Deutsche Tageszeitung - Doppel-Triumph bleibt aus: Hockey-Frauen holen EM-Silber

Doppel-Triumph bleibt aus: Hockey-Frauen holen EM-Silber


Doppel-Triumph bleibt aus: Hockey-Frauen holen EM-Silber
Doppel-Triumph bleibt aus: Hockey-Frauen holen EM-Silber / Foto: © IMAGO/Maximilian Koch/SID

Der Titeltraum der deutschen Hockey-Frauen bei der Heim-EM in Mönchengladbach ist geplatzt. Im Endspiel unterlag das Team von Bundestrainerin Janneke Schopman nach großem Kampf mit 1:2 (0:2) gegen die Olympiasiegerinnen aus den Niederlanden und verpasste damit nach dem Triumph der Männer am Vortag das mögliche Doppelgold.

Textgröße ändern:

Anders als vor zwölf Jahren gab es für die DHB-Teams damit nicht den zweifachen Triumph. Die Männer hatten am Samstag ihr eigenes Finale gegen das Nachbarland noch im Shootout gewonnen. 2013 hatten beide Mannschaften in Belgien zum ersten und letzten Mal gemeinsam die EM-Trophäe bejubelt, für das Frauen-Team des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) geht das Warten auf den insgesamt dritten Titel weiter.

Der Anschlusstreffer von Kapitänin Lisa Nolte (35.) war nicht genug für den deutschen Sensationssieg, für das junge Team ist die Silbermedaille im ersten Jahr nach dem großen Umbruch trotzdem ein Erfolg. Pien Dicke (5.) und Luna Fokke (18.) trafen für die Niederlande, die mit ihrem bereits fünften EM-Triumph in Folge weiterhin unangefochten auf dem Thron sitzen. Seit 2017 gingen alle großen Titel in die Niederlande.

Schon längst waren die europäischen Titelkämpfe zu deutsch-niederländischen Festspielen avanciert, in der grenznahen Hockey-Hochburg Mönchengladbach feierten beide Fanlager bereits vor Anpfiff ein gemeinsames Fest. Pünktlich zum großen Finale war auch ein bisschen Sonne auf das Blau des Hockeyparks zurückgekehrt, zunächst schien diese aber wieder für Oranje.

Pien brachte die Topfavoritinnen nach starker Zuarbeit bereits früh in Führung. Die DHB-Auswahl kam im Anschluss zwar besser in das Spiel, erneut aber war es Schlussfrau Julia Sonntag, die hinter sich greifen musste. Die deutschen Frauen gaben sich nicht auf, Kapitänin Nolte brachte die Hoffnung für das DHB-Team zurück, auch der Gladbacher Hexenkessel erwachte wieder.

Das Happy End gegen den großen Favoriten blieb aber am Ende aus. Wie schon in der Vorrunde bei der 1:5-Klatsche gegen die Niederlande gingen die Danas als Verlierer vom Platz.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

FIS-Revolution: Weltmeisterschaften auch in geraden Jahren

Der Ski- und Snowboardweltverband revolutioniert sein Wettkampfprogramm und will künftig nur noch in olympischen Jahren auf Weltmeisterschaften verzichten. Das beschloss der FIS-Council im Schweizer Thun. Begonnen werden soll der neue WM-Rhythmus bereits 2032, womöglich sogar schon 2028.

Verletzung im Training: Reitz fehlt Leipzig wochenlang

Fußball-Bundesligist RB Leipzig muss wochenlang auf Mittelfeldspieler Rocco Reitz verzichten. Der 24-Jährige hat sich im Training eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel zugezogen, wie die Sachsen am Donnerstag mitteilten. Der Zugang von Borussia Mönchengladbach werde daher "mehrere Wochen" ausfallen.

Suche beendet: Kanu-Olympiasieger Rauhe wird Staatsminister

Der zweimalige Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird Staatsminister für Sport und Ehrenamt in der Regierung von Friedrich Merz. Dies gab der Bundeskanzler bei Instagram bekannt. Der 44 Jahre alte Berliner Rauhe wird am Donnerstagnachmittag in einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz im Bundeskanzleramt vorgestellt. Damit endete nach mehr als zwei Monaten die zähe Suche nach einem Nachfolger für Christiane Schenderlein.

Nach WM-Gold: Springreiter Vogel erstmals Weltranglistenerster

Springreiter Richard Vogel ist erstmals in seiner Karriere Nummer eins der Weltrangliste. Der 29 Jahre alte Europameister zog durch seinen WM-Erfolg mit der deutschen Mannschaft in Aachen und seinen Sieg beim Grand Prix in Brüssel in den "Longines Rankings" am bislang führenden US-Amerikaner Kent Farrington vorbei. Farrington hatte bei der WM gefehlt.

Textgröße ändern: