Deutsche Tageszeitung - Neuer: Derzeit keine Comeback-Pläne für die Nationalelf

Neuer: Derzeit keine Comeback-Pläne für die Nationalelf


Neuer: Derzeit keine Comeback-Pläne für die Nationalelf
Neuer: Derzeit keine Comeback-Pläne für die Nationalelf / Foto: © www.imago-images.de/SID

Manuel Neuer beschäftigt sich derzeit nicht mit einer Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. "Erstmal wurde ich ja nicht gefragt. Es war eine bewusste Entscheidung von mir, dass ich bei der Nationalmannschaft jetzt nicht mehr dabei bin und auch zurückgetreten bin", sagte der Weltmeister-Torwart von 2014 am Mittwoch bei einem Empfang in der Bayerischen Staatskanzlei in München. "Dementsprechend steht das gar nicht im Raum für mich."

Textgröße ändern:

Neuers Berater Thomas Kroth hatte entsprechende Spekulationen allerdings befeuert. "Er ist topfit, bringt absolut seine Leistung", sagte Thomas Kroth im Interview mit der Frankfurter Rundschau. "Wenn Julian Nagelsmann auf der Position ein Problem sieht, Manuel gesund ist und gefragt würde – dann wird Manu sicher nicht Nein sagen."

Neuer schloss die Hintertüre zur WM 2026 nicht hundertprozentig, er sagte aber: "Ich hatte eine sehr erfolgreiche und schöne Zeit, und ich denke aktuell überhaupt nicht darüber nach, ob und wie das sein könnte, dass Manuel Neuer nochmal zurückkehrt zur Nationalmannschaft." Er sei seit 2009 dabei gewesen, "mit der EM war das ein schöner Abschluss. Ich denke, dass ich viel bekommen habe vom deutschen Fußball und vielleicht auch dem deutschen Fußball ein bisschen was gegeben habe."

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Uli Hoeneß schon den Rufern nach Neuer (39/124 Länderspiele) angeschlossen. "Bei einer Weltmeisterschaft müssen die Besten spielen. Und Manuel ist der Beste. Deswegen muss er da spielen, wenn er gesund ist", forderte der Ehrenpräsident des FC Bayern. Auch Präsident Herbert Hainer betonte, Neuer sei "der beste Torwart in Deutschland. Er tut jeder Mannschaft gut."

Für ein Comeback müsste der Bundestrainer wohl in einer Notsituation bei Neuer anfragen. Nagelsmann hat sich für die WM bereits auf Marc-André ter Stegen festgelegt, der allerdings beim FC Barcelona keinen Stammplatz mehr hat und wegen einer Rücken-Operation noch monatelang ausfallen wird. In der WM-Qualifikation steht Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) im deutschen Tor und beweist sich als solider Vertreter.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Deutsche U19 verliert EM-Finale gegen Spanien

Für die deutschen U19-Fußballer ist der Traum vom EM-Titel trotz einer couragierten Leistung im Finale geplatzt. Das Team von Trainer Christian Wörns unterlag dem Rekordsieger Spanien im walisischen Wrexham 0:2 (0:1). Für die Iberer, die in ihren fünf EM-Spielen auf 19:0 Tore kamen, war es schon der zehnte Titel im U19-Bereich.

Infantino über WM mit 64 Teams: "Wird diskutiert"

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat eine weitere Aufblähung der Fußball-WM auf dann 64 Mannschaften erneut nicht ausgeschlossen. "Das ist auf jeden Fall ein Thema, das man nach dieser WM anschauen und in den Gremien diskutieren wird", sagte Infantino dem Schweizer Sender blue Sport. Die Fußball-Welt bestehe nicht nur aus Europa und Südamerika. "Jede Nation soll davon träumen dürfen, bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein", sagte der 56-Jährige.

Wimbledon: Noskova gewinnt tschechisches Finale

Die Tschechin Linda Noskova hat das Finale von Wimbledon gewonnen und ihren ersten Grand-Slam-Sieg gefeiert. Die 21-Jährige schlug am Samstag ihre Landsfrau Karolina Muchova in einem dramatischen Match 6:2, 5:7, 6:3. Seit der Einführung des Profitennis 1968 war es das erste Endspiel bei einem der vier großen Turniere, bei dem sich zwei tschechische Spielerinnen gegenübergestanden hatten.

LPGA: Haeran schreibt mit 60er-Runde Major-Geschichte

Die südkoreanische Golferin Ryu Haeran hat beim Turnier der LPGA-Tour im französischen Evian-les-Bains Geschichte geschrieben: Nur zwei Wochen nach ihrem ersten Major-Sieg bei der Women's PGA Championship spielte die 25-Jährige am Samstag eine 60 und damit die niedrigste Runde in der Geschichte der Frauen-Major-Turniere. Sie geht nun mit drei Schlägen Vorsprung vor der Japanerin Akie Iwai in die Abschlussrunde am Sonntag.

Textgröße ändern: