Deutsche Tageszeitung - Juve entlässt Trainer Tudor nach sieben Monaten

Juve entlässt Trainer Tudor nach sieben Monaten


Juve entlässt Trainer Tudor nach sieben Monaten
Juve entlässt Trainer Tudor nach sieben Monaten / Foto: © SID

Igor Tudor ist nach nur sieben Monaten als Trainer von Juventus Turin entlassen worden. Der italienische Fußball-Rekordmeister reagierte damit auf die Talfahrt von zuletzt acht Pflichtspielen ohne Sieg, darunter das 4:4 gegen Borussia Dortmund in der Champions League. Am Sonntag war Juve durch ein 0:1 bei Lazio Rom auf Rang acht der Serie A abgerutscht, es war das vierte Spiel in Folge ohne eigenes Tor.

Textgröße ändern:

"Der Verein dankt Igor Tudor und allen seinen Mitarbeitern für die Professionalität und das Engagement, die sie in den letzten Monaten gezeigt haben", teilte Juventus am Montag mit. Im Heimspiel gegen Udine am Mittwoch wird Massimo Brambilla, Trainer von Juves Drittliga-Mannschaft, das Team betreuen. Als Kandidaten für den Posten des Cheftrainers gelten Luciano Spalletti, Roberto Mancini oder Raffaele Palladino.

Der frühere kroatische Nationalspieler Tudor hatte sein Amt Ende März als Nachfolger von Thiago Motta angetreten. Als Tabellenvierter sicherte er in einer Saison ohne Titel immerhin noch die Teilnahme an der Champions League, schon in der Sommerpause hatte es aber Spekulationen um seine Ablösung gegeben.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Nach "Goebbels"-Äußerung: Real fordert Rücktritt von Tebas

Real Madrid hat nach den umstrittenen "Goebbels"-Aussagen von Javier Tebas den Rücktritt von Spaniens Ligaboss gefordert. Auch der Umgang des 64-Jährigen mit Reals wiederholter Schiedsrichter-Kritik lasse "Neutralität, Respekt und Unparteilichkeit" vermissen, teilten die Königlichen am Freitag mit. Tebas sei daher als Präsident der Liga und als Vizepräsident des nationalen Fußballverbandes nicht mehr tragbar.

Muskelfaserriss: Nächster Rückschlag für Gladbachs Kleindienst

Kapitän Tim Kleindienst vom Bundesliga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach bleibt vom Verletzungspech verfolgt. Wie Trainer Alexander Blessin bekannt gab, zog sich der Stürmer im Training einen Muskelfaserriss zu. Kleindienst, der bereits bei der Derbyniederlage beim 1. FC Köln gefehlt hatte, wird damit auch den Krisengipfel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen den Tabellen-17. TSG Hoffenheim verpassen. "Es ist bitter für ihn, es ist bitter für uns. Natürlich ist es eine Zeit, in der wir ihn sehr, sehr gut gebrauchen könnten", sagte Blessin vor seiner Heimpremiere.

Bayern ehren NS-Widerstandskämpfer Buisson

Der FC Bayern hat seines früheren Vorstandsmitgliedes Willi Buisson gedacht und die Erinnerung an den NS-Widerstandskämpfer zurück in die Gegenwart geholt. Bei der feierlichen Enthüllung einer Gedenktafel für den "fußballbegeisterten Demokraten" im Münchner Stadtteil Neuhausen würdigte Klubpräsident Herbert Hainer Buisson unter anderem als "Vorbild für Zivilcourage".

"Inakzeptabel": Hajduk-Fans skandieren rechte Parolen

Kroatische Spitzenpolitiker haben die pro-nationalsozialistischen und antisemitischen Sprechchöre von Fans des Fußballvereins Hajduk Split vor dem Spiel in der Conference League gegen Ajax Amsterdam scharf verurteilt. Kroatiens Präsident Zoran Milanovic bezeichnete den Vorfall am Freitag in einer Stellungnahme als "inakzeptabel und beschämend".

Textgröße ändern: