Deutsche Tageszeitung - Oberdorf-Schock bei Bayern-Sieg: München weiter ohne Niederlage

Oberdorf-Schock bei Bayern-Sieg: München weiter ohne Niederlage


Oberdorf-Schock bei Bayern-Sieg: München weiter ohne Niederlage
Oberdorf-Schock bei Bayern-Sieg: München weiter ohne Niederlage / Foto: © IMAGO/SID

Die Fußballerinnen des FC Bayern München bleiben in der Bundesliga ungeschlagen und haben ihre Tabellenführung gefestigt. Gegen den 1. FC Köln gewann das Team von Trainer José Barcala nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 5:1 (1:1). Überschattet wurde der sechste Sieg im siebten Saisonspiel allerdings von einer erneuten Knieverletzung von Lena Oberdorf.

Textgröße ändern:

Die Nationalspielerin wurde bei einem Zusammenprall mit Kölns Adriana Achcińska unglücklich getroffen. Oberdorf, die nach einer im Juli 2024 erlittenen Kreuz- und Innenbandverletzung - ebenfalls im rechten Knie - erst beim Saisonstart ihr Comeback gegeben hatte, wurde gestützt und bandagiert vom Feld gebracht.

In der Tabelle steht Double-Sieger Bayern mit 19 Punkten weiter ganz vorne, der ewige Rivale VfL Wolfsburg bleibt mit drei Punkten Rückstand allerdings dran. Die Wölfinnen gewannen am Sonntag bei Bayer Leverkusen ebenfalls mit 5:1 (2:0). Bayer-Torhüterin Charlotte Voll sah dabei schon in der ersten Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte, in der zweiten Hälfte war Leverkusen dann nur noch zu neunt: Auch Lilla Turanyi musste wegen rohen Spiels vom Feld.

In München gestalteten die Kölnerinnen in einer munteren Anfangsphase das Spiel weitgehend ausgeglichen und gingen nach einer Ecke durch Sandra Maria Jessen in Führung (4.). Die Münchnerinnen kamen tief in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durch Momoko Tanikawa (45.+7) zum verdienten Ausgleich.

Nach Wiederbeginn riss Barcalas Team die Partie vollends an sich: Klara Bühls Eckball brachte Magdalena Eriksson per Kopf aus fünf Metern zentral im Tor unter (53.), ehe Georgia Stanway nach Vorarbeit von Lea Schüller auf 3:1 erhöhte (60.). Bis dahin gut mitspielende Kölnerinnen zeigten im Anschluss Auflösungserscheinungen in der Defensive und kassierten durch Stine Ballisager (71.) und einen Foulelfmeter von Pernille Harder (84.) zwei weitere Gegentore.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Bund und Länder gründen Zentrum für Safe Sports

Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Ländern haben nach jahrelanger Vorarbeit am Donnerstag das Zentrum für Safe Sport gegründet. Die unabhängige Institution mit Sitz in Kassel soll den Schutz vor Gewalt und Machtmissbrauch im Sport stärken und im Frühjahr 2027 die Arbeit aufnehmen. Träger des Zentrums ist ein gemeinsamer Verein von Bund und Ländern.

Klopp: Keine Ablöse für Red Bull - Mertesacker soll kommen

Das größte Hindernis ist beseitigt: Der Deutsche Fußball-Bund wird für den künftigen Bundestrainer Jürgen Klopp keine Ablöse zahlen müssen. Das berichtet die Bild-Zeitung am Donnerstag und skizziert Details einer möglichen Einigung des DFB mit seinem Wunschkandidaten. Demnach sei ein Vertrag bis zur WM 2030 angedacht, alle "wesentlichen Punkte" seien besprochen - und der 2014er-Weltmeister Per Mertesacker soll zum Verband kommen.

Medien: Adeyemi will Wechsel nach Barcelona

Fußball-Nationalspieler Karim Adeyemi strebt einen Wechsel von Borussia Dortmund zum spanischen Meister FC Barcelona an. Medienberichten (unter anderem Sky, Marca) zufolge hat der 24-Jährige eine mündliche Einigung mit den Katalanen erzielt, bei denen er auf den ehemaligen Bundestrainer Hansi Flick treffen würde. Nach SID-Informationen ist eine Einigung zwischen den Vereinen allerdings noch weit entfernt.

Schiri-Boss Collina weist Kritik aus Ägypten zurück

FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die aus Ägypten geäußerte Vermutung einer Bevorteilung von Lionel Messi bei der WM scharf zurückgewiesen. "Unbegründete Anschuldigungen haben in unserem Sport keinen Platz", wird der Italiener auf der Homepage des Weltverbandes zitiert, ohne einen konkreten Fall zu nennen. Collina fügte aber vielsagend an: "Niemand kann behaupten, dass Schiedsrichterentscheidungen von irgendjemandem beeinflusst werden können, nicht einmal vom FIFA-Präsidenten."

Textgröße ändern: