Deutsche Tageszeitung - "Noch 48 Stunden": Bayern trotz Transfer-Wirrwarr entspannt

"Noch 48 Stunden": Bayern trotz Transfer-Wirrwarr entspannt


"Noch 48 Stunden": Bayern trotz Transfer-Wirrwarr entspannt
"Noch 48 Stunden": Bayern trotz Transfer-Wirrwarr entspannt / Foto: © SID

Bundesliga-Rekordmeister Bayern München blickt trotz des Transferwirrwarrs um Nicolas Jackson und einem knappen 3:2 (2:0)-Auswärtssieg beim FC Augsburg positiv in die Zukunft. Grund dafür: "Vier Pflichtspiele, vier Siege", sagte Sportvorstand Max Eberl. Dass das Ende der Wechselfrist immer näher rückt, bereitet ihm offenbar auch deshalb keine Kopfschmerzen. "Wir haben jetzt noch 48 Stunden und es gibt keine Situation, mit der man wirklich geplant hat. Aber wir werden auch da eine Lösung versuchen zu finden", führte er aus.

Textgröße ändern:

Auch Manuel Neuer stärkte den Verantwortlichen den Rücken. Über Neuzugänge würde sich die Mannschaft zwar freuen, "aber das Vertrauen haben wir zu unseren Verantwortlichen auch, die richtigen Entscheidungen zu treffen", sagte der FCB-Kapitän. Eberl und Co. würden dafür sorgen, dass das Team von Trainer Vincent Kompany konkurrenzfähig ist und in der Lage sein wird, um internationale Titel zu spielen.

Trotz zweier Gegentore war Neuer mit dem Auftritt der Münchner zufrieden und bezeichnete die Leistung in Augsburg "spielerisch eigentlich sehr gut". Auch wenn die Bayern in der Schlussphase Probleme bekamen, hätten Neuer und seine Mannschaftskameraden "grundsätzlich doch klaren Kopf bewiesen". Diesen braucht Eberl in der Kaderplanung nun ebenfalls, denn trotz aller Positivität ist er sich dem Ernst der Lage bewusst.

Dass der zweite Saisonsieg in Gefahr geriet, habe daran gelegen, dass von der Bank "keine neuen Impulse" gebracht werden könnten, weil dafür offenbar schlicht keine Spieler da sind. "Die Jungs müssen mehr oder weniger durchspielen und dann kann eben am langen Ende auch in wichtigen Situationen der falsche Pass, die falsche Entscheidung aufgrund von auch ein Stück weit eben Müdigkeit sein. Und das ist das, was wir versuchen wollen zu beheben noch", sagte er. Gemeinsam mit Sportdirektor Christoph Freund und Kompany wolle er sich nun in Ruhe zusammensetzen und dann ihre Kontakte spielen lassen.

Kurz vor dem Spiel war bekannt geworden, dass Chelsea Jackson wegen einer Verletzung von Liam Delap nun doch nicht verleihen will. Damit ist der Senegalese das dritte verpasste Transferziel. Die Nationalspieler Florian Wirtz und jüngst Nick Woltemade hatte es statt nach München in die Premier League gezogen.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

NBA: Starker Schröder gewinnt mit Charlotte

Auch dank Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder haben die Charlotte Hornets in der NBA vorerst zurück in die Spur gefunden. Einen Tag nach der deutlichen Niederlage gegen die Atlanta Hawks (81:128) gewann das Team des deutschen Nationalmannschaftskapitäns mit 115:110 gegen die weiterhin sieglosen Miami Heat um Starzugang Giannis Antetokounmpo. Schröder zeigte eine starke Leistung und erzielte 25 Punkte.

Formel 1: Antonelli holt Austin-Pole

WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli hat überraschend die Pole Position für den Großen Preis der USA erobert und den Grundstein für den erträumten Titelgewinn in der Formel 1 gelegt. Der 20-jährige Italiener sorgte im Qualifying in Austin/Texas in 1:34,035 Minuten für die schnellste Runde und geht bereits zum siebten Mal in diesem Jahr vom ersten Startplatz ins Rennen. Beim 18. WM-Lauf der Saison (21.00 Uhr/MEZ) hat Antonelli seine erste Titelchance. "Das fühlt sich gut an!", funkte Antonelli an die Box.

Erste Pleite: Kaiserslautern bremst Kloses FCN aus

Kein Mohamed Ali Zoma, keine Tore: Miroslav Klose ist mit dem 1. FC Nürnberg im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga ausgerechnet vom 1. FC Kaiserslautern ausgebremst worden. Der Club kassierte ohne seinen verletzten Torjäger durch das 0:1 (0:0) in einem temporeichen Topspiel die erste Saisonpleite und verpasste es, den Anschluss an den Spitzenreiter Hertha BSC zu halten.

Zweiter Titel vor Augen: Struff nach Krimi im Brüssel-Finale

Jan-Lennard Struff hat seinen furiosen Siegeszug beim Tennisturnier in Brüssel fortgesetzt und greift nach einem wahren Halbfinal-Thriller nach seinem zweiten Titel auf der ATP-Tour. Der 36-Jährige aus Warstein setzte sich mit einer großartigen kämpferischen Leistung gegen den topgesetzten Weltranglistenzehnten Arthur Fils aus Frankreich 6:4, 6:7 (7:9), 7:6 (7:5) durch.

Textgröße ändern: