Deutsche Tageszeitung - DBS zur Russen-Rückkehr bei Paralympics: "Schwer verständlich"

DBS zur Russen-Rückkehr bei Paralympics: "Schwer verständlich"


DBS zur Russen-Rückkehr bei Paralympics: "Schwer verständlich"
DBS zur Russen-Rückkehr bei Paralympics: "Schwer verständlich" / Foto: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/SID

Vizepräsident Karl Quade vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) sieht die Starterlaubnis für russische und belarussische Sportler unter eigener Flagge bei den Paralympischen Spielen 2026 zutiefst kritisch. "Für uns ist das schwer verständlich. Das ist eine Entscheidung, die wir allenfalls respektieren können, aber die Beschlüsse waren eindeutig", sagte Quade dem SID nach der Zulassung der aufgrund des Ukraine-Krieges zuletzt teilweise suspendierten Nationalen Paralympischen Komitees beider Länder.

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"Es hat sich eigentlich an der Sachlage gegenüber der Entscheidung von vor zwei Jahren überhaupt nichts geändert", bemerkte der 70-Jährige: "Wenn wir von Sotschi ausgehen, 2014 dieser Sündenfall mit dem Doping, dann der Krimkrieg, das setzte sich ja in einer Tour fort. Und das wurde ja auch nochmal deutlich gesagt von einigen. Die Verbindung zum Militär besteht ja weiter."

Doch die Mehrheit der Delegierten bei der Generalversammlung in Südkoreas Hauptstadt Seoul öffnete Russland und Belarus am Samstag wieder die Tür. Nachdem zunächst ein Antrag auf vollständige Suspendierung klar abgewiesen wurde, stimmte die Mehrzahl der Delegierten - Nationale Paralympische Komitees, Internationale Verbänden und Internationale Organisationen für den Behindertensport - anschließend dagegen, die Teilsuspendierung, die für die Sommerspiele 2024 in Paris gegolten hatte, aufrechtzuerhalten. Damals durften Aktive aus Russland und Belarus nur unter neutraler Flagge und weiteren Auflagen starten.

Bei den Paralympics in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 15. März 2026) dürfen erstmals seit den Spielen von Sotschi 2014 damit Russen wieder formal unter eigener Flagge starten.

(L.Svenson--DTZ)

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