Deutsche Tageszeitung - Zverev über Becker-Kritik: "Ist mir inzwischen latte"

Zverev über Becker-Kritik: "Ist mir inzwischen latte"


Zverev über Becker-Kritik: "Ist mir inzwischen latte"
Zverev über Becker-Kritik: "Ist mir inzwischen latte" / Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/SID

Alexander Zverev gibt nach eigener Aussage nichts mehr auf die Meinung von Deutschlands Tennis-Ikone Boris Becker. "Ich glaube, dass er so ein bisschen nach Aufmerksamkeit sucht - und die bekommt er über mich. Das ist leider so. Aber das ist mir inzwischen latte", sagte der Weltranglistendritte im Interview mit der Bild am Sonntag.

Textgröße ändern:

Der frühere Wimbledonsieger Becker (57), der für Zverev lange eine Art Mentor war, hatte in den vergangenen Monaten besonders in seinem Podcast mit der früheren Top-Ten-Spielerin Andrea Petkovic immer wieder Kritik an Zverev und dessen Umfeld geäußert. In der jüngsten Folge bezeichnete Becker den 28-Jährigen als "Sorgenkind", das weit von der Weltspitze entfernt sei. "Ich glaube, dass er sich relativ wenig Sorgen um mich macht, um ehrlich zu sein", äußerte Zverev, der in diesem Jahr bislang lediglich ein Turnier (München im April) gewonnen hat.

"Dieses Jahr ist einfach zäh", kommentierte Zverev auch mit Blick auf seine körperlichen Probleme: "Sobald man das Gefühl hat, gutes Tennis zu spielen, wie in Toronto und Cincinnati, kommt der nächste Rückschlag – wie in New York mit dem Rücken. Das beschreibt so ein bisschen mein Jahr." Er habe "natürlich nicht gut gespielt in vielen Situationen, habe richtiges Kack-Tennis gezeigt", erklärte der Olympiasieger von Tokio, der weiter seinem ersten Grand-Slam-Titel nachjagt.

Die letzten acht Trophäen auf höchster Ebene teilten der Spanier Carlos Alcaraz und Jannik Sinner (Italien) unter sich auf, entsprechend sind die beiden auch in der Weltrangliste davongezogen - doch Zverev glaubt weiter an sich: "Ich weiß, dass ich gegen Carlos und Jannik gewinnen kann. Ich muss das Selbstvertrauen wiederfinden und daran glauben, dass ich da wieder hinkommen kann."

Dies soll bei den letzten Turnieren des Jahres gelingen, nach dem hochdotierten Ausflug zum Showturnier Six Kings Slam in Saudi-Arabien ("Es gibt einen Grund, warum jeder der Top 5 mitspielt"), spielt er noch in Wien und beim Masters in Paris, dann wird er sich ziemlich sicher für das Saisonfinale der besten acht Spieler des Jahres in Turin qualifizieren - und danach noch bei der Davis-Cup-Finalrunde in Bologna erstmals seit Anfang 2023 wieder für das deutsche Team spielen? "Wenn ich fit bin, überlege ich es mir wirklich."

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

US Open: Alcaraz feiert Comeback mit Williams

Tennis-Profi Carlos Alcaraz hat wenige Tage vor dem Beginn der Einzelwettbewerbe bei den US Open ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Zum Auftakt des Mixed-Wettbewerbs besiegte der 23 Jahre alte Spanier gemeinsam mit der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin Serena Williams (44) das Duo Erin Routcliffe/Lloyd Glasspool (Neuseeland/Großbritannien) 5:3, 4:1. "Ich war viereinhalb Monate raus. Sie hat es mir leicht gemacht, ich habe es einfach so sehr genossen", sagte er.

FC Bayern: Eberl und Dreesen verlängern bis 2029

Der FC Bayern baut auch in Zukunft auf seine Führung mit Max Eberl und Jan-Christian Dreesen: Der mächtige Münchner Aufsichtsrat gab am Dienstag grünes Licht für eine Vertragsverlängerung bis 2029. Die bisherigen Verträge von Sportvorstand Eberl und Vorstandschef Dreesen wären 2027 ausgelaufen. "Das Vertrauen des Aufsichtsrats ist ein wertvolles Zeichen, über das ich mich sehr freue", ließ Eberl mitteilen, Dreesen sagte: "Wir haben noch viel vor."

US Open: Zverev im Mixed-Wettbewerb ausgeschieden

Tennis-Profi Alexander Zverev ist bei seinem "Aufwärmprogramm" bei den US Open in der ersten Runde gescheitert. Zum Auftakt des Mixed-Wettbewerbs unterlag der Weltranglistenzweite mit seiner Partnerin Taylor Townsend (USA) dem an Nummer vier gesetzten Duo Belinda Bencic/Flavio Cobolli (Schweiz/Italien) 2:4, 2:4.

Mit Kaufoption: Nkunku kehrt per Leihe nach Leipzig zurück

Christopher Nkunku kehrt zu RB Leipzig zurück. Wie der Fußball-Bundesligist am Dienstagabend mitteilte, kommt der Franzose nach drei Jahren Auslandsaufenthalt beim FC Chelsea und der AC Mailand per Leihe zunächst für ein Jahr von den Italienern, Leipzig sicherte sich zudem eine Kaufoption für den 28-Jährigen. Diese soll laut Medienberichten bei 28 Millionen Euro liegen.

Textgröße ändern: