Deutsche Tageszeitung - Hitze in Tokio: WM-Straßenrennen starten früher

Hitze in Tokio: WM-Straßenrennen starten früher


Hitze in Tokio: WM-Straßenrennen starten früher
Hitze in Tokio: WM-Straßenrennen starten früher / Foto: © AFP

Planänderung wegen enormer Hitze: Die Marathons bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio und die Wettkämpfe im 35-Kilometer-Gehen werden aufgrund der für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen eine halbe Stunde früher starten. Dies teilten die Organisatoren der Titelkämpfe am Donnerstag mit. Die Geher eröffnen die WM am Samstagmorgen, der Marathon der Frauen findet am Sonntag und der der Männer am Montag statt.

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Die Temperaturen in Tokio erreichten in dieser Woche bis zu 33 Grad. Da die Hitzewelle voraussichtlich bis in die nächste Woche anhalten wird, entschieden sich die Organisatoren, den Start der Straßenrennen auf 7.30 Uhr zu verschieben. Die Startzeiten der Wettkämpfe im Stadion bleiben unverändert.

"Aufgrund der erwarteten erhöhten Hitze, die ein Gesundheits- und Sicherheitsrisiko für die teilnehmenden Athleten darstellen könnte, werden alle Straßenrennen an den ersten drei Tagen 30 Minuten früher als geplant beginnen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Organisatoren und des Leichtathletik-Weltverbands. Die Entscheidung sei den Athleten so früh wie möglich mitgeteilt worden, damit sie sich auf die neue Startzeit vorbereiten und einstellen können.

Bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio waren die Marathon- und Geher-Wettbewerbe aufgrund von Hitzebedenken ins kühlere Sapporo im Norden verlegt worden. Bei den Weltmeisterschaften 2019 in Doha hatten die Marathons aufgrund der enormen Hitze um Mitternacht und die Geher eine halbe Stunde früher begonnen.

Die Durchschnittstemperatur in Japan lag in diesem Jahr zwischen Juni und August 2,36 Grad über dem "Standardwert", es war damit der heißeste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1898, so die japanische Wetteragentur JMA. Es war der dritte Sommer in Folge mit Rekordtemperaturen.

"Diese Risiken sind nicht vorübergehend, sie bleiben bestehen", hatte Leichtathletik-Weltverbandspräsident Sebastian Coe am Dienstag gesagt: "Die Regierungen haben sich nicht der Herausforderung gestellt, und der Sport wird hier einige einseitige Urteile und Entscheidungen treffen müssen."

(V.Sørensen--DTZ)

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