Deutsche Tageszeitung - IOC: Keine Olympischen Esports-Spiele 2027 in Saudi-Arabien

IOC: Keine Olympischen Esports-Spiele 2027 in Saudi-Arabien


IOC: Keine Olympischen Esports-Spiele 2027 in Saudi-Arabien
IOC: Keine Olympischen Esports-Spiele 2027 in Saudi-Arabien / Foto: © SID

Die ursprünglich für 2027 geplanten ersten Olympischen Esports-Spiele in Saudi Arabien werden nicht stattfinden. Das gab das federführende Internationale Olympische Komitee (IOC) am Donnerstag bekannt. Das IOC und das Nationale Olympische Komitee Saudi-Arabiens hätten sich "einvernehmlich darauf geeinigt, ihre Zusammenarbeit bei den Olympischen Esports-Spielen zu beenden", heißt es in einer Erklärung. Die Zukunft des Events ist nun vorerst offen.

Textgröße ändern:

Die Premiere der Esports-Spiele hatte ursprünglich bereits 2025 stattfinden sollen - ehe sie auf Februar 2027 verschoben worden war. Das IOC wolle nun baldmöglich "einen neuen Ansatz für die Olympischen Esports-Spiele entwickeln und ein neues Partnerschaftsmodell verfolgen", heißt es in der IOC-Erklärung weiter. Man erhoffe sich dadurch, die Spiele "besser an die langfristigen Ambitionen der Olympischen Bewegung anzupassen". Das Ziel bleibe, die "ersten Spiele so bald wie möglich zu veranstalten".

Ursprünglich war Saudi-Arabien die Ausrichtung des Events für einen Zeitraum von zwölf Jahren ab 2025 zugesichert worden. Der damalige IOC-Präsident Thomas Bach hatte maßgeblichen Einfluss auf diesen Deal gehabt. Inzwischen wurde Bach von Kirsty Coventry als Präsidentin des IOC abgelöst.

Das Königreich Saudi-Arabien sieht sich immer wieder der Kritik ausgesetzt, durch die Austragung von Sportereignissen von Menschenrechtsverletzungen im Land ablenken zu wollen. Die Fußball-WM 2034 hat sich Saudi-Arabien bereits gesichert und auch Olympische Spiele will das Land in Zukunft austragen.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Magdeburg siegt mit Mühe - Ludwig-Show bei Berlin

Der SC Magdeburg hat seine Meisterambitionen in der Handball-Bundesliga in einem komplizierten Auswärtsspiel untermauert. Der Champions-League-Sieger gewann beim formstarken Team von Frisch Auf Göppingen nach einem Kraftakt und einer Glanzleistung von Nationalspieler Lukas Mertens 27:23 (13:14) und behauptete mit nun 50:4 Zählern den komfortablen Vorsprung vor seinen Verfolgern SG Flensburg Handewitt (43:11) und Titelverteidiger Füchse Berlin (42:12).

Bei Wagner-Debüt: Köln erkämpft Remis in Frankfurt

Interimstrainer René Wagner hat bei seinem Debüt mit dem abstiegsbedrohten 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Punkt errungen. Im ersten Spiel unter dem Nachfolger von Lukas Kwasniok bewies der FC bei Europapokalaspirant Eintracht Frankfurt große Moral und kam nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2 (0:0).

Blamage abgewendet: Wolfsburg dank Johannes im DFB-Pokalfinale

Rekordsieger VfL Wolfsburg hat eine Blamage gerade noch abgewendet und ist dank seiner Torhüterin Stina Johannes ins Endspiel des DFB-Pokals der Frauen eingezogen. Drei Tage nach dem Aus in der Champions League in Lyon setzte sich das ideenlose Team von Trainer Stephan Lerch im Halbfinale beim Bundesliga-Schlusslicht Carl Zeiss Jena nach 120 torlosen Minuten mit 5:4 im Elfmeterschießen durch. Nun winkt das Traumfinale: Am Montag (15.30 Uhr/Sky) spielen Double-Gewinner FC Bayern und die SGS Essen den zweiten Teilnehmer aus.

"Verrücktes Rennen": Pogacar auch in Flandern nicht zu stoppen

Sportliches Spektakel, Volksfeststimmung und ein weltmeisterlicher Favoritensieg: Tadej Pogacar triumphiert bei der Flandern-Rundfahrt.

Textgröße ändern: