serbische Anhänger, sahen eine bisweilen hitzige Partie, in der die deutsche Mannschaft von Beginn an zurücklag. Sie kämpfte sich aber immer wieder heran, auch dank einer aggressiven Defensive und der Treffsicherheit von Tristan da Silva, der seine ersten fünf Würfe allesamt verwandelte.

Der gebürtige Münchner, Wagners Teamkollege bei den Orlando Magic, sorgte zum 23:22 erstmals für eine deutsche Führung, die aber nicht lange hielt - auch weil auf die Treffsicherheit von Schröder und Wagner diesmal kein Verlass war: Gemeinsam glückten ihnen bis zur Halbzeit nur drei ihrer 13 Wurfversuche. Wagner immerhin kam nach der Pause in Fahrt, allerdings zogen die abgeklärten Serben ab Mitte des dritten Viertels zunehmend davon. Im Schlussabschnitt machte es die DBB-Auswahl zumindest zwischenzeitlich noch mal spannend.

Vor der Abreise nach Finnland bleiben der deutschen Mannschaft noch zwei Härtetests gegen Europameister Spanien in Madrid (21. August) und in Köln (23. August).

(I.Beryonev--DTZ)

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