Deutsche Tageszeitung - Handball: Ludwigsburg nicht mehr Teil der Bundesliga

Handball: Ludwigsburg nicht mehr Teil der Bundesliga


Handball: Ludwigsburg nicht mehr Teil der Bundesliga
Handball: Ludwigsburg nicht mehr Teil der Bundesliga / Foto: © IMAGO / wolf-sportfoto/SID

Die letzte Hoffnung ist dahin: Der deutsche Serienmeister HB Ludwigsburg geht in der am Wochenende beginnenden Saison der Handball-Bundesliga der Frauen nicht mehr an den Start. "Trotz aller Bemühungen" sei auch eine "Fortführung des Spielbetriebs im kleineren Rahmen nicht möglich", heißt es in einer Mitteilung der Insolvenzverwalter, die dem SID vorliegt.

Textgröße ändern:

Meister und Pokalsieger Ludwigsburg hätte laut Spielplan am Samstag mit der Partie bei Frisch Auf Göppingen starten sollen. Zuletzt hatte der Verein eine mögliche Fortführung des Spielbetriebs mit stark reduziertem Budget geprüft. "Auch für eine abgespeckte Lösung konnte die bereits in der zurückliegenden Saison entstandene Finanzierungslücke nicht geschlossen werden", hieß es nun aber.

Bei einem Start hätte Ludwigsburg mit dem Abzug von acht Punkten am Ende der Hauptrunde rechnen müssen. Zuvor war der Klub bereits vom deutschen Supercup und der Champions League ausgeschlossen worden. Nach dem Insolvenzantrag hatten zahlreiche Leistungsträgerinnen wie die Nationalspielerinnen Xenia Smits, Jenny Behrend und Antje Döll den Titelverteidiger verlassen.

"Auch in einem deutlich reduzierten Rahmen ist es uns nicht gelungen, eine tragfähige Finanzierung auf die Beine zu stellen", sagte Holger Leichtle, vorläufiger Insolvenzverwalter: "Vor diesem Hintergrund war jetzt eine verantwortungsvolle Entscheidung erforderlich."

Wie es nun weitergeht, ist offen. Der Standort Ludwigsburg soll nach Möglichkeit erhalten bleiben. "Trotz dieser enttäuschenden Entwicklung hoffen Verein und Insolvenzverwaltung, dass der Frauenhandball in Ludwigsburg auf längere Sicht wieder eine tragfähige Perspektive erhält", hieß es.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Baskenland-Rundfahrt: Lipowitz mischt bei Seixas-Show vorne mit

Der deutsche Radprofi Florian Lipowitz hat die erste Bergprüfung bei der stark besetzten Baskenland-Rundfahrt mit Bravour gemeistert. Bei der erneuten Gala-Vorstellung von Frankreichs Radsport-"Wunderkind" Paul Seixas belegte der Tour-Dritte vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe auf der 164,1 km langen zweiten Etappe nach Iruña Platz acht und unterstrich seine Ansprüche auf einen Podestplatz in der Gesamtwertung.

"Zum Leidwesen meiner Familie": Vonn erwägt nächstes Comeback

Speed Queen Lindsey Vonn erwägt offenbar trotz ihres schweren Olympia-Unfalls ein abermaliges Comeback - oder gerade deswegen. "Sehr zum Leidwesen meiner Familie – ja", sagte die 41-Jährige in der Sendung "Today" des US-Senders NBC auf eine entsprechende Frage.

WM unter Trump: Amnesty warnt vor "unmittelbaren Auswirkungen"

Die Debatte um Co-Gastgeber USA und Präsident Donald Trump wird die Fußball-WM auch nach dem ersten Anstoß belasten. Das glaubt jedenfalls Maja Liebing von Amnesty International. Die Menschenrechtsprobleme in den USA hätten "das Potenzial, unmittelbare Auswirkungen auf die Fans, die Spieler und die Journalisten zu haben", sagte die Referentin für die Region Amerikas dem Tagesspiegel. Es werde "sicherlich schwieriger, diese Probleme auszublenden".

Leichtathletik: Eigene Marathon-WM ab 2030

Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics trägt seine Weltmeisterschaften in Zukunft ohne den Marathon aus. Wie der Verband am Dienstag mitteilte, werde die Langstreckendisziplin nur noch bei den Weltmeisterschaften 2027 und 2029 dabei sein. Danach, ab 2030, soll jährlich eine eigene Marathon-WM durchgeführt werden, Frauen und Männer sollen sich im Jahresrhythmus abwechseln.

Textgröße ändern: