Deutsche Tageszeitung - Doping: Friedrich bei Olympia ohne Top-Anschieber Wulff

Doping: Friedrich bei Olympia ohne Top-Anschieber Wulff


Doping: Friedrich bei Olympia ohne Top-Anschieber Wulff
Doping: Friedrich bei Olympia ohne Top-Anschieber Wulff / Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto//SID

Bob-Star Francesco Friedrich muss bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo auf seinen Top-Anschieber Simon Wulff verzichten. Der frühere Leichtathlet ist wegen eines positiven Dopingbefundes für 21 Monate gesperrt worden, dies teilte die Internationale Testagentur (ITA) am Mittwoch mit. Die Probe war am 7. Dezember 2024 in Altenberg entnommen und bei ihrer Analyse die verbotene Substanz Methylhexanamin entdeckt worden.

Textgröße ändern:

Nach Angaben des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland (BSD) könnte Wulffs Sperre eine "potenzielle Auswirkungen auf die Gesamtweltcupwertung des Teams um Francesco Friedrich" haben. "Der BSD wartet derzeit auf eine offizielle Entscheidung der IBSF, wie sich die Sperre auf die Punktewertung im Gesamtweltcup auswirken wird." Friedrich hatte im vergangenen Winter sowohl im Zweier mit Wulff als auch im Vierer den Gesamtweltcup gewonnen.

Wulff habe "sich während des gesamten Verfahrens kooperativ gezeigt", hieß es in der Mitteilung des BSD: "Auch wenn keine Hinweise auf ein vorsätzliches Fehlverhalten vorliegen, konnte die Quelle der Substanz trotz erheblicher Bemühungen von Simon Wulf nicht eindeutig ermittelt werden."

"Es ist natürlich schwer, wenn man fünf Wochen nach der Probenahme nachweisen soll, was man zu sich genommen hat. Simon hat sich im Verfahren offen und ehrlich gezeigt, und wir respektieren seine Entscheidung, die Sperre anzunehmen", sagte Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des BSD.

Die Sperre gilt rückwirkend ab dem Tag der Probeentnahme, Wulff ist somit ab dem 7. September 2026 wieder zur Teilnahme an Wettkämpfen berechtigt. Ins Mannschaftstraining kann er bereits am 7. Juli nächsten Jahres einsteigen.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Krieg im Nahen Osten: Diamond League verschiebt Start in Katar

Der Auftakt der Diamond-League-Saison in Katar ist wegen der unsicheren Lage im Nahen Osten verschoben worden. Das Meeting der weltbesten Leichtathleten in Doha soll statt am 8. Mai erst am 19. Juni stattfinden - sofern es "die Lage zulässt", wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten. Wegen der dann erwarteten Hitze wurde das Event zudem in das Khalifa International Stadium verlegt, dort lassen sich die Temperaturen regulieren.

"Du musst ihn mitnehmen": Rufe nach Neuer-Comeback werden lauter

Nach seinem Gala-Auftritt in der Champions League mehren sich die Rufe nach einem DFB-Comeback von Torhüter Manuel Neuer bei der Fußball-WM. "Es müssen die besten Spieler zur WM, und Manu ist mit Abstand der beste Torhüter der Welt", sagte Neuers früherer Teamkollege und Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes dem Nachrichtenportal t-online: Es sei eine Entscheidung des Profis von Bayern München, "die er selbst getroffen und Nachfragen klar dementiert hat, aber aus meiner Sicht musst du ihn mitnehmen".

KSC und Eichner trennen sich im Sommer

Es hatte sich angedeutet, nun ist es offiziell: Fußball-Zweitligist Karlsruher SC und Trainer Christian Eichner gehen im Sommer getrennte Wege. Das bestätigte der KSC am Mittwoch. Die Entscheidung sei nach "mehreren intensiven Gesprächen, die in den vergangenen Wochen und Tagen stattgefunden haben", erfolgt.

Neuer-Zukunft: "Haben alle Zeit der Welt"

Nach der dritten Frage zu einer möglichen WM-Teilnahme hielt es Manuel Neuer nicht mehr aus. "Wir brauchen das Thema gar nicht aufmachen. Wo haben wir denn gespielt heute?", sagte der Torhüter des FC Bayern nach seiner überragenden Leistung beim 2:1 (1:0) im Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Real Madrid. "Wir reden jetzt nicht über die Nationalmannschaft", betonte er, "ich habe meine Sachen gesagt und konzentriere mich jetzt auf den FC Bayern."

Textgröße ändern: