Deutsche Tageszeitung - Nächstes Treffen mit Sinner: Zverev schlägt Angstgegner

Nächstes Treffen mit Sinner: Zverev schlägt Angstgegner


Nächstes Treffen mit Sinner: Zverev schlägt Angstgegner
Nächstes Treffen mit Sinner: Zverev schlägt Angstgegner / Foto: © SID

Alexander Zverev purzelte lachend über den Hallenboden von Paris und winkte ins Publikum: Deutschlands Tennisstar hat tatsächlich ein Mittel gegen seinen Angstgegner Daniil Medwedew gefunden - und fordert nach dem Sieg in einem absoluten Nervenspiel nun zum zweiten Mal binnen sieben Tagen Jannik Sinner. Deutschlands Tennisstar bezwang in einem wilden Viertelfinale beim ATP-Masters in der französischen Hauptstadt den Russen Medwedew 2:6, 6:3, 7:6 (7:5) und beendete eine Serie von fünf Niederlagen gegen den früheren Weltranglistenersten.

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"Ich habe am Anfang taktisch sehr dumm gespielt", sagte Zverev: "Dann habe ich ein paar Dinge geändert und das Match hat sich gedreht. Ich spiele einfach nicht gern gegen ihn, aber ich bin mutig geblieben."

Im Halbfinale am Samstag misst sich Zverev mit dem amtierenden Australian-Open- und Wimbledon-Champion Sinner, gegen den er erst am vergangenen Sonntag im Finale von Wien knapp verloren hatte.

In einer Neuauflage des Endspiels von 2020 - Sieger: Medwedew - war Zverev im ersten Satz fahrig, er schaffte kaum Gewinnschläge auf dem langsamen Court in der Rugby-Arena von La Défense - und verlor sukzessive an Selbstvertrauen. Schon Mitte des Durchgangs suchte der Weltranglistendritte Hilfe bei seiner Box, war sichtlich ratlos.

Im zweiten Satz war Zverev dann mehr bei sich, ein frühes Break zum 0:1 glich er unmittelbar aus, danach zog er das Geschehen mehr und mehr auf seine Seite. Vor dem entscheidenden Durchgang nahm Medwedew eine Pause, um Zverevs Rhythmus zu durchbrechen - es misslang, nach dem Aufschlagverlust zum 1:2 schrie er völlig wild seine Box an, Medwedews Gattin verließ daraufhin ihren Platz.

Im engen Schlussakt des Matches wehrte Zverev zwei Matchbälle ab, machte aber dann die entscheidenden Punkte und erreichte sein 24. Halbfinale bei einem Masters.

Der Italiener Sinner ließ zuvor dem an fünf gesetzten US-Amerikaner Ben Shelton beim 6:3, 6:3 keine Chance und feierte seinen 24. Sieg auf einem Hallen-Hardcourt in Folge. Gewinnt Sinner das 1000er-Turnier an der Seine, löst er am Montag in der Weltrangliste wieder den Spanier Carlos Alcaraz ab.

Das andere Halbfinale bestreiten der Kanadier Félix Auger-Aliassime und Alexander Bublik aus Kasachstan. Beide kämpfen noch um das letzte verfügbare Ticket für die ATP Finals der acht besten Profis des Tennisjahres in Turin (9. bis 16. November), für die Sinner und Zverev längst qualifiziert sind.

(W.Novokshonov--DTZ)

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